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Michel in der Suppenschüssel – Zwei Michels und drei Idas

15. April 2017

Das Kinderstück an der Freilichtbühne in Reckenfeld ist in diesem Jahr die Geschichte von Michel in der Suppenschüssel. Dafür wird schon fleißig geprobt. Zwei Darsteller wechseln sich als Michel und gleich drei als Ida ab.

Astrid Lindgren schrieb Geschichten, die auch heute noch die Kinder begeistern. Eine dieser Geschichten ist die vom Michel aus Lönneberga. Der Bengel hat es faustdick hinter den Ohren. Die Geschichten von Michel zu lesen, ist eine Sache, diese Rolle zu spielen eine andere. Da sind sich Tim Möllers aus Nordwalde und Fabian Sterthaus aus Emsdetten einig.

Auf der Reckenfelder Freilichtbühne dürfen diese Beiden echte Lausebengel sein. „Das macht richtig Spaß“, strahlen die Beiden, die im Übrigen durch die Freilichtbühne, wo sie sich im vergangenen Jahr kennen lernten, gute Freunde im Alltag wurden. „Die Streiche, die wir auf der Bühne machen dürfen, sind echt cool. Wenn die Streiche echt wären, gäbe das ein richtiges Chaos“, gibt der zehnjährige Tim etwas von der Rolle preis. „Aber wenn ich „pfui Teufel“ sagen muss, klingt das altmodisch. So was sagt man heute gar nicht mehr“.

 

Viel Text lernen für die Hauptdarsteller

Der Text, den die Beiden auswendig lernen müssen, ist recht umfangreich und sitzt auch schon bei dem zweiten Michel ganz gut. Fabian Sterthaus spielte schon im vergangenen Jahr beim „kleinen Tag“ mit. Auch dort war Fabian mit Tim in den gleichen kleinen Rollen doppelt besetzt. Beide hatten da eher kleine Texte und jetzt die Hauptrolle. „Das ist spannend und richtig cool einmal eine Hauptrolle zu spielen“, strahlt Fabian. Sein Vater brachte ihn im vergangenen Jahr immer zu den Proben und wurde ebenfalls gleich als Schauspieler engagiert. Das freut den achtjährigen Fabian, der bei der Open-Air-Nacht der Musicals im vergangenen Jahr sogar als Sänger mit auf der Bühne stand. Die beiden Jungen sind recht selbstbewusst und vor allem mit viel Spaß in ihrer Rolle.

Drei Mädels spielen die Ida. Auch sie haben sich, wie die Jungs, beim Casting für eine Rolle beworben. „Ich habe mich für die Rolle der Ida interessiert und sie bekommen“, freut sich Annika Eßmeier. Die Rolle gefällt der Neunjährigen gut, da sie genau wie die Ida in dem Stück tierlieb ist. „Ich kann mich damit gut identifizieren“, erklärt sie.

Gespannt ist sie, genau wie Lotta Eilers (9), wie es sein wird, an der Fahnenstange hoch gezogen zu werden – einer von Michels bekanntesten Streichen. „Als ich mich beim Casting beworben habe, habe ich mich nicht auf die Rolle der Ida versteift. Deshalb freue ich mich besonders, dass ich meine Wunschrolle spielen darf.“ Die Texte, die Ida spricht, sind kurze Sätze. „Da muss ich aufpassen, dass ich nichts verpasse, sonst reden die anderen schon weiter“, ist ihre erste Erfahrung bei den Proben. Die Ida gibt es mit Elea Schipper (7) sogar mit drei Besetzungen. Papa Rüdiger macht Regie und „ich wollte auch gerne spielen. Mein Bruder Noah spielt eine Katze. Den Text übe ich mit meinen Eltern“, erklärt sie.

Es ist eben das Besondere an dem Verein Freilichtbühne, dass die ganze Familie eingebunden werden kann.

Quelle: WN.de

Gudrun und Erwin Maslanka – Aktiv ein Leben lang

29. März 2017

Gäbe es die beiden nicht – man müsste sie sich schnitzen. Gudrun und Erwin Maslanka investieren einen Großteil ihrer Freizeit für die Freilichtbühne. Zwei echte Reckenfelder Köpfe im Porträt.

Es gibt Menschen, die gehen voll und ganz in ihrem Hobby auf. Zu dieser Spezies gehören Erwin und Gudrun Maslanka, die ehrenamtlich fast ihre gesamte Freizeit, vor allem in der ersten Jahreshälfte für die Freilichtbühne im Einsatz sind. Die beiden werkeln im Hintergrund, doch das, was sie dort zustande bringen, ist auf der Bühne zu sehen. Während Erwin zum Kern des Bühnenbauteams zählt, ist seine Frau mit Schere, Nadel und Faden sowie tänzerisch unterwegs.

Die Liebe war es, die sie zur Bühne brachte. Als sie ihren Erwin 1980 kennen lernte, nahm der sie mit zur Bühne. „Er war dort den ganzen Sommer in Einsatz. Wenn ich in seiner Nähe sein wollte musste ich also auch meine Freizeit dort verbringen“, lacht Gudrun. Anfangs half sie in der Maske mit. Seit 1982 kümmert sie sich um die Kostüme, Bauernkomödien standen damals aus dem Spielplan. „Fehlte etwas, wurde das vom Stadttheater ausgeliehen.“

 

Gelernt hat sie das Nähen nie

„Immer aufgepasst wie es geht und selbst probiert“. So entwickelte sich unter ihrer Leitung im Laufe der Jahre eine Nähstube. Inzwischen sind es pro Jahr gut 20 Kostüme, die allein durch ihre Hände gehen. Viele weitere, die sie plant, entwirft, skizziert, kommen hinzu. Der Stoffeinkauf für ihre acht bis zehn fleißigen Näherinnen, ohne die es gar nicht geht, kommt dazu. Die großen Roben für die Musicalnächte näht sie alleine.

Als 1983/1984 orientalische Stücke auf dem Spielplan standen, gab es erstmalig Tanzeinlagen auf der Bühne. Unzählige Tänze hat Gudrun seitdem choreografiert, zum Beispiel „My fair Lady„. Die Liebe zum Tanzen verbindet das Ehepaar ebenfalls. So gründete Gudrun 1981 ein Männerballett, das insgesamt sieben Jahre erfolgreich in der Karnevalszeit unterwegs war. Ehe-mann Erwin war mit dabei. Jazzgymnastik, Jazzdance und Übungsleiterschein für den SCR, die Liste lässt sich bei Gudrun fortführen. Über Gudruns Einsatz als Jazzdancetrainerin in der Citytanzschule kamen die beiden, nachdem Erwin keinen Schichtdienst mehr hatte, zum Turniertanz. „Wir waren zwar nicht die Besten, aber die Lustigsten“ stapeln sie tief. „Wir entschieden uns für die Freilichtbühne“, erzählt Erwin. Er kam 1973 über einen Nachbarn zur Bühne und half dort anfangs bei der damals recht simplen Technik und dem Bühnenaufbau. 1975 stand er in „Urlaub in Stankt Grobian“ auf der Bühne und „ich wirkte damals in vier Stücken gleichzeitig mit“, erinnert er sich.

Erwin führte bei den ersten orientalischen und später bei einigen anderen Stücken Regie. „In drei aufeinander folgenden Jahren ging es auf der Bühne orientalisch zu. Das dazu passende Bühnenbild wurde von Jahr zu Jahr erweitert. Der sieben Meter hohe Turm war das Highlight dieser Kulisse“. Und immer wieder stand er zwischendurch selbst auf der Bühne, so in der Hauptrolle bei „Charlys Tante“ .

 

In Halle 27 der Freilichtbühne

In „Halle 27“, der Werkstatt der Bühne, verbringt Erwin Maslanka viel Zeit mit einem kleinen, harten Kern an Mitstreitern. Mit Holz arbeitete er immer gerne. „Nach einer Umschulung zum Tischler habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht, und jetzt als Rentner ist die Bühne noch mehr mein Hobby“.

