Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e.V.

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Premiere in Reckenfeld: Am Anfang ist der Tod

Makaber aber sehr lustig. Die Premiere auf der Reckenfelder Freilichtbühne war, wie ihr Name schon versprach: „Zum Sterben schön„. Die Schauspieler donnerten ein Feuerwerk morbider Gags auf das Publikum ab.

Bestatter müsste man sein. Alte Kumpels, die sich rar gemacht haben? Flüchtige Bekannte, die man mit der Zeit aus den Augen verloren hat? Egal. „Irgendwann seh‘ ich sie alle wieder!“, meint Boris Plotz trocken.

Und der ist wirklich die Totengräber-Koryphäe in dem beschaulichen englischen Kleinstädtchen. „Eine Institution“, raunt die Beerdigungsgesellschaft am Samstagabend auf der Freilichtbühne bei der Premiere des Musicals „Zum Sterben schön„.

Plotz ist da, wo gestorben wird. Ein lukratives Geschäft. Allerdings auch ein einsames: Glück mit den Särgen, Pech mit den Frauen. Dabei ist er so verliebt, seit Jahren schon: Betty Ryhs-Jones, damals auf dem Frühlingsfest funkte es, doch es wurde nix draus.

 

„Man sieht ja alle wieder …“

Aber – noch mal die alte Bestatter-Weisheit – man sieht sie ja alle wieder. Die gute Nachricht: Anders als die meisten anderen lebt Betty da sogar noch.

Die schlechte: Sie ist inzwischen verheiratet, lässt sich als Bürgermeisters Gattin herumkommandieren und im Bett gegen die Sekretärin austauschen. Das schräge Wiedersehen sprüht nur so vor Romantik.

Die ewig zeternde Schwiegermutter ist vor lauter Gekeife an ein paar Cornflakes erstickt, nun das Beerdigungsgespräch: „Ein Holzsarg mit grober Struktur? O ja, genau das richtige für Schwiegermama“, frohlockt Betty, vollends verzaubert von der neu entfachten Liebe.

Noch ein inniger Tanz, dann ist klar: Betty und Boris – diesmal soll es was werden. Einfach wird das jedoch nicht: „Der Tod macht uns frei!“ – ausgerechnet der flippige Bestatter-Rivale Frank gibt den goldenen Hinweis für den verrückten Plan: Betty soll zum Schein ableben, Boris inszeniert die Trauerfeier – und dann nix wie weg.

Geht auch prima los: ein vermeintlicher Unfall, ein Schrei. Aus. Doch der große Stress steht noch bevor: Was macht man, wenn die angeblich Verstorbene noch mal flügge wird? Wie übersteht man eine öffentliche Aufbahrung mit einer Leiche, die halt nicht so ganz tot ist? Und was macht man, wenn Konkurrent Frank – auf der Jagd nach Inspiration für seine irrwitzigen „Event-Beerdigungen“ – plötzlich in die Leichenhalle einbricht.

Einfach fantastisch, all diese Stories: kein Einfall ist den Regisseuren Viola Niepel und Patric Sohrt zu skurril, keine Fügung zu grotesk – und vor allem: kein Witz zu schwarz. Dreiste Trauergäste („Ab zum Leichenschmaus! Ich hab‘ extra nix gefrühstückt!“), obszöne Geschäftsideen („Geteiltes Leid ist halbes Leid: zwei Beerdigungen zum Preis von einer!“), zynische Taktiken („Ein verwitweter Bürgermeister – bringt Wählerstimmen!“) – die Ironie kennt keine Grenzen. Herrlich.

 

Eine atemberaubende Inszenierung 

Toni Röhrig und Manuela Schmiemann glänzen in den Hauptrollen, Sebastian Horstmann (als Event-Bestatter) und Niklas Bieling (als sein Angestellter) mit Tanz, Charme und Slapstick.

Die Inszenierung ist atemberaubend – und super aufwendig: Nebel, Blitze, apokalyptische Lichteffekte. Eine echte Grusel-Show, als plötzlich Geister die Bühne bespuken.

