Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e.V.

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Michel in der Suppenschüssel – Zwei Michels und drei Idas

Das Kinderstück an der Freilichtbühne in Reckenfeld ist in diesem Jahr die Geschichte von Michel in der Suppenschüssel. Dafür wird schon fleißig geprobt. Zwei Darsteller wechseln sich als Michel und gleich drei als Ida ab.

Astrid Lindgren schrieb Geschichten, die auch heute noch die Kinder begeistern. Eine dieser Geschichten ist die vom Michel aus Lönneberga. Der Bengel hat es faustdick hinter den Ohren. Die Geschichten von Michel zu lesen, ist eine Sache, diese Rolle zu spielen eine andere. Da sind sich Tim Möllers aus Nordwalde und Fabian Sterthaus aus Emsdetten einig.

Auf der Reckenfelder Freilichtbühne dürfen diese Beiden echte Lausebengel sein. „Das macht richtig Spaß“, strahlen die Beiden, die im Übrigen durch die Freilichtbühne, wo sie sich im vergangenen Jahr kennen lernten, gute Freunde im Alltag wurden. „Die Streiche, die wir auf der Bühne machen dürfen, sind echt cool. Wenn die Streiche echt wären, gäbe das ein richtiges Chaos“, gibt der zehnjährige Tim etwas von der Rolle preis. „Aber wenn ich „pfui Teufel“ sagen muss, klingt das altmodisch. So was sagt man heute gar nicht mehr“.

Der Text, den die Beiden auswendig lernen müssen, ist recht umfangreich und sitzt auch schon bei dem zweiten Michel ganz gut. Fabian Sterthaus spielte schon im vergangenen Jahr beim „kleinen Tag“ mit. Auch dort war Fabian mit Tim in den gleichen kleinen Rollen doppelt besetzt. Beide hatten da eher kleine Texte und jetzt die Hauptrolle. „Das ist spannend und richtig cool einmal eine Hauptrolle zu spielen“, strahlt Fabian. Sein Vater brachte ihn im vergangenen Jahr immer zu den Proben und wurde ebenfalls gleich als Schauspieler engagiert. Das freut den achtjährigen Fabian, der bei der Open-Air-Nacht der Musicals im vergangenen Jahr sogar als Sänger mit auf der Bühne stand. Die beiden Jungen sind recht selbstbewusst und vor allem mit viel Spaß in ihrer Rolle.

Drei Mädels spielen die Ida. Auch sie haben sich, wie die Jungs, beim Casting für eine Rolle beworben. „Ich habe mich für die Rolle der Ida interessiert und sie bekommen“, freut sich Annika Eßmeier. Die Rolle gefällt der Neunjährigen gut, da sie genau wie die Ida in dem Stück tierlieb ist. „Ich kann mich damit gut identifizieren“, erklärt sie.

Gespannt ist sie, genau wie Lotta Eilers (9), wie es sein wird, an der Fahnenstange hoch gezogen zu werden – einer von Michels bekanntesten Streichen. „Als ich mich beim Casting beworben habe, habe ich mich nicht auf die Rolle der Ida versteift. Deshalb freue ich mich besonders, dass ich meine Wunschrolle spielen darf.“ Die Texte, die Ida spricht, sind kurze Sätze. „Da muss ich aufpassen, dass ich nichts verpasse, sonst reden die anderen schon weiter“, ist ihre erste Erfahrung bei den Proben. Die Ida gibt es mit Elea Schipper (7) sogar mit drei Besetzungen. Papa Rüdiger macht Regie und „ich wollte auch gerne spielen. Mein Bruder Noah spielt eine Katze. Den Text übe ich mit meinen Eltern“, erklärt sie.

Es ist eben das Besondere an dem Verein Freilichtbühne, dass die ganze Familie eingebunden werden kann.

WN: Gudrun und Erwin Maslanka – Aktiv ein Leben lang

Gäbe es die beiden nicht – man müsste sie sich schnitzen. Gudrun und Erwin Maslanka investieren einen Großteil ihrer Freizeit für die Freilichtbühne. Zwei echte Reckenfelder Köpfe im Porträt.

Es gibt Menschen, die gehen voll und ganz in ihrem Hobby auf. Zu dieser Spezies gehören Erwin und Gudrun Maslanka, die ehrenamtlich fast ihre gesamte Freizeit, vor allem in der ersten Jahreshälfte für die Freilichtbühne im Einsatz sind. Die beiden werkeln im Hintergrund, doch das, was sie dort zustande bringen, ist auf der Bühne zu sehen. Während Erwin zum Kern des Bühnenbauteams zählt, ist seine Frau mit Schere, Nadel und Faden sowie tänzerisch unterwegs.