Der Ideenreichtum des Ehepaares Maslanka wird auch kreativ im eigenen Haus umgesetzt. Da ist fast nichts von der Stange. Urlaub und Radtouren sind die kleinen Auszeiten von der Bühne.
Dass es heute eine Kinder- und eine Jugendgruppe gibt, ist ihm und Heidi Knieps zu verdanken. Was sie 1974 begannen, legte den Grundstein dafür, dass heute zahlreiche Kinder und Jugendliche an der Bühne aktiv sind.

Aktuell laufen die Proben für die Komödie „Zum Sterben schön“.

Linedance würde Gudrun gerne ab dem Herbst anbieten. „Wenn ich einen passenden Raum finde. Ich glaube das Interesse wäre da“.

Quelle: WN.de

Es tut sich etwas: Bühnenbau und Eingangsbereich der Freilichtbühne modernisiert

27. März 2017

Noch ist alles eine große Baustelle. Aber unsere Bühnenbauer lassen auf unserer Bühne gerade eine große Drehbühne entstehen.

Unser Bühnenbau lässt die verschiedenen Welten entstehen, die für das jeweilige Stück erforderlich sind. Jahr für Jahr lassen sie unsere Freilichtbühne in eine Großstadt, einen Feenwald oder sogar eine afrikanische Steppe verwandeln. Das Team um Erwin Maslanka besteht aus 5-6 festen Bühnenbauern und ein paar weiteren, die gelegentlich aushelfen.

Drei Drehbühnen …

Soetwas sucht man lange auf Freilichtbühnen: gleich drei Drehbühnen auf einmal wird es dieses Jahr geben. Mit einer Drehbühne lassen sich in Sekunden auch während eines Stückes die unterschiedlichsten Bühnenbilder zaubern. War man gerade eben noch in einer Arztpraxis, steht man wenige Augenblicke später vor einem Zirkuszelt. Sieht man in einer Szene noch das Wohnhaus der Familie Svensson aus „Michel in der Suppenschüssel“ – wird einmal gedreht und man sieht die Kulisse des Klohhäuschens.

Viel Arbeit in dieser Saison …

Unserem Bühnenbauteam steht in dieser Saison viel Arbeit bevor. Die Kulissen für drei unterschiedliche Stücke müssen zu Proben und Aufführungen stets pünktlich aufgebaut und nachher wieder abgebaut sein. Die Kulisse für „Tratsch im Treppenhaus“ unterscheidet sich z.B. deutlich von Michel-Kulisse. Da heißt es Akkubohrer ansetzen, Schrauben lösen und Kulissenwände austauschen. Jedoch: auf diesem Gebiet sind unsere Bühnenbauer Experten – Erwin und sein Team haben hier alles fest im Griff.

Wer ebenfalls Spaß am Bühnenbau hat, gerne mit Holz arbeitet, der ist gerne gesehen in der „Halle 27“ – so wie die Bühnenbauer ihre heiligen Hallen hinter der Freilichtbühne gerne nennen. Interessierte können sich gerne mit unserer Geschäftsstelle oder direkt mit Erwin Maslanka in Verbindung setzen. Unser Bühnenbau-Team trifft sich immer dienstags von 19:00 bis 22:00 Uhr und bei Bedarf auch samstags von 11:00 bis 18:00 Uhr.

Neugestaltung des Bühnenwäldchens

Nicht nur auf der Bühne ist unser Bühnenbauteam aktiv. Auch im Bühnenwäldchen sind sie aktiv und bauen Sitzbänke, Stehtische, Zäune.

Der Eingangsbereich wurde bereits für euch vergrößert. Wir freuen uns schon jetzt auf den Sommer.

Niklas Bieling zwischen Bühne und Wehr – Talent auf Bühne, Matte und am Rohr

15. Februar 2017

Junge Menschen haben viele Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten. Niklas Bieling aus Reckenfeld hat sich für F und F entschieden – Freilichtbühne und Feuerwehr. Der Freilichtbühne gehört er bereits seit dem Jahr 2000 an. Anfangs stand er als Statist bei Kinderstücken auf der Bühne. Über drei, vier Jahre hinweg gehörte er, gemeinsam mit seiner Schwester, einer kleinen bühneninternen Gruppe an, die in der Vorweihnachtszeit unterwegs war. Mit kurzen Theaterstücken begeisterte die Truppe Altentreffs und erfreute auf Weihnachtsfeiern. Dabei wurde Geld für einen „guten Zweck“ gesammelt.

Nachdem er in einer dieser Minitheaterstücke völlig überzeugend in die Rolle eines gestressten Geschäftsmannes schlüpfte, bekam er seine erste große Sprechrolle beim Sommertheater. „Ich durfte den Simba bei „König der Löwen“ spielen.“ Bereits da zeigte er mit ersten Gesangseinlagen, dass er nicht nur schauspielern, sondern auch singen kann. Ab da gab es immer mehr Sprech- und Gesangsrollen für den inzwischen 21-Jährigen. Wer „Schlager lügen nicht“ sah, erinnert sich sicherlich an den urkomischen Jürgen. Die Rolle des tollpatschigen Jugendlichen spielte er überzeugend.

Und ein Jahr darauf demonstrierte er seine Fähigkeiten in einer ganz anderen Rolle. Im Tanzmusical „Fame“ ist er ein Macho-Typ. „Die Rolle des Tyron war wirklich ein krasser Unterschied zu dem, was ich bisher darstellten durfte. Unterschiedliche Typen zu spielen, macht richtig Spaß“, erzählt Niklas.

 

2017 im Stück „Zum Sterben schön

Auch in diesem Jahr kann man ihn wieder auf der Bühne erleben. In der Theaterkomödie „Zum Sterben schön“ hat er eine Rolle übernommen. „Die dürfte vom Charakter wieder in Richtung schüchtern gehen“, verrät er. „Nebenbei“ spielt er seit 15 Jahren Badminton beim SCR und ist seit fast vier Jahren im Judoclub Greven aktiv. „Das mache ich in erster Line der Fitness wegen“.

Nun, fit sein muss er auf der Bühne, aber vor allem bei der freiwilligen Feuerwehr. Im Juni des vergangenen Jahres trat er dem Löschzug Reckenfeld bei. „Ich möchte später beruflich in diese Richtung gehen und schon mal schauen, ob dass das Richtige für mich ist.“ Bisher nimmt er nur an den Übungsabenden teil. Um an einem richtigen Einsatz teilnehmen zu können, muss er erst den Grundlehrgang absolvieren.

Hauptamtlich fährt er inzwischen für den DRK Krankentransporte, und im September beginnt er mit seiner Ausbildung zum Notfallsanitäter. Im September ist ja die Freilichtbühnensaison beendet, und Niklas wird sich dann in seine Ausbildung knien.

Quelle: WN.de

Die Freilichtbühne Greven-Reckenfeld auf der Messe Reise- und Freizeit am Flughafen Münster-Osnabrück

28. Januar 2017

An diesem Wochenende sind wir wie auch im letzten Jahr wieder auf der Reise- und Freizeitmesse am Flughafen Münster-Osnabrück vertreten. Samstag von 10-18 Uhr und am Sonntag von 11-18 Uhr stellen wir euch an unserem Stand das neue Sommerprogramm und unseren Verein vor.

Ganz besonders freuen wir uns aber auf das diesjährige Rahmenprogramm. Da geben wir natürlich auch unseren Senf dazu. Am Samstag könnt ihr um 12:00 und 16:30 Uhr und am Sonntag um 15:00 Uhr die schönsten Musical-Melodien von unseren Sängern auf der Bühne hören und sehen. Und das sogar kostenlos!

Alle wichtigen Informationen zur Messe findet ihr unter dem folgenden Link. Wir freuen uns auf euch!

 

Casting für Musiktheaterstück – Von Liebe, Drogen und Tod

24. Januar 2017

An der Freilichtbühne hat sich eine Gruppe zusammengetan, um das Musiktheaterstück „The circle of the dying – ein bedeutungsvolles Leben“ einzustudieren. Im Herbst soll es Premiere feiern. Allerdings sind noch nicht alle Rollen besetzt.