Ein Musical, das auch Musical-Skeptikern gefallen dürfte. Das Publikum lacht Tränen, es zittert vor Schreck – und schaut im Laufe des Sommers bestimmt noch mal vorbei: Satte elf Vorstellungen gibt es bis Anfang September. Die Toten sterben eben nicht aus.

Quelle: WN.de

Bestatter geben Vollgas – Premiere des Musicals „Zum Sterben schön“ auf der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld

Bestatter geben Vollgas – Premiere des Musicals „Zum Sterben schön“ auf der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld

Vor der Vorstellung bittet uns der Priester (Kevin Cichy), doch bitte während der Beisetzungsfeier das Handy auszustellen. Sollte doch selbstverständlich sein. Zur Trauerfeier bei Leichenbestatter Boris Plotz (Toni Röhrig) kamen dann auch viele Bürger aus dem Ort, um Abschied zu nehmen. Was nun folgte war ein Wettstreit der beiden Leichenbestatter Boris Plotz (Toni Röhrig) und Frank Featherbed (Sebastian Horstmann) um potentielle Kunden und wie man eine Trauerfeier gestaltet. Legt Boris Plotz mehr Wert auf althergebrachte Bestattungen, muss es für Frank Featherbed und seinem Assistenten Delbert (Niklas Bieling) mehr hollywood-like aussehen – it’s Showtime! Ein unerbitterlicher Kampf um die „tote Kundschaft beginnt“.

Bürgermeister des Ortes ist Hugh Ryhs-Jones (Enrico Pohle), verheiratet mit Betty Ryhs-Jones (Manuela Schmiemann). Hugh führt jedoch eine Affäre mit seiner Sekretärin Meredith (Neele Niepel) und seine Frau Betty verliebt sich in Boris Plotz. Betty und Boris fassen den Plan, nach Tahitti auszuwandern – um dort ein neues Leben anzufangen. Hugh und Meredith möchten ebenfalls eine gemeinsame Zukunft starten … ja wenn … ja wenn Hugh’s Ehefrau Betty da nicht im Wege stehen würde.

 

Fazit „Zum Sterben schön“

Wer Samstag Abend woanders als bei uns auf der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld war, hat hervorragende britische Unterhaltung verpasst! Das Zusammenspiel zwischen Betty und Boris, sowie Hugh und Meredith – und Frank Featherbed und seinem Assistenten Delbert klappte grandios. Gesang, Tanz und schauspielerische Leistung waren erstklassig – das Publikum dankte den Schauspielern am Ende mit Standing Ovations. Die beiden Regisseure Viola Niepel und Patric Sohrt dankten hier besonders unserem Bühnenbauteam um Erwin Maslanka, die gleich drei Drehbühnen auf unserer Freilichtbühne installiert hatten. Alle drei Drehbühnen waren den Abend über im Dauereinsatz.

Ein großer Dank ging auch an unsere Kostümschneiderei, die sowohl für die Tänzerinnen wie auch für die Schauspieler mal wieder zauberhafte Kostüme schneiderten; ebenso war das Maskenteam um Annett Boy im Einsatz.Großes Lob ging auch in Richtung Technik-Turm, die Kollegen dort haben den ganzen Abend über für den „guten Ton“ gesorgt und haben immer die Scheinwerfer richtig eingestellt – denn ohne unsere Technik würde kein Stück anlaufen.

 

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Wer jetzt Geschmack bekommen hat, sollte sich schnell seine Platzkarte für eine der nächsten Vorstellungen reservieren: Online-Ticket-Bestellung

Zum Sterben schön

Premiere auf der Freilichtbühne: Jetzt gibt‘s die ganze Komödie

Nachdem der Anschmecker beim „Tag der offenen Bühne“ das Publikum bereits begeistert hat, gibt es jetzt die ganze Komödie: Am Samstag hat „Zum Sterben schön“ Premiere auf der Reckenfelder Freilichtbühne.