Die Liebe war es, die sie zur Bühne brachte. Als sie ihren Erwin 1980 kennen lernte, nahm der sie mit zur Bühne. „Er war dort den ganzen Sommer in Einsatz. Wenn ich in seiner Nähe sein wollte musste ich also auch meine Freizeit dort verbringen“, lacht Gudrun. Anfangs half sie in der Maske mit. Seit 1982 kümmert sie sich um die Kostüme, Bauernkomödien standen damals aus dem Spielplan. „Fehlte etwas, wurde das vom Stadttheater ausgeliehen.“

Es tut sich etwas: Bühnenbau und Eingangsbereich der Freilichtbühne modernisiert

Noch ist alles eine große Baustelle. Aber unsere Bühnenbauer lassen auf unserer Bühne gerade eine große Drehbühne entstehen.

Unser Bühnenbau lässt die verschiedenen Welten entstehen, die für das jeweilige Stück erforderlich sind. Jahr für Jahr lassen sie unsere Freilichtbühne in eine Großstadt, einen Feenwald oder sogar eine afrikanische Steppe verwandeln. Das Team um Erwin Maslanka besteht aus 5-6 festen Bühnenbauern und ein paar weiteren, die gelegentlich aushelfen.

 

Der Eingangsbereich wurde bereits für euch vergrößert. Wir freuen uns schon jetzt auf den Sommer.

WN: Niklas Bieling zwischen Bühne und Wehr – Talent auf Bühne, Matte und am Rohr

Junge Menschen haben viele Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten. Niklas Bieling aus Reckenfeld hat sich für F und F entschieden – Freilichtbühne und Feuerwehr. Der Freilichtbühne gehört er bereits seit dem Jahr 2000 an. Anfangs stand er als Statist bei Kinderstücken auf der Bühne. Über drei, vier Jahre hinweg gehörte er, gemeinsam mit seiner Schwester, einer kleinen bühneninternen Gruppe an, die in der Vorweihnachtszeit unterwegs war. Mit kurzen Theaterstücken begeisterte die Truppe Altentreffs und erfreute auf Weihnachtsfeiern. Dabei wurde Geld für einen „guten Zweck“ gesammelt.

Nachdem er in einer dieser Minitheaterstücke völlig überzeugend in die Rolle eines gestressten Geschäftsmannes schlüpfte, bekam er seine erste große Sprechrolle beim Sommertheater. „Ich durfte den Simba bei „König der Löwen“ spielen.“ Bereits da zeigte er mit ersten Gesangseinlagen, dass er nicht nur schauspielern, sondern auch singen kann. Ab da gab es immer mehr Sprech- und Gesangsrollen für den inzwischen 21-Jährigen. Wer „Schlager lügen nicht“ sah, erinnert sich sicherlich an den urkomischen Jürgen. Die Rolle des tollpatschigen Jugendlichen spielte er überzeugend.

Die Freilichtbühne Greven-Reckenfeld auf der Messe Reise- und Freizeit am Flughafen Münster-Osnabrück

An diesem Wochenende sind wir wie auch im letzten Jahr wieder auf der Reise- und Freizeitmesse am Flughafen Münster-Osnabrück vertreten. Samstag von 10-18 Uhr und am Sonntag von 11-18 Uhr stellen wir euch an unserem Stand das neue Sommerprogramm und unseren Verein vor.

Ganz besonders freuen wir uns aber auf das diesjährige Rahmenprogramm. Da geben wir natürlich auch unseren Senf dazu. Am Samstag könnt ihr um 12:00 und 16:30 Uhr und am Sonntag um 15:00 Uhr die schönsten Musical-Melodien von unseren Sängern auf der Bühne hören und sehen. Und das sogar kostenlos!

Alle wichtigen Informationen zur Messe findet ihr unter dem folgenden Link. Wir freuen uns auf euch!

 

WN: Casting für Musiktheaterstück – Von Liebe, Drogen und Tod

An der Freilichtbühne hat sich eine Gruppe zusammengetan, um das Musiktheaterstück „The circle of the dying – ein bedeutungsvolles Leben“ einzustudieren. Im Herbst soll es Premiere feiern. Allerdings sind noch nicht alle Rollen besetzt.