Ben, Gwendolyn, Lucy und Johanna werden gesucht – vielmehr Jugendliche oder junge Erwachsene, die gerne in deren Rollen schlüpfen möchten. An der Freilichtbühne hat sich eine Gruppe zusammengetan, um das Musiktheaterstück „The circle of the dying“ einzustudieren. Im Herbst soll es Premiere feiern. Allerdings sind noch nicht alle Rollen besetzt. Deshalb wird am 2. Februar (Donnerstag) um 18 Uhr im Spielerheim ein offenes Casting veranstaltet.

Nachwuchsdarstellern und jenen, die es werden wollen, bietet sich eine einmalige Gelegenheit. Denn die Jugendlichen der Freilichtbühne arbeiten dabei nicht mit einer Vorlage, sondern mit einem selbst verfassten Script. Es stammt aus der Feder von Tabea Niepel , die zusammen mit Leah Finke auch die Regie übernimmt. „Ich habe das Stück mit Hilfe von Freunden geschrieben“, erklärt sie.

„In den Erwachsenenstücken, die wir in diesem Sommer an der Freilichtbühne spielen („Tratsch im Treppenhaus“ und „Zum Sterben schön„) gibt es nur wenige Sprechrollen für Jugendliche“, erklärt Tabea Niepel. So kam die Idee auf, ein Stück speziell für dieses Alter zu inszenieren – von Jugendlichen für Jugendliche. So wie „14“, das vor knapp zwei Jahren im Spielerheim sowie am Gymnasium zu sehen war. „Das ist echt gut angekommen, und so etwas wollten wir gerne noch mal machen.“ Tabea Niepel wälzte also erstmal Textbücher. „Da war aber nicht das passende Thema dabei“, berichtet die 19-Jährige. „Also haben wir überlegt, unser eigenes Stück zu schreiben.“

Anna, ein 14-jähriges Mädchen, das an einer schweren Herzkrankheit leidet

In „The circle of the dying“ geht es um Anna, ein 14-jähriges Mädchen, das an einer schweren Herzkrankheit leidet. Die Chancen zu überleben, stehen sehr schlecht, und ihre Familie kommt nicht mit der Krankheit klar. Um Abstand zu gewinnen, stürzt sich Anna in die Nacht. Sie verliebt sich in Ben, einen Obdachlosen, der ihr eine ganz andere Seite des Lebens zeigt. Anna lernt auch seine Clique kennen, in der Drogen genommen werden. Und sie merkt nicht, dass jeder von Bens Freunden sein Geheimnis hat. „Letztlich geht es um die Frage: Sollte man im Leben nur das machen, was einem gefällt – oder nicht?“, informiert die Autorin.

Anna wird von Berta Kravcenko verkörpert. Ben hat aktuell noch kein Gesicht. Genau wie Gwendolyn, Annas frühere beste Freundin, oder Lucy, Annas ältere Schwester. Auch die Rolle der Johanna, die zu Bens Clique gehört, ist noch nicht besetzt. „Gwendolyn sollte etwa 14 Jahre alt sein“, informiert Tabea Niepel. „Es wäre aber auch nicht schlimm, wenn sie etwas jünger oder älter ist.“ Bens Alter kann sich zwischen 14 und 23 Jahren bewegen. Lucy sollte mindestens 15 und höchstens 23 Jahre alt sein. „Bei Johanna sind wir total offen“, sagt die Regisseurin, die auch noch Statisten sucht.

Wer sich für eine der Sprechrollen vorstellen möchte, braucht keinen Text vorzubereiten. Wer sich als Ben oder Johanna bewirbt, sollte jedoch einen Teil eines Liedes vorbereiten. In das Stück sind nämlich diverse Songs aus dem Pop- und Rockbereich eingebaut wie „The sound of silence“ von Simon & Garfunkel oder „Kein Alkohol ist auch keine Lösung“ von den Toten Hosen.

 

Bei Interesse kontaktieren Sie unsere Geschäftsstelle (Telefon 02575-1566).

Interview mit Choreographin und Kostümschneiderin Gudrun Maslanka

4. Juli 2016

Gudrun Maslanka ist neben ihrem Mann eine der ganz wichtigen Menschen auf unserer Freilichtbühne, die meist im Hintergrund wirkt – dafür dort umso wichtiger ist!

Gudrun, seit wann bist du schon Mitglied an der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld und in welchen Bereichen warst du bisher schon aktiv?

Gudrun Maslanka: Ich bin seit 1980 Mitglied und zur Zeit sind die Näherei und Choreographie meine Aufgabenbereiche. Aber ich stand auch selbst schon auf der Bühne. Zuletzt habe ich 1999 in My Fair Lady mitgespielt und bin 2006 in Elixier für eine Vorstellung eingesprungen.

Für die Open-Air Nacht der Musicals hast du das Kostümbild geschaffen und bist zusätzlich noch für die Choreographien verantwortlich. Was ist die größere Herausforderung für dich?

Gudrun Maslanka: Die Frage ist schwer zu beantwortet, weil beide Bereiche so verschieden sind. Zeitintensiver ist auf jeden Fall das Schneidern und Nähen der Kostüme. Da bekomme ich aber viel Unterstützung durch mein Team.

Wie viele verschiedene Kostüme werden bei der diesjährigen Open-Air Nacht der Musicals auf der Bühne zu sehen sein.

Gudrun Maslanka: Es sind genau 134 verschiedene Kostüme. Pro Darsteller sind das zwischen sieben und dreizehn.

Das ist eine Menge. Was ist das aufwendigste dieser Kostüme? Was hat den Aufwand ausgemacht?

Gudrun Maslanka: Das Kostüm des Pharaos aus dem Musical Joseph war sehr aufwändig zu nähen, weil es sich aus vielen Teilen zusammensetzt und viele Details besitzt, die einzeln aufgenäht wurden. Die Herstellung hat 20 Stunden gedauert und es wird nur 2 Minuten auf der Bühne zu sehen sein.

Nun zur Choreographie, wie bringt man den unterschiedlichen Menschen die Choreographien bei? Denn es ist ja nicht jeder ein Naturtalent.

Gudrun Maslanka: Wichtig ist, dass man die Choreographien an die Fähigkeiten der Leute anpasst und sehr viel Geduld mitbringt. Dann funktionieren auch aufwändigere Tänze mit einer großen Gruppe. Wir sind auch bereits vor Monaten angefangen, damit sich die Routine entwickeln kann.

Dein Mann Erwin Maslanka ist ebenfalls bei der Open-Air Nacht der Musicals engagiert. Was trägt er zu dieser Inszenierung bei?

Gudrun Maslanka: Er ist für den Bau der größere Bühnenrequisiten verantwortlich. Beispielsweise wurde ein Thron gebaut und eine Gruft für den Song aus Tanz der Vampire. Auch er bekommt von seinem Team sehr viel Unterstützung.

Wir danken Dir für das Interview und noch viel mehr für Euer ehrenamtliches Engagement an der Freilichtbühne. Toi toi toi für die beiden Vorstellungen der Open-Air Nacht der Musicals.

Bühnenbauer sind bereits seit Jahresbeginn mit dem Kulissenbau beschäftigt – Alte Hasen und ein „Lehrling“

19. Mai 2016

Das Team gestaltet mit viel Liebe zum Detail Kulissen, die zu den Stücken passen. Seien es bizarre Kulissenteile, große Showtreppen, geheimnisvolle Landschaften oder ein gemütliches Dorf. Alles, was für ein perfektes Bühnenbild gebraucht wird, wird auch gebaut.

So wie das Haus, das in diesem Jahr auf der rechten Seite der Bühne zu sehen ist und dessen Fassade sehr authentisch wirkt. „Dieses Mal wurden die Dachpfannen nicht aufgemalt, sondern das Haus wurde mit Dachpfannenblech versehen“, erzählt Matthias Grohe. Das Kindermusical „Der kleine Tag“ spielt in einer Innenstadt – also muss die Bühne entsprechend gestaltet werden.