Die letzten Proben laufen auf Hochtouren. Am Samstag hat die musikalische Theaterkomödie „Zum Sterben schön“ in Reckenfeld Premiere. „Wir müssen bei den Proben viel lachen“ erzählt Viola Niepel, und fast aufs Stichwort passiert auf der Bühne etwas Ungeplantes. Schauspieler Niklas Bieling soll laut Vorgabe einen Stuhl aufklappen und sich dabei ungeschickt anstellen. Doch dann ist er wirklich ungeschickter als geplant. Alles lacht, als er fast über den Stuhl fällt. „So lassen wir das dann in Zukunft“, kommt der Kommentar von der Regie.

Für Patric Sorth ist es das erste Mal, dass er an der Seite von Viola Niepel Regie führt. Beide sind der Meinung, dass die Proben einfach Spaß machten und machen – selbst im kalten Frühjahr. Dick in Winterkleidung verpackt saß man draußen auf den Bänken. Von der Siebenjährigen bis zum 68-Jährigen ist jede Altersgruppe vertreten. Peter Woltering ist der Älteste – nach zehn Jahren Pause steht er wieder auf der Bühne in Reckenfeld. „Ich wurde gefragt, und es hat mich gereizt, wieder mitzuspielen“.

Beim Tag der offenen Büh-ne bekamen die Zuschauer einen kleinen Einblick, allerdings nur in eine Tanz-und Gesangsszene. Das Publikum zeigte sich schon von dieser Kostprobe beeindruckt. Näheres zur Handlung erahren Interessenten im Freilichtbühnenspielplan und unter www.reckenfeld-freilichtbuehne.de. Dort gibt es auch weitere Informationen zum Theatersommer.

„Micheeeeeel!“: Astrid Lindgrens Lausbuben-Geschichte feiert umjubelte Premiere auf der Freilichtbühne

Schon seit Generationen begeistert der wohl berühmteste Lausbube aus Schweden mit seinen Streichen kleine und große Fans – und am Sonntagnachmittag hat er sicherlich noch einige glühende Anhänger hinzugewonnen. Denn da feierte „Michel in der Suppenschüssel“ auf der Münsterländischen Freilichtbühne vor voll besetzter Tribüne seine Premiere als diesjähriges Familienstück. Und das bestach nicht nur durch etliche Lacher, sondern auch durch seine trotz diverser Streitereien harmonische Atmosphäre.

Mit liebevoll hergerichteten Kulissen und detailgetreuen Kostümen war das Leben auf dem Land vor über 100 Jahren in Småland, wie Astrid Lindgren es in ihren Büchern beschrieben hat, gekonnt nachempfunden. Da gab es beispielsweise das Wohnhaus mit dem typischen Rot-Anstrich, den großen Esstisch als Dreh- und Angelpunkt des Geschehens auf dem Katthulthof oder den Schuppen mit den geschnitzten Männchen im Regal. Und mittendrin waren nicht nur die Svenssons, ihre Bediensteten und Gäste, sondern auch ganz viele Tiere: Enten, die über die Wiese watschelten. Hühner, die eifrig pickten. Oder das Kätzchen Mansan, das sich genussvoll die Tatzen schleckte oder einem Mäuschen hinterher jagte. Sie alle wurden von Kindern verkörpert – vielen Kindern, die für viel Leben auf der Bühne sorgten, auch als Besucher auf dem Hoffest oder auf dem Jahrmarkt.