Ben, Gwendolyn, Lucy und Johanna werden gesucht – vielmehr Jugendliche oder junge Erwachsene, die gerne in deren Rollen schlüpfen möchten. An der Freilichtbühne hat sich eine Gruppe zusammengetan, um das Musiktheaterstück „The circle of the dying – ein bedeutungsvolles Leben“ einzustudieren. Im Herbst soll es Premiere feiern. Allerdings sind noch nicht alle Rollen besetzt. Deshalb wird am 2. Februar (Donnerstag) um 18 Uhr im Spielerheim ein offenes Casting veranstaltet.

Nachwuchsdarstellern und jenen, die es werden wollen, bietet sich eine einmalige Gelegenheit. Denn die Jugendlichen der Freilichtbühne arbeiten dabei nicht mit einer Vorlage, sondern mit einem selbst verfassten Script. Es stammt aus der Feder von Tabea Niepel , die zusammen mit Leah Finke auch die Regie übernimmt. „Ich habe das Stück mit Hilfe von Freunden geschrieben“, erklärt sie.

WN: Durch die Orts- und Weltgeschichte – Historische Open-Air-Show

Auch die Freilichtbühne beteiligte sich mit einem Beitrag an den Aktionstagen zur Ortsgeschichte – und was für einem! Die Show war eine informative und unterhaltsame Zeitreise.

Dass Geschichte auch unterhaltsam präsentiert werden kann bewies das Team der Freilichtbühne am Freitagabend mit ihrer musikalischen Zeitreise durch 100 Jahre Orts- und Weltgeschichte. Tosender Applaus und stehende Ovationen am Schluss der zweieinhalbstündigen Show und natürlich der Ruf nach einer Zugabe zeigten: Die Sänger und Moderatoren waren Spitze.

Den Auftakt bildete eine Besprechung zwischen Offizieren und dem Oberbaurat, die auf der Suche nach einem passenden Gelände für ein Munitionsdepot sind. Das finden sie in der Gemarkung Reckenfeld. „So oder so ähnlich muss es sich 1916 zugetragen haben“, kommentierte Moderator Klaus Dieter Niepel die schauspielerische Szene. Gemeinsam mit Nina Wierzbitza ließ er die Jahrzehnte Revue passieren.

Interview mit Choreographin und Kostümschneiderin Gudrun Maslanka

Gudrun, seit wann bist du schon Mitglied an der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld und in welchen Bereichen warst du bisher schon aktiv?

Gudrun Maslanka: Ich bin seit 1980 Mitglied und zur Zeit sind die Näherei und Choreographie meine Aufgabenbereiche. Aber ich stand auch selbst schon auf der Bühne. Zuletzt habe ich 1999 in My Fair Lady mitgespielt und bin 2006 in Elixier für eine Vorstellung eingesprungen.

 

Für die Open-Air Nacht der Musicals hast du das Kostümbild geschaffen und bist zusätzlich noch für die Choreographien verantwortlich. Was ist die größere Herausforderung für dich?

Gudrun Maslanka: Die Frage ist schwer zu beantwortet, weil beide Bereiche so verschieden sind. Zeitintensiver ist auf jeden Fall das Schneidern und Nähen der Kostüme. Da bekomme ich aber viel Unterstützung durch mein Team.

 

Wie viele verschiedene Kostüme werden bei der diesjährigen Open-Air Nacht der Musicals auf der Bühne zu sehen sein.

Gudrun Maslanka: Es sind genau 134 verschiedene Kostüme. Pro Darsteller sind das zwischen sieben und dreizehn.

 

Das ist eine Menge. Was ist das aufwendigste dieser Kostüme? Was hat den Aufwand ausgemacht?

Gudrun Maslanka: Das Kostüm des Pharaos aus dem Musical Joseph war sehr aufwändig zu nähen, weil es sich aus vielen Teilen zusammensetzt und viele Details besitzt, die einzeln aufgenäht wurden. Die Herstellung hat 20 Stunden gedauert und es wird nur 2 Minuten auf der Bühne zu sehen sein.

 

Nun zur Choreographie, wie bringt man den unterschiedlichen Menschen die Choreographien bei? Denn es ist ja nicht jeder ein Naturtalent.

Gudrun Maslanka: Wichtig ist, dass man die Choreographien an die Fähigkeiten der Leute anpasst und sehr viel Geduld mitbringt. Dann funktionieren auch aufwändigere Tänze mit einer großen Gruppe. Wir sind auch bereits vor Monaten angefangen, damit sich die Routine entwickeln kann.