Man stelle sich vor: eine Bühne, auf der es keine Kulissen gibt. Wie würde dort eine Aufführung wirken? Recht fad, selbst wenn die Schauspieler ihr Besten geben. Damit ein Theaterstück zu einer richtig runden Sache wird, gibt es Bühnenbauer – und zwar nicht nur auf den großen Theaterbühnen dieser Welt, sondern auch auf der Freilichtbühne in Reckenfeld. Seit Jahren beweist das Bühnenbauteam, was in ihm steckt.

Eine Besonderheit wird sein, dass bei jeder Aufführung ein Haus abgerissen werden muss. Wie regelt man denn so etwas? Nun, da muss jedes Mal vorher ein Haus aus Styropor aufgebaut werden. Wie der Abriss dann konkret vor sich geht, das wird an dieser Stele natürlich nicht verraten.

 

Die Bühnenbauer mussten sich im Vorfeld viele Gedanken machen, damit beide Stücke mit dem geringst möglichen Aufwand vom Kinderstück zu „Toast Hawaii“ umgebaut werden können. Die drehbare Bühne ist dabei natürlich sehr hilfreich. So ist auch die Showbühne aus dem vergangenen Jahr mit kleinen Veränderungen erhalten geblieben. Sie wird für das Musikstück „Toast Hawaii“ auch wieder benötigt, beim „Kleinen Tag“ wird sie dann zum Schulgebäude.

Seit Anfang des Jahres steht das Bühnenbauteam in „Halle 27“ und sägt, schraubt und nagelt. „Unser größtes Problem ist die Zeit“, erklärt der langjährige Bühnenbauer Erwin Maslanka . „Vor dem Jahreswechsel können wir gar nichts in Angriff nehmen. Wir müssen immer warten, bis uns die Regisseure der Stücke nennen und sagen, wie sie die Bühne gestaltet haben wollen. Auch die vielen Spielstätten, die in diesem Jahr auf der Bühne geschaffen werden müssen, sind eine Herausforderung.“ Und da es zwei gänzlich unterschiedliche Produktionen geben wird, muss man sich eben irgendwie einigen.

 

In der regulären Bühnenbauzeit sind die handwerklich versierten Männer zehn bis zwölf Stunden in der Woche vor Ort. Die Stammmannschaft besteht aus Erwin und Jochen Maslanka, Andreas Finke, Matthias Grohe , Thomas Gänßler und Christiane Meinecke. „Plus Lehrling“, so die nett gemeinte Anspielung des Teams auf den knapp 14-Jährigen Simon Rolink, der in diesem Jahr beim Bühnenbau mit eingestiegen ist, und der bereits intensiv mitarbeitet.

Auch wenn die Bühnenbauer nebenberuflich wirklich Beachtliches leisten und durchaus gefordert werden, so haben sie auch Spaß an ihrer Arbeit. „Ohne Spaß miteinander würde das gar nicht gehen“, fasst einer der Bühnenbauer die Motivation zusammen.

In der Endphase der Bauarbeiten stoßen sporadisch weitere Helfer sowie einige Frauen dazu, die die Kulissen mit Farbe versehen und sie mit weiteren optischen Elementen gestalten.

 

Ein Hobby, das viel Fantasie und Kreativität erfordert, aber auch Freude macht. „Sonst wären wir nicht dabei“, sind sich die Bühnenbauer einig. Trotz allen Termindrucks sitzt hin und wieder auch mal ein kleines Päuschen drin. Gerne nutzt man die, um gemeinsam mit den Damen der Nähstube ein Pläuschchen zu halten. Der Lohn für die Mühe ist, wie auch bei den Schauspielern und allen anderen Helfern, der Applaus des Publikums.

Gelegenheit, sich das Ergebnis anzusehen, gibt es unter anderem bei der Premiere des Kinderstückes „Der kleine Tag“ am Sonntag, 22. Mai, um 16 Uhr. Weitere Termine des Sommers und Kartenvorverkauf auf: www.reckenfeld-freilichtbuehne.de.

Weitere Infos unter: „Bühnenbau

Quelle: WN.de

 

Michel in der Suppenschüssel – Zwei Michels und drei Idas

15. April 2017

Das Kinderstück an der Freilichtbühne in Reckenfeld ist in diesem Jahr die Geschichte von Michel in der Suppenschüssel. Dafür wird schon fleißig geprobt. Zwei Darsteller wechseln sich als Michel und gleich drei als Ida ab.

Astrid Lindgren schrieb Geschichten, die auch heute noch die Kinder begeistern. Eine dieser Geschichten ist die vom Michel aus Lönneberga. Der Bengel hat es faustdick hinter den Ohren. Die Geschichten von Michel zu lesen, ist eine Sache, diese Rolle zu spielen eine andere. Da sind sich Tim Möllers aus Nordwalde und Fabian Sterthaus aus Emsdetten einig.

Auf der Reckenfelder Freilichtbühne dürfen diese Beiden echte Lausebengel sein. „Das macht richtig Spaß“, strahlen die Beiden, die im Übrigen durch die Freilichtbühne, wo sie sich im vergangenen Jahr kennen lernten, gute Freunde im Alltag wurden. „Die Streiche, die wir auf der Bühne machen dürfen, sind echt cool. Wenn die Streiche echt wären, gäbe das ein richtiges Chaos“, gibt der zehnjährige Tim etwas von der Rolle preis. „Aber wenn ich „pfui Teufel“ sagen muss, klingt das altmodisch. So was sagt man heute gar nicht mehr“.

 

Viel Text lernen für die Hauptdarsteller

Der Text, den die Beiden auswendig lernen müssen, ist recht umfangreich und sitzt auch schon bei dem zweiten Michel ganz gut. Fabian Sterthaus spielte schon im vergangenen Jahr beim „kleinen Tag“ mit. Auch dort war Fabian mit Tim in den gleichen kleinen Rollen doppelt besetzt. Beide hatten da eher kleine Texte und jetzt die Hauptrolle. „Das ist spannend und richtig cool einmal eine Hauptrolle zu spielen“, strahlt Fabian. Sein Vater brachte ihn im vergangenen Jahr immer zu den Proben und wurde ebenfalls gleich als Schauspieler engagiert. Das freut den achtjährigen Fabian, der bei der Open-Air-Nacht der Musicals im vergangenen Jahr sogar als Sänger mit auf der Bühne stand. Die beiden Jungen sind recht selbstbewusst und vor allem mit viel Spaß in ihrer Rolle.

Drei Mädels spielen die Ida. Auch sie haben sich, wie die Jungs, beim Casting für eine Rolle beworben. „Ich habe mich für die Rolle der Ida interessiert und sie bekommen“, freut sich Annika Eßmeier. Die Rolle gefällt der Neunjährigen gut, da sie genau wie die Ida in dem Stück tierlieb ist. „Ich kann mich damit gut identifizieren“, erklärt sie.

Gespannt ist sie, genau wie Lotta Eilers (9), wie es sein wird, an der Fahnenstange hoch gezogen zu werden – einer von Michels bekanntesten Streichen. „Als ich mich beim Casting beworben habe, habe ich mich nicht auf die Rolle der Ida versteift. Deshalb freue ich mich besonders, dass ich meine Wunschrolle spielen darf.“ Die Texte, die Ida spricht, sind kurze Sätze. „Da muss ich aufpassen, dass ich nichts verpasse, sonst reden die anderen schon weiter“, ist ihre erste Erfahrung bei den Proben. Die Ida gibt es mit Elea Schipper (7) sogar mit drei Besetzungen. Papa Rüdiger macht Regie und „ich wollte auch gerne spielen. Mein Bruder Noah spielt eine Katze. Den Text übe ich mit meinen Eltern“, erklärt sie.

Es ist eben das Besondere an dem Verein Freilichtbühne, dass die ganze Familie eingebunden werden kann.