Den besonderen Charme des gut eineinhalb Stunden dauernden Stücks, das von Rüdiger Schipper, Tabea Niepel und Mariele Albermann in Szene gesetzt wurde, machten aber die Hauptfiguren aus. Allen voran Michel, der von einem Fettnäpfchen ins nächste stolperte und doch eigentlich niemandem etwas Böses wollte. Fabian Sterthaus, der bei der Premiere in die Rolle des Blondschopfs schlüpfte, stellte diesen als durchaus gewitzten, aber durchweg lieben Jungen dar und sammelte damit beim Publikum reichlich Sympathiepunkte. Wie Annika Eßmeier als Ida, die wahre Freude daran zu haben schien, im rot-weißen Kleid am Fahnenmast zu baumeln und „Ich kann fast bis Mariannelund sehen!“ zu rufen. Ganz toll waren auch Claudia Wehnhardt und Ralf Münsterkötter als ungleiches Elternpaar – sie die diplomatische Bauersfrau, die vor allem um den Frieden in der Familie bemüht war, er der Choleriker mit der kurzen Zündschnur, aber dem Herzen am rechten Fleck. Während Alma bittere Tränen weinte, als ihr Junge aus seinem Schuppen verschwunden und nicht aufzufinden war, tobte Anton vor Wut, als Michel gemäß elterlicher Bitte alle Riegel vorgeschoben und dabei den Vater auf dem Klohäuschen eingeschlossen hatte. Das war eine Szene, die mit einem ordentlichen Kawumm endete – und einem Mann mit heruntergelassenen Hosen. Eine Situation, der Knecht der Svenssons mit seiner berühmten Entspanntheit begegnete. Alfred, gespielt von Andreas Sterthaus, und Michel harmonierten auf der Bühne ganz wunderbar miteinander. Was sicherlich auch daran lag, dass sie im wahren Leben Vater und Sohn sind. Und dann war da noch Annett Boy als Lina. Ob sie sich wieder einmal vergeblich an ihren geliebten Alfred heranschmiss, wegen ihres schmerzenden Zahns jammerte oder aus einem anderen Grund ihre Stimme aufheulen ließ – die einfältige Magd mit dem Dickschädel brachte viel Würze in die Inszenierung.

Die eigentlichen Stars des Stücks waren natürlich die Streiche. Allen voran der, bei dem Michel die restliche Rindfleischsuppe aufschlecken wollte und deshalb seinen Kopf in die Schüssel steckte – begleitet von sorgenvollen Gesichtern und einem wutentbrannten Vater, der immer wieder laut „Micheeeeeel!“ rief. Doch wie alle anderen ging auch diese Geschichte gut aus und am Ende stimmten alle zusammen an: „Sing Dudeldei, sing Dudeldei, der Michel war bekannt. Sing Dudeldei, sing Dudeldei, bekannt im ganzen Land.“ Und spätestens jetzt auch in Reckenfeld.

 

Quelle: WN.de

Gelungene Premiere auf der Reckenfelder Freilichtbühne: Tratsch im Treppenhaus

„Oh haua haua ha …“ würde Meta Boldt sagen: am Samstag 27. Mai 2017 feierte das Stück „Tratsch im Treppenhaus“ auf der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld Premiere.

Wer kennt sie nicht – liebe Nachbarn, die einem zu jeder Tages- und Nachtzeit im Treppenhaus begegnen, einen ausfragen und stets den neuesten Klatsch und Tratsch parat haben, wobei sie es mit der Wahrheit nicht immer so genau nehmen. Ein solches Exemplar ist Meta Boldt, die regelmäßig an Türen lauscht und Gerüchte in Umlauf setzt.

Bei bestem Wetter und vor über 430 Zuschauern wurde die Bühne zum Treppenhaus. Es wurde durch Schlüssellöcher geschaut, BH’s flogen bei Windstößen auf Nachbars Balkon und es wurde getratscht, dass sich die Balken biegen. Die Zuschauer dankten es den neun Schauspielern mit Standing Ovations. Eine rundum gelungene Premiere im Treppenhaus.

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Wer ebenfalls herausfinden möchte, wie Meta Boldt die Gerüchte um Untermieter Markus Brummer und Silke Seefeld in die Welt setzt, und wie Ewald Brunner mit Hanne Knoop vom Kanninchen-Zuchtvereinball zurück kommen, sollte sich schnell eine der begehrten Karten online bestellen.

Premiere von „Tratsch im Treppenhaus“ – Ein völlig zeitloses Vergnügen

Heidi Kabel hat das Stück aus den 50er Jahren berühmt gemacht. Jetzt hat es die Reckenfelder Freilichtbühne ins Repertoire genommen, nächsten Sonntag ist Premiere. Und es zeigt sich: „Tratsch im Treppenhaus“ ist ein völlig zeitloses Vergnügen.