 

Dein Mann Erwin Maslanka ist ebenfalls bei der Open-Air Nacht der Musicals engagiert. Was trägt er zu dieser Inszenierung bei?

Gudrun Maslanka: Er ist für den Bau der größere Bühnenrequisiten verantwortlich. Beispielsweise wurde ein Thron gebaut und eine Gruft für den Song aus Tanz der Vampire. Auch er bekommt von seinem Team sehr viel Unterstützung.

 

Wir danken Dir für das Interview und noch viel mehr für Euer ehrenamtliches Engagement an der Freilichtbühne. Toi toi toi für die beiden Vorstellungen der Open-Air Nacht der Musicals.

WN: Bühnenbauer sind bereits seit Jahresbeginn mit dem Kulissenbau beschäftigt – Alte Hasen und ein „Lehrling“

Ein fester Kern von Helfern – bestehend aus Erwin und Jochen Maslanka, Andreas Finke, Matthias Grohe, Thomas Gänßler und Christiane Meinecke – schraubt, sägt und feilt an den Kulissen. / Bild: WN - Westfälische Nachrichten - Rosi Bechtel

Ein fester Kern von Helfern – bestehend aus Erwin und Jochen Maslanka, Andreas Finke, Matthias Grohe, Thomas Gänßler und Christiane Meinecke – schraubt, sägt und feilt an den Kulissen. / Bild: WN – Westfälische Nachrichten – Rosi Bechtel

Das Team gestaltet mit viel Liebe zum Detail Kulissen, die zu den Stücken passen. Seien es bizarre Kulissenteile, große Showtreppen, geheimnisvolle Landschaften oder ein gemütliches Dorf. Alles, was für ein perfektes Bühnenbild gebraucht wird, wird auch gebaut. So wie das Haus, das in diesem Jahr auf der rechten Seite der Bühne zu sehen ist und dessen Fassade sehr authentisch wirkt. „Dieses Mal wurden die Dachpfannen nicht aufgemalt, sondern das Haus wurde mit Dachpfannenblech versehen“, erzählt Matthias Grohe. Das Kindermusical „Der kleine Tag“ spielt in einer Innenstadt – also muss die Bühne entsprechend gestaltet werden.

Man stelle sich vor: eine Bühne, auf der es keine Kulissen gibt. Wie würde dort eine Aufführung wirken? Recht fad, selbst wenn die Schauspieler ihr Besten geben. Damit ein Theaterstück zu einer richtig runden Sache wird, gibt es Bühnenbauer – und zwar nicht nur auf den großen Theaterbühnen dieser Welt, sondern auch auf der Freilichtbühne in Reckenfeld. Seit Jahren beweist das Bühnenbauteam, was in ihm steckt.

Weitere Infos unter: „Bühnenbau

 

WN: Techniker an der Freilichtbühne – Ohne sie bliebe es dunkel und still

Patrick Bitter hängt die ersten Übertragungsboxen auf, die für die Bühne unerlässlich sind / Bild: WN - Westfälische Nachrichten - Rosi Bechtel

Patrick Bitter hängt die ersten Übertragungsboxen auf, die für die Bühne unerlässlich sind / Bild: WN – Westfälische Nachrichten – Rosi Bechtel

In rund vier Wochen beginnt die Saison auf der Freilichtbühne Reckenfeld. Höchste Zeit, die Technik in Betrieb zu nehmen, damit spätestens bei den Premieren alles reibungslos funktioniert.

Nur noch knapp vier Wochen sind es, bis die Freilichtbühne ihre Türen zu einem Blick hinter die Kulissen öffnet. Bis dahin gibt es in allen Ressorts der Bühne noch viel zu tun. Neben den Bühnenbauern und den Näherinnen sind inzwischen auch verstärkt die Tontechniker im Einsatz. Nachdem diese in den vergangenen Monaten die technischen Anlagen gewartet hatten, stehen aktuell Arbeiten im Technikturm an.

Die ersten Übertragungsboxen werden in diesen Tagen aufgehängt, im Zuschauerdach werden Verkabelungen erneuert. „Für die neuen technischen Anforderungen sind die alten Leitungen nicht mehr optimal“, erklärt Patrick Bitter vom Techniker-Team. „Historische Überbleibsel“ nennt sie der langjährige Bühnentechniker, der aus seinem Hobby an der Bühne einen Beruf machte und inzwischen selbstständig ist.

Baumpatenschaft
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Kostümverleih

Unser Fundus ist samstags in der Zeit von 14:30-15:30 Uhr geöffnet (Schulferien ausgenommen)

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