Quelle: WN.de

Gudrun und Erwin Maslanka – Aktiv ein Leben lang

29. März 2017

Gäbe es die beiden nicht – man müsste sie sich schnitzen. Gudrun und Erwin Maslanka investieren einen Großteil ihrer Freizeit für die Freilichtbühne. Zwei echte Reckenfelder Köpfe im Porträt.

Es gibt Menschen, die gehen voll und ganz in ihrem Hobby auf. Zu dieser Spezies gehören Erwin und Gudrun Maslanka, die ehrenamtlich fast ihre gesamte Freizeit, vor allem in der ersten Jahreshälfte für die Freilichtbühne im Einsatz sind. Die beiden werkeln im Hintergrund, doch das, was sie dort zustande bringen, ist auf der Bühne zu sehen. Während Erwin zum Kern des Bühnenbauteams zählt, ist seine Frau mit Schere, Nadel und Faden sowie tänzerisch unterwegs.

Die Liebe war es, die sie zur Bühne brachte. Als sie ihren Erwin 1980 kennen lernte, nahm der sie mit zur Bühne. „Er war dort den ganzen Sommer in Einsatz. Wenn ich in seiner Nähe sein wollte musste ich also auch meine Freizeit dort verbringen“, lacht Gudrun. Anfangs half sie in der Maske mit. Seit 1982 kümmert sie sich um die Kostüme, Bauernkomödien standen damals aus dem Spielplan. „Fehlte etwas, wurde das vom Stadttheater ausgeliehen.“

 

Gelernt hat sie das Nähen nie

„Immer aufgepasst wie es geht und selbst probiert“. So entwickelte sich unter ihrer Leitung im Laufe der Jahre eine Nähstube. Inzwischen sind es pro Jahr gut 20 Kostüme, die allein durch ihre Hände gehen. Viele weitere, die sie plant, entwirft, skizziert, kommen hinzu. Der Stoffeinkauf für ihre acht bis zehn fleißigen Näherinnen, ohne die es gar nicht geht, kommt dazu. Die großen Roben für die Musicalnächte näht sie alleine.

Als 1983/1984 orientalische Stücke auf dem Spielplan standen, gab es erstmalig Tanzeinlagen auf der Bühne. Unzählige Tänze hat Gudrun seitdem choreografiert, zum Beispiel „My fair Lady„. Die Liebe zum Tanzen verbindet das Ehepaar ebenfalls. So gründete Gudrun 1981 ein Männerballett, das insgesamt sieben Jahre erfolgreich in der Karnevalszeit unterwegs war. Ehe-mann Erwin war mit dabei. Jazzgymnastik, Jazzdance und Übungsleiterschein für den SCR, die Liste lässt sich bei Gudrun fortführen. Über Gudruns Einsatz als Jazzdancetrainerin in der Citytanzschule kamen die beiden, nachdem Erwin keinen Schichtdienst mehr hatte, zum Turniertanz. „Wir waren zwar nicht die Besten, aber die Lustigsten“ stapeln sie tief. „Wir entschieden uns für die Freilichtbühne“, erzählt Erwin. Er kam 1973 über einen Nachbarn zur Bühne und half dort anfangs bei der damals recht simplen Technik und dem Bühnenaufbau. 1975 stand er in „Urlaub in Stankt Grobian“ auf der Bühne und „ich wirkte damals in vier Stücken gleichzeitig mit“, erinnert er sich.

Erwin führte bei den ersten orientalischen und später bei einigen anderen Stücken Regie. „In drei aufeinander folgenden Jahren ging es auf der Bühne orientalisch zu. Das dazu passende Bühnenbild wurde von Jahr zu Jahr erweitert. Der sieben Meter hohe Turm war das Highlight dieser Kulisse“. Und immer wieder stand er zwischendurch selbst auf der Bühne, so in der Hauptrolle bei „Charlys Tante“ .

 

In Halle 27 der Freilichtbühne

In „Halle 27“, der Werkstatt der Bühne, verbringt Erwin Maslanka viel Zeit mit einem kleinen, harten Kern an Mitstreitern. Mit Holz arbeitete er immer gerne. „Nach einer Umschulung zum Tischler habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht, und jetzt als Rentner ist die Bühne noch mehr mein Hobby“.

Der Ideenreichtum des Ehepaares Maslanka wird auch kreativ im eigenen Haus umgesetzt. Da ist fast nichts von der Stange. Urlaub und Radtouren sind die kleinen Auszeiten von der Bühne.
Dass es heute eine Kinder- und eine Jugendgruppe gibt, ist ihm und Heidi Knieps zu verdanken. Was sie 1974 begannen, legte den Grundstein dafür, dass heute zahlreiche Kinder und Jugendliche an der Bühne aktiv sind.

Aktuell laufen die Proben für die Komödie „Zum Sterben schön“.

Linedance würde Gudrun gerne ab dem Herbst anbieten. „Wenn ich einen passenden Raum finde. Ich glaube das Interesse wäre da“.

Quelle: WN.de

Es tut sich etwas: Bühnenbau und Eingangsbereich der Freilichtbühne modernisiert

27. März 2017

Noch ist alles eine große Baustelle. Aber unsere Bühnenbauer lassen auf unserer Bühne gerade eine große Drehbühne entstehen.

Unser Bühnenbau lässt die verschiedenen Welten entstehen, die für das jeweilige Stück erforderlich sind. Jahr für Jahr lassen sie unsere Freilichtbühne in eine Großstadt, einen Feenwald oder sogar eine afrikanische Steppe verwandeln. Das Team um Erwin Maslanka besteht aus 5-6 festen Bühnenbauern und ein paar weiteren, die gelegentlich aushelfen.

Drei Drehbühnen …

Soetwas sucht man lange auf Freilichtbühnen: gleich drei Drehbühnen auf einmal wird es dieses Jahr geben. Mit einer Drehbühne lassen sich in Sekunden auch während eines Stückes die unterschiedlichsten Bühnenbilder zaubern. War man gerade eben noch in einer Arztpraxis, steht man wenige Augenblicke später vor einem Zirkuszelt. Sieht man in einer Szene noch das Wohnhaus der Familie Svensson aus „Michel in der Suppenschüssel“ – wird einmal gedreht und man sieht die Kulisse des Klohhäuschens.

Viel Arbeit in dieser Saison …

Unserem Bühnenbauteam steht in dieser Saison viel Arbeit bevor. Die Kulissen für drei unterschiedliche Stücke müssen zu Proben und Aufführungen stets pünktlich aufgebaut und nachher wieder abgebaut sein. Die Kulisse für „Tratsch im Treppenhaus“ unterscheidet sich z.B. deutlich von Michel-Kulisse. Da heißt es Akkubohrer ansetzen, Schrauben lösen und Kulissenwände austauschen. Jedoch: auf diesem Gebiet sind unsere Bühnenbauer Experten – Erwin und sein Team haben hier alles fest im Griff.

Wer ebenfalls Spaß am Bühnenbau hat, gerne mit Holz arbeitet, der ist gerne gesehen in der „Halle 27“ – so wie die Bühnenbauer ihre heiligen Hallen hinter der Freilichtbühne gerne nennen. Interessierte können sich gerne mit unserer Geschäftsstelle oder direkt mit Erwin Maslanka in Verbindung setzen. Unser Bühnenbau-Team trifft sich immer dienstags von 19:00 bis 22:00 Uhr und bei Bedarf auch samstags von 11:00 bis 18:00 Uhr.

Neugestaltung des Bühnenwäldchens

Nicht nur auf der Bühne ist unser Bühnenbauteam aktiv. Auch im Bühnenwäldchen sind sie aktiv und bauen Sitzbänke, Stehtische, Zäune.

Der Eingangsbereich wurde bereits für euch vergrößert. Wir freuen uns schon jetzt auf den Sommer.