Heidi Kabel als intrigante Meta Boldt, die in ihrem Mietshaus regelmäßig an Türen lauscht und Gerüchte in Umlauf bringt, ist vielen Fans des Ohnsorg-Theaters in guter Erinnerung geblieben. Dass der Straßenfeger aus den 60er Jahren immer noch viel Freude bereitet, das möchte die Münsterländische Freilichtbühne in diesem Sommer unter Beweis stellen.“Tratsch im Treppenhaus“ feiert am 27. Mai (Samstag) seine Premiere. Beginn ist um 19 Uhr. Insgesamt stehen sechs Vorstellungen auf dem Programm.

Als Lustspiel oder Komödie lässt sich das Stück aus der Feder von Jens Exler, das bereits in den 50er Jahren entstanden ist, beschreiben. Schwank ist aber der Begriff, der es wohl am besten trifft. „Dabei handelt es sich um eine urdeutsche Form, die von der Übertreibung lebt“, erklärt Christoph Volkert, der für die Reckenfelder Inszenierung verantwortlich ist.

 

Tratsch in Greven-Reckenfeld

Und übertrieben wird einiges in dem Mietshaus, das von den Machern der Freilichtbühne in den Grevener Ortsteil verlegt wurde. „Auf diese Weise können wir mehr mit Klischees spielen“, verrät der Regisseur. Zeitlich angesiedelt ist die Reckenfelder Fassung in den 60er Jahren – für eine gute Portion Nostalgie ist also ebenfalls gesorgt. Und natürlich für reichlich Streitereien, Missverständnisse und Verwicklungen.

Die gehen nicht nur auf das Konto der bereits erwähnten Meta Boldt, die es mit der Wahrheit nicht immer so genau nimmt, wenn es darum geht, sich ins rechte Licht zu rücken. Da ist auch noch der Metzgermeister Bernd Tramsen, der trotz Eheversprechens ein Auge auf die Witwe Hanne Knoop geworfen hat. Auch der pensionierte Steuerinspektor Ewald Brummer mischt das Treppenhaus auf. Und dann sind da noch die beiden jungen Untermieter, Silke Seefeldt und Markus Brummer, die Tür an Tür wohnen und zuerst auf Konfrontationskurs sind, bis sich schließlich doch eine Liebesgeschichte entwickelt. Etwas fürs Herz ist also auch dabei.

 

Obwohl die Handlung mehrere Jahrzehnte in der Vergangenheit spielt, sieht das Team der Freilichtbühne in dem Klassiker des Volkstheaters einen Bezug zur Gegenwart. „Das Stück könnte auch in der heutigen Zeit spielen“, findet Co-Regisseur Thomas Schmidt, der wie Mariele Albermann als Regieassistentin die Inszenierung unterstützt. „Hier spielt es in einem Treppenhaus, es könnte aber auch eine Reihenhaussiedlung sein.“ So beliebig wie die zeitliche ist auch die räumliche Einordnung, was für Volkert den besonderen Charme der Vorlage ausmacht. „Das Mietshaus kann sich überall befinden – ob in Buxtehude, Kleinkleckersdorf oder eben Reckenfeld.“

Dass es sich bei „Tratsch im Treppenhaus“ um ein reines Sprechstück handelt, stellt die besondere Herausforderung bei der Umsetzung dar. Der Hausflur dient als einzige Kulisse. Eine Bank, ein Waschbecken und ein Sicherungskasten gehören zu den wenigen Requisiten. Und es wird weder getanzt noch gesungen. „Die Spieler müssen alle Emotionen über die Sprache wiedergeben, denn davon lebt das Stück“, erklärt Schmidt.

Mit gerade einmal neun Spielern handelt es sich um ein kleines Ensemble. „Das ist eine ganz andere Atmosphäre“, findet Kevin Cichy, der Markus Brummer verkörpert und bisher vor allem Teil größerer Teams war. „Dadurch sind die Proben sehr persönlich.“ Eine besondere Erfahrung ist „Tratsch im Treppenhaus“ auch für Franzi Elstner, die als Silke Seefeldt zu sehen ist. „Das ist meine erste große Rolle“, verrät sie. „Deshalb bin ich auch ziemlich aufgeregt.“ Die jungen Darsteller haben großen Spaß an dem Volkstheater-Klassiker, der sich auch im Vorverkauf großer Beliebtheit erfreut.