Niklas Bieling zwischen Bühne und Wehr – Talent auf Bühne, Matte und am Rohr

15. Februar 2017

Junge Menschen haben viele Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten. Niklas Bieling aus Reckenfeld hat sich für F und F entschieden – Freilichtbühne und Feuerwehr. Der Freilichtbühne gehört er bereits seit dem Jahr 2000 an. Anfangs stand er als Statist bei Kinderstücken auf der Bühne. Über drei, vier Jahre hinweg gehörte er, gemeinsam mit seiner Schwester, einer kleinen bühneninternen Gruppe an, die in der Vorweihnachtszeit unterwegs war. Mit kurzen Theaterstücken begeisterte die Truppe Altentreffs und erfreute auf Weihnachtsfeiern. Dabei wurde Geld für einen „guten Zweck“ gesammelt.

Nachdem er in einer dieser Minitheaterstücke völlig überzeugend in die Rolle eines gestressten Geschäftsmannes schlüpfte, bekam er seine erste große Sprechrolle beim Sommertheater. „Ich durfte den Simba bei „König der Löwen“ spielen.“ Bereits da zeigte er mit ersten Gesangseinlagen, dass er nicht nur schauspielern, sondern auch singen kann. Ab da gab es immer mehr Sprech- und Gesangsrollen für den inzwischen 21-Jährigen. Wer „Schlager lügen nicht“ sah, erinnert sich sicherlich an den urkomischen Jürgen. Die Rolle des tollpatschigen Jugendlichen spielte er überzeugend.

Und ein Jahr darauf demonstrierte er seine Fähigkeiten in einer ganz anderen Rolle. Im Tanzmusical „Fame“ ist er ein Macho-Typ. „Die Rolle des Tyron war wirklich ein krasser Unterschied zu dem, was ich bisher darstellten durfte. Unterschiedliche Typen zu spielen, macht richtig Spaß“, erzählt Niklas.

 

2017 im Stück „Zum Sterben schön

Auch in diesem Jahr kann man ihn wieder auf der Bühne erleben. In der Theaterkomödie „Zum Sterben schön“ hat er eine Rolle übernommen. „Die dürfte vom Charakter wieder in Richtung schüchtern gehen“, verrät er. „Nebenbei“ spielt er seit 15 Jahren Badminton beim SCR und ist seit fast vier Jahren im Judoclub Greven aktiv. „Das mache ich in erster Line der Fitness wegen“.

Nun, fit sein muss er auf der Bühne, aber vor allem bei der freiwilligen Feuerwehr. Im Juni des vergangenen Jahres trat er dem Löschzug Reckenfeld bei. „Ich möchte später beruflich in diese Richtung gehen und schon mal schauen, ob dass das Richtige für mich ist.“ Bisher nimmt er nur an den Übungsabenden teil. Um an einem richtigen Einsatz teilnehmen zu können, muss er erst den Grundlehrgang absolvieren.

Hauptamtlich fährt er inzwischen für den DRK Krankentransporte, und im September beginnt er mit seiner Ausbildung zum Notfallsanitäter. Im September ist ja die Freilichtbühnensaison beendet, und Niklas wird sich dann in seine Ausbildung knien.

Quelle: WN.de

Die Freilichtbühne Greven-Reckenfeld auf der Messe Reise- und Freizeit am Flughafen Münster-Osnabrück

28. Januar 2017

An diesem Wochenende sind wir wie auch im letzten Jahr wieder auf der Reise- und Freizeitmesse am Flughafen Münster-Osnabrück vertreten. Samstag von 10-18 Uhr und am Sonntag von 11-18 Uhr stellen wir euch an unserem Stand das neue Sommerprogramm und unseren Verein vor.

Ganz besonders freuen wir uns aber auf das diesjährige Rahmenprogramm. Da geben wir natürlich auch unseren Senf dazu. Am Samstag könnt ihr um 12:00 und 16:30 Uhr und am Sonntag um 15:00 Uhr die schönsten Musical-Melodien von unseren Sängern auf der Bühne hören und sehen. Und das sogar kostenlos!

Alle wichtigen Informationen zur Messe findet ihr unter dem folgenden Link. Wir freuen uns auf euch!

 

Casting für Musiktheaterstück – Von Liebe, Drogen und Tod

24. Januar 2017

An der Freilichtbühne hat sich eine Gruppe zusammengetan, um das Musiktheaterstück „The circle of the dying – ein bedeutungsvolles Leben“ einzustudieren. Im Herbst soll es Premiere feiern. Allerdings sind noch nicht alle Rollen besetzt.

Ben, Gwendolyn, Lucy und Johanna werden gesucht – vielmehr Jugendliche oder junge Erwachsene, die gerne in deren Rollen schlüpfen möchten. An der Freilichtbühne hat sich eine Gruppe zusammengetan, um das Musiktheaterstück „The circle of the dying“ einzustudieren. Im Herbst soll es Premiere feiern. Allerdings sind noch nicht alle Rollen besetzt. Deshalb wird am 2. Februar (Donnerstag) um 18 Uhr im Spielerheim ein offenes Casting veranstaltet.

Nachwuchsdarstellern und jenen, die es werden wollen, bietet sich eine einmalige Gelegenheit. Denn die Jugendlichen der Freilichtbühne arbeiten dabei nicht mit einer Vorlage, sondern mit einem selbst verfassten Script. Es stammt aus der Feder von Tabea Niepel , die zusammen mit Leah Finke auch die Regie übernimmt. „Ich habe das Stück mit Hilfe von Freunden geschrieben“, erklärt sie.

„In den Erwachsenenstücken, die wir in diesem Sommer an der Freilichtbühne spielen („Tratsch im Treppenhaus“ und „Zum Sterben schön„) gibt es nur wenige Sprechrollen für Jugendliche“, erklärt Tabea Niepel. So kam die Idee auf, ein Stück speziell für dieses Alter zu inszenieren – von Jugendlichen für Jugendliche. So wie „14“, das vor knapp zwei Jahren im Spielerheim sowie am Gymnasium zu sehen war. „Das ist echt gut angekommen, und so etwas wollten wir gerne noch mal machen.“ Tabea Niepel wälzte also erstmal Textbücher. „Da war aber nicht das passende Thema dabei“, berichtet die 19-Jährige. „Also haben wir überlegt, unser eigenes Stück zu schreiben.“

Anna, ein 14-jähriges Mädchen, das an einer schweren Herzkrankheit leidet

In „The circle of the dying“ geht es um Anna, ein 14-jähriges Mädchen, das an einer schweren Herzkrankheit leidet. Die Chancen zu überleben, stehen sehr schlecht, und ihre Familie kommt nicht mit der Krankheit klar. Um Abstand zu gewinnen, stürzt sich Anna in die Nacht. Sie verliebt sich in Ben, einen Obdachlosen, der ihr eine ganz andere Seite des Lebens zeigt. Anna lernt auch seine Clique kennen, in der Drogen genommen werden. Und sie merkt nicht, dass jeder von Bens Freunden sein Geheimnis hat. „Letztlich geht es um die Frage: Sollte man im Leben nur das machen, was einem gefällt – oder nicht?“, informiert die Autorin.

Anna wird von Berta Kravcenko verkörpert. Ben hat aktuell noch kein Gesicht. Genau wie Gwendolyn, Annas frühere beste Freundin, oder Lucy, Annas ältere Schwester. Auch die Rolle der Johanna, die zu Bens Clique gehört, ist noch nicht besetzt. „Gwendolyn sollte etwa 14 Jahre alt sein“, informiert Tabea Niepel. „Es wäre aber auch nicht schlimm, wenn sie etwas jünger oder älter ist.“ Bens Alter kann sich zwischen 14 und 23 Jahren bewegen. Lucy sollte mindestens 15 und höchstens 23 Jahre alt sein. „Bei Johanna sind wir total offen“, sagt die Regisseurin, die auch noch Statisten sucht.

Wer sich für eine der Sprechrollen vorstellen möchte, braucht keinen Text vorzubereiten. Wer sich als Ben oder Johanna bewirbt, sollte jedoch einen Teil eines Liedes vorbereiten. In das Stück sind nämlich diverse Songs aus dem Pop- und Rockbereich eingebaut wie „The sound of silence“ von Simon & Garfunkel oder „Kein Alkohol ist auch keine Lösung“ von den Toten Hosen.