 

Quelle: WN.de

WN: Premiere der „Kalendergirls“ auf der Freilichtbühne – Wenn reifere Damen Haut zeigen

Witzig, britisch, ein bisschen frivol und durchaus ernst: Die Komödie „Calendar Girls“ begeisterte bei der Premiere im Spielerheim der Freilichtbühne.

John mochte Sonnenblumen sehr gerne. „Wo auch immer Licht ist, diese Blumen werden es finden“, schreibt er, als er schon sterbenskrank ist. Und bilanziert: „Eine Lebenslehre.“ Das Rollstuhl-Rennen der Kranken hat er noch gewonnen: „Bergauf war‘s nicht so gut, aber bergab ging‘s in acht Sekunden!“ Einer jedoch ist noch schneller: der Krebs. Da hilft kein Optimismus, keine klugen Worte, kein Galgenhumor. Es gibt Filme, die jetzt zu Ende wären. Düstere Filme. „Calendar Girls“ nicht. Die bekannte britische Komödie ist eine Geschichte von Liebe, Freundschaft und Engagement – und von sechs Frauen, die zwar nicht dem Tod, aber doch zumindest dem Vergessen die Stirn bieten.

Viola und Neele Niepel haben die gleichermaßen ulkige wie rührende Story jetzt auf die Freilichtbühne gebracht: Am Samstagabend feierte das Stück im pickepackevollen Spielerheim Premiere. Mit Momenten zum Nachdenken, jeder Menge britischem Humor – und mit famosen Kalendar Girls. Chris (Stephanie Krause), Celia (Ulrike Erdmann), Jessie (Marjorie Hagenbeck), Ruth (Christiane Meinecke), Cora (Mariele Albermann) und Annie (Cathrin Herkt) bilden den liebenswert-chaotischen Frauenclub, der sich neckt, anzickt, manchmal gemeinsam langweilt – aber sich eigentlich doch sehr lieb hat. Und: sich für die gute Sache einsetzt. Marmelade kochen, irgendwelchen Krimskrams basteln, verkleidet „God save the Queen“ singen – abstrus und einfach saukomisch. Als John (Fiet Krause), Annies Mann, stirbt, ist zwar eigentlich nichts mehr wie vorher – bald aber doch vieles wie immer. Die Mädels wollen wieder helfen und John ein Denkmal setzen. Das „John-Clarke-Gedächtnis-Sofa“, die Couch für die wartenden Angehörigen in der Klinik, in der John behandelt wurde.

Preise:

Preise Kalender Girls

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Premiere auf der Freilichtbühne – Der Traum von der großen TV-Karriere

Heute Abend gibt‘s „Toast Hawaii“ – die Freilichtbühne lädt zur Premiere.

Premiere auf der Freilichtbühne: Heute um 20.30 Uhr ist erstmal die Komödie „Toast Hawaii“ zu sehen.

Als Vorgeschichte von „Schlager lügen nicht“ werden sich Maria und Richard kennenlernen und verlieben. Maria träumt von einer Fernseh-Karriere und fährt zum Vorsingen in ein Studio. Von der Liebe und dem Traum sind ihre Eltern nicht gerade begeistert. Unterlegt mit den besten Schlagern der 60er Jahre wird aus der Geschichte eine stimmungsvolle Show.

Im Laufe der Saison sind insgesamt 13 Vorstellungen vorgesehen. Tickets gibt es telefonisch ( ✆ 02575/15 66) oder online unter www.reckenfeld-freilichtbuehne.de.

 

Weitere Vorstellungstermine unter: „Toast Hawaii

Quelle: WN.de

Premiere des Kinderstückes: Jeder Tag ist eine Chance

Der kleine Tag“ erwies sich bei seiner Premiere am Sonntagnachmittag als Paradebeispiel für ein Familienstück. Für die gelungene Inszenierung, die vor allem durch die große Spielfreude des starken Ensembles bestach, gab es am Ende tosenden Applaus.