 

Bei Interesse kontaktieren Sie unsere Geschäftsstelle (Telefon 02575-1566).

Interview mit Choreographin und Kostümschneiderin Gudrun Maslanka

4. Juli 2016

Gudrun Maslanka ist neben ihrem Mann eine der ganz wichtigen Menschen auf unserer Freilichtbühne, die meist im Hintergrund wirkt – dafür dort umso wichtiger ist!

Gudrun, seit wann bist du schon Mitglied an der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld und in welchen Bereichen warst du bisher schon aktiv?

Gudrun Maslanka: Ich bin seit 1980 Mitglied und zur Zeit sind die Näherei und Choreographie meine Aufgabenbereiche. Aber ich stand auch selbst schon auf der Bühne. Zuletzt habe ich 1999 in My Fair Lady mitgespielt und bin 2006 in Elixier für eine Vorstellung eingesprungen.

Für die Open-Air Nacht der Musicals hast du das Kostümbild geschaffen und bist zusätzlich noch für die Choreographien verantwortlich. Was ist die größere Herausforderung für dich?

Gudrun Maslanka: Die Frage ist schwer zu beantwortet, weil beide Bereiche so verschieden sind. Zeitintensiver ist auf jeden Fall das Schneidern und Nähen der Kostüme. Da bekomme ich aber viel Unterstützung durch mein Team.

Wie viele verschiedene Kostüme werden bei der diesjährigen Open-Air Nacht der Musicals auf der Bühne zu sehen sein.

Gudrun Maslanka: Es sind genau 134 verschiedene Kostüme. Pro Darsteller sind das zwischen sieben und dreizehn.

Das ist eine Menge. Was ist das aufwendigste dieser Kostüme? Was hat den Aufwand ausgemacht?

Gudrun Maslanka: Das Kostüm des Pharaos aus dem Musical Joseph war sehr aufwändig zu nähen, weil es sich aus vielen Teilen zusammensetzt und viele Details besitzt, die einzeln aufgenäht wurden. Die Herstellung hat 20 Stunden gedauert und es wird nur 2 Minuten auf der Bühne zu sehen sein.

Nun zur Choreographie, wie bringt man den unterschiedlichen Menschen die Choreographien bei? Denn es ist ja nicht jeder ein Naturtalent.

Gudrun Maslanka: Wichtig ist, dass man die Choreographien an die Fähigkeiten der Leute anpasst und sehr viel Geduld mitbringt. Dann funktionieren auch aufwändigere Tänze mit einer großen Gruppe. Wir sind auch bereits vor Monaten angefangen, damit sich die Routine entwickeln kann.

Dein Mann Erwin Maslanka ist ebenfalls bei der Open-Air Nacht der Musicals engagiert. Was trägt er zu dieser Inszenierung bei?

Gudrun Maslanka: Er ist für den Bau der größere Bühnenrequisiten verantwortlich. Beispielsweise wurde ein Thron gebaut und eine Gruft für den Song aus Tanz der Vampire. Auch er bekommt von seinem Team sehr viel Unterstützung.

Wir danken Dir für das Interview und noch viel mehr für Euer ehrenamtliches Engagement an der Freilichtbühne. Toi toi toi für die beiden Vorstellungen der Open-Air Nacht der Musicals.

Bühnenbauer sind bereits seit Jahresbeginn mit dem Kulissenbau beschäftigt – Alte Hasen und ein „Lehrling“

19. Mai 2016

Das Team gestaltet mit viel Liebe zum Detail Kulissen, die zu den Stücken passen. Seien es bizarre Kulissenteile, große Showtreppen, geheimnisvolle Landschaften oder ein gemütliches Dorf. Alles, was für ein perfektes Bühnenbild gebraucht wird, wird auch gebaut.

So wie das Haus, das in diesem Jahr auf der rechten Seite der Bühne zu sehen ist und dessen Fassade sehr authentisch wirkt. „Dieses Mal wurden die Dachpfannen nicht aufgemalt, sondern das Haus wurde mit Dachpfannenblech versehen“, erzählt Matthias Grohe. Das Kindermusical „Der kleine Tag“ spielt in einer Innenstadt – also muss die Bühne entsprechend gestaltet werden.

Man stelle sich vor: eine Bühne, auf der es keine Kulissen gibt. Wie würde dort eine Aufführung wirken? Recht fad, selbst wenn die Schauspieler ihr Besten geben. Damit ein Theaterstück zu einer richtig runden Sache wird, gibt es Bühnenbauer – und zwar nicht nur auf den großen Theaterbühnen dieser Welt, sondern auch auf der Freilichtbühne in Reckenfeld. Seit Jahren beweist das Bühnenbauteam, was in ihm steckt.

Eine Besonderheit wird sein, dass bei jeder Aufführung ein Haus abgerissen werden muss. Wie regelt man denn so etwas? Nun, da muss jedes Mal vorher ein Haus aus Styropor aufgebaut werden. Wie der Abriss dann konkret vor sich geht, das wird an dieser Stele natürlich nicht verraten.

 

Die Bühnenbauer mussten sich im Vorfeld viele Gedanken machen, damit beide Stücke mit dem geringst möglichen Aufwand vom Kinderstück zu „Toast Hawaii“ umgebaut werden können. Die drehbare Bühne ist dabei natürlich sehr hilfreich. So ist auch die Showbühne aus dem vergangenen Jahr mit kleinen Veränderungen erhalten geblieben. Sie wird für das Musikstück „Toast Hawaii“ auch wieder benötigt, beim „Kleinen Tag“ wird sie dann zum Schulgebäude.

Seit Anfang des Jahres steht das Bühnenbauteam in „Halle 27“ und sägt, schraubt und nagelt. „Unser größtes Problem ist die Zeit“, erklärt der langjährige Bühnenbauer Erwin Maslanka . „Vor dem Jahreswechsel können wir gar nichts in Angriff nehmen. Wir müssen immer warten, bis uns die Regisseure der Stücke nennen und sagen, wie sie die Bühne gestaltet haben wollen. Auch die vielen Spielstätten, die in diesem Jahr auf der Bühne geschaffen werden müssen, sind eine Herausforderung.“ Und da es zwei gänzlich unterschiedliche Produktionen geben wird, muss man sich eben irgendwie einigen.

 

In der regulären Bühnenbauzeit sind die handwerklich versierten Männer zehn bis zwölf Stunden in der Woche vor Ort. Die Stammmannschaft besteht aus Erwin und Jochen Maslanka, Andreas Finke, Matthias Grohe , Thomas Gänßler und Christiane Meinecke. „Plus Lehrling“, so die nett gemeinte Anspielung des Teams auf den knapp 14-Jährigen Simon Rolink, der in diesem Jahr beim Bühnenbau mit eingestiegen ist, und der bereits intensiv mitarbeitet.

Auch wenn die Bühnenbauer nebenberuflich wirklich Beachtliches leisten und durchaus gefordert werden, so haben sie auch Spaß an ihrer Arbeit. „Ohne Spaß miteinander würde das gar nicht gehen“, fasst einer der Bühnenbauer die Motivation zusammen.

In der Endphase der Bauarbeiten stoßen sporadisch weitere Helfer sowie einige Frauen dazu, die die Kulissen mit Farbe versehen und sie mit weiteren optischen Elementen gestalten.

 

Ein Hobby, das viel Fantasie und Kreativität erfordert, aber auch Freude macht. „Sonst wären wir nicht dabei“, sind sich die Bühnenbauer einig. Trotz allen Termindrucks sitzt hin und wieder auch mal ein kleines Päuschen drin. Gerne nutzt man die, um gemeinsam mit den Damen der Nähstube ein Pläuschchen zu halten. Der Lohn für die Mühe ist, wie auch bei den Schauspielern und allen anderen Helfern, der Applaus des Publikums.

Gelegenheit, sich das Ergebnis anzusehen, gibt es unter anderem bei der Premiere des Kinderstückes „Der kleine Tag“ am Sonntag, 22. Mai, um 16 Uhr. Weitere Termine des Sommers und Kartenvorverkauf auf: www.reckenfeld-freilichtbuehne.de.

Weitere Infos unter: „Bühnenbau

Quelle: WN.de

 

Techniker an der Freilichtbühne – Ohne sie bliebe es dunkel und still

12. April 2016

In rund vier Wochen beginnt die Saison auf der Freilichtbühne Reckenfeld. Höchste Zeit, die Technik in Betrieb zu nehmen, damit spätestens bei den Premieren alles reibungslos funktioniert.

Nur noch knapp vier Wochen sind es, bis die Freilichtbühne ihre Türen zu einem Blick hinter die Kulissen öffnet. Bis dahin gibt es in allen Ressorts der Bühne noch viel zu tun. Neben den Bühnenbauern und den Näherinnen sind inzwischen auch verstärkt die Tontechniker im Einsatz. Nachdem diese in den vergangenen Monaten die technischen Anlagen gewartet hatten, stehen aktuell Arbeiten im Technikturm an.

Die ersten Übertragungsboxen werden in diesen Tagen aufgehängt, im Zuschauerdach werden Verkabelungen erneuert. „Für die neuen technischen Anforderungen sind die alten Leitungen nicht mehr optimal“, erklärt Patrick Bitter vom Techniker-Team. „Historische Überbleibsel“ nennt sie der langjährige Bühnentechniker, der aus seinem Hobby an der Bühne einen Beruf machte und inzwischen selbstständig ist.

 

Leistungsstarke Bühnentechnik

Diese „Überbleibsel“ sind mit den neuen Steuersignalen der Scheinwerfer, die viel mehr leisten können als nur die Bühne auszuleuchten, nicht mehr kompatibel. Ton-, Phyro- und Lichttechnik werden aus dem Technikturm gesteuert.

Während der Vorstellungen sitzt dann ein drei- bis vierköpfiges Team, immer den Blick auf Schaltpulte und Bildschirm gerichtet, im Turm. Oft ist ein Springer dabei, der, falls es nötig ist, auch einmal schnell hinter die Bühne sprintet, wenn es ein Problem mit einem Mikrofon gibt.

Derzeit wird die komplette Technik nach und nach installiert, ab Mitte bis Ende April wird dann auch mit der Technik geprobt. Für die Schauspieler heißt es dann vor der Probe: Antreten zur Sprechprobe. Denn jeder Schauspieler wird einzeln ausgesteuert. Vor allem bei Kindern ist das oft nicht ganz so einfach. Zum einen müssen die jungen Schauspieler lernen, dass sie trotz Mikrofon noch mit einer gewissen Lautstärke sprechen müssen. Zudem müssen sie verinnerlichen, dass die Technik, die sie bei sich tragen, einen hohen Wert hat und nach dem Auftritt nicht einfach irgendwo abgelegt werden darf.

 

Die Ersten, die mit der Technik proben, sind die Schauspieler von „Der kleine Tag„. Das Stück feiert Premiere am 22. Mai. Bis dahin sind noch viele Proben angesagt, denn das Kinderstück ist ein Musical. Viel Musik, und somit ein zusätzlicher Aufwand für die Bühnentechniker, ist in diesem Sommer auf der Bühne zu hören. Neben dem Kindermusical stehen die Schlagerkomödien „Toast Hawaii“ (Premiere 4. Juni) und „Schlager lügen nicht“ (Wiederaufnahme mit drei Vorstellungen ab 8. September) sowie die „Open-Air-Nacht der Musicals“ (8. und 9. Juli) auf dem Sommerspielplan.

So müssen die Techniker die Aufführungen nicht nur mit reichlich Ton-und Lichttechnik begleiten, sondern auch die ganze Musik einfahren, zu denen die Sängerinnen und Sänger natürlich live singen.

Am 8. Mai (Muttertag) haben Interessierte Gelegenheit, den Technikerturm unter die Lupe zu nehmen – was während der normalen Vorstellungstermine nicht möglich ist.

Die Techniker würden sich freuen, wenn sie ihr Team personell verstärken könnten, denn durch berufliche Veränderungen fallen doch immer mal wieder fleißige Mitarbeiter aus. Wer also Interesse hat, sollte einfach mal samstags auf dem Bühnengelände vorbeischauen, dort wird zurzeit an allen Ecken und Enden gewerkelt.

Quelle: WN.de

 

Unser Technik-Team gebraucht Verstärkung!

Unser Technik-Team rund um Patrick Bitter sucht Verstärkung. Wenn Ihnen als Wörter wie Ports, Portcheck oder Sound keine Fremdwörter sind, Sie Spaß an der richtigen Beleuchtung haben oder Sie Experte für das Verlegen von Kabeln sind, dann melden Sie sich doch einfach bei uns. Auch Spezialeffekte oder Pyrotechnik auf unserer Bühne werden von unserem Technikteam betreut. Wir freuen uns über jeden technik-begeisterten Helfer und Mitarbeiter/in – denn ohne unsere Technik-Abteilung würde kein Stück anlaufen!

Über Wunden und Glatzen – Besuch der Fachmesse

31. März 2016

Da es auch im Bereich der Schminktechniken immer wieder Neuerungen gibt, besuchten vor kurzem Annett Boy und Christina Kresse, Maskenbildnerinnen an der Reckenfelder Freilichtbühne, die Fachmesse für Maskenbildnerinnen und Visagisten in Düsseldorf.

Wie würden Schauspieler auf der Bühne wirken, wenn sie nicht vorher von den Maskenbildnerinnen perfekt auf die zugeschnittene Rolle geschminkt würden? Natürlich entscheiden auch die Lichtverhältnisse mit darüber, wie ein Gesicht im Zuschauerraum ankommt. Aber: Die Arbeit der „Maske„, ist wichtig, damit die Gesichtszüge der Schauspieler hervorgehoben werden und so die Mimik auch von weiter entfernt sitzendem Publikum noch gut erkannt werden kann.

„Es gibt immer wieder neue Aussteller mit neuen Techniken und Materialien, die oft auch die Arbeit leichter machen“, erklärte Chefmaskenbildnerin Annett Boy . Die gelernte Friseurin hat sich mit ihrer Begleiterin die Schminktechnik „Contouring“ zeigen lassen – eine spezielle Grundtechnik, die auch in der Theatermaske angewendet werden kann.

 

Wunden realistisch schminken …

In einem Workshop lernten sie, wie Wunden so realistisch zu schminken sind, dass sie wie echt aussehen. Und auch die Herstellung von Glatzen, die perfekt wirken, waren für die Maskenbildnerinnen sehr interessant.

In Düsseldorf waren echte Profis von Film und Fernsehen bei der Arbeit, von denen die Reckenfelderinnen einiges erfahren und lernen konnten.

Viele Materialien haben die beiden Damen auf der Messe allerdings nicht eingekauft. Denn Theater-Schminke ist teuer. Doch bei einigen Schminkschablonen konnte Annett Boy dann doch nicht widerstehen. „Die können wir gut am Tag der offenen Bühne am 8. Mai einsetzen. Wir haben an diesem Tag immer so viele Kinder, die geschminkt werden möchten, und damit geht es einfach schneller.“

Wie aufwendig die Masken bei den Theaterstücken in diesem Jahr werden, wissen die Maskenbildnerinnen noch nicht so genau. Das hängt, vor allem bei dem Kindermusical „Der kleine Tag“ (Premiere 22.5.), auch von den Kostümen ab, die gerade genäht werden. Bei der Musikkomödie „Toast Hawaii“ (Premiere 4.6.) liegt der Schwerpunkt auf den Frisuren der 50er und 60er Jahre.

Kreativität ist beim Theater nicht nur in der Maske, sonder in vielen Bereichen gefragt.

Quelle: WN.de