 

Wenn die Münsterländische Freilichtbühne etwas für Kinder zeigt, dann sollen auch die Erwachsenen ihren Spaß daran haben. „Der kleine Tag“ erwies sich bei seiner Premiere am Sonntagnachmittag als Paradebeispiel für ein Familienstück. Das Musical aus der Feder von Wolfram Eicke, Hans Niehaus und Rolf Zuckowski begeisterte mit seiner leicht verständlichen und gleichzeitig tiefgründigen Geschichte sowie den mitreißenden Liedern sowohl die kleinen als auch die großen Zuschauer. Für die gelungene Inszenierung, die vor allem durch die große Spielfreude des starken Ensembles bestach, gab es am Ende tosenden Applaus.

Die Ränge waren zwar nicht voll, aber dennoch gut besetzt – vor allem angesichts der Wettervorhersage. Wer trotz des angekündigten Schauers den Weg zur Freilichtbühne gefunden hatte, wurde mit einem kurzweiligen Theaternachmittag belohnt und blieb dabei sogar weitestgehend trocken. Während dieser ersten Vorstellung fielen nur ein paar Tropfen. Erst im Anschluss, als die Premierenrosen an alle Beteiligten verteilt waren, regnete es sich ein.

 

Eine Reise in die fantasievoll gestaltete Lichterwelt …

Das von Klaus-Dieter und Tabea Niepel inszenierte Musical unter musikalischer Leitung von Mariele Albermann sprach indes für sich. Die Zuschauer unternahmen zunächst eine Reise in die fantasievoll gestaltete Lichterwelt, in der vergangene Tage mit ihren bedeutenden Ereignissen prahlten, von der Entdeckung Amerikas bis zur Erfindung des Reißverschlusses. „Uns wichtige Tage aus der ersten Reihe hat man nicht vergessen, wir stehen sogar im Lexikon“, musste sich der kleine Tag anhören, der doch so gerne dazugehören wollte. Verkörpert wurde er bei der Premiere von Lotta Krane, die sich die Hauptrolle mit Noah Berger teilt. Die Elfjährige riss das Publikum mit ihrer Ausstrahlung und Präsenz vom Hocker. Als endlich der 23. April kam und der kleine Tag seine Reise auf die Erde antrat, gehörte die Bühne ganz allein der in ein silber-rotes Kostüm gewandeten Nachwuchsdarstellerin – und ihrem Song „Das Dunkel und ich“, den sie voller Inbrunst vortrug.

Was dann auf der Erde passierte, war das ganz normale Leben. Der kleine Tag wurde Zeuge ganz wunderbarer, aber auch durchwachsener Momente. Er sah mit an, wie sich ein gestresster Vater beim Umzug seiner Familie mit dem rockigen „Wahnsinn“ den Frust von der Seele sang: „Es ist verrückt, ich werd erdrückt!“ Wie sich eine genervte Nachbarin mit ihrer Rap-Einlage wegen eines Stromausfalls mit einem Bautrupp stritt. Wie eine verlegte Bushaltestelle für Aufregung sorgte. Und wie ein Junge beim Ausprobieren seiner neuen Gitarre mit seinem erbosten Vater aneinander geriet.

 

Doch auch all diese Ereignisse hatten ihre schönen Augenblicke. Und die nahm der kleine Tag mit in die Lichterwelt, wo er voller Begeisterung von seinem Tag schwärmte. Ein verliebtes Paar, das sich geküsst hat, oder eine Familie, die ein spontanes Picknick genossen hat, empfanden die anderen Tage jedoch nicht als wichtig genug. Sie lachten den kleinen Tag aus und verbannten ihn in die letzte Reihe.

Ein Jahr später stellte sich dann heraus, dass es doch ein besonderer Tag war, nämlich der friedlichste Tag aller Zeiten. Damit bekam der kleine Tag zum Schluss seine verdiente Anerkennung.

 

Und die Zuschauer nahmen neben nicht nur Ohrwürmer und Eindrücke mit, sondern auch ein paar Gedanken. Behutsam und doch eindringlich vermittelte „Der kleine Tag“ eine Botschaft: Jeder Tag ist ein neuer Tag und kann ein wundervoller Tag werden, wenn man das Beste daraus macht und dabei den Blick für die kleinen Dinge und schönen Momente bewahrt.

Weitere Vorstellungstermine unter: „Der kleine Tag

Quelle: WN.de

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