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Tag Archives: nostalgie

„Toast Hawaii“ in Reckenfeld – Komik, Romantik, Nostalgie

5. Juni 2016

Was für eine Premiere: Das Publikum hielt es Ende nicht mehr auf den Sitzen. Kein Wunder. „Toast Hawaii“ – das war ein großartiger Abend auf der Freilichtbühne mit viel Witz, Romantik und einer Riesenportion Nostalgie.

Zu guter Letzt ist sogar Frau Antje glücklich. Mehrmals musste die findige Feinschmeckerin aus Holland an diesem Abend in die Röhre schauen. Irgendwas kam immer dazwischen. Ganz zum Schluss darf sie ihr kulinarisches Geheimnis dann doch noch lüften und erklären, wie die Hausfrau von morgen ihn kredenzt: den perfekten Hawaii-Toast!

Das Publikum freilich ist zu diesem Zeitpunkt längst aus dem Häuschen – Frau Antjes großer Auftritt ist da nur noch das Sahnehäubchen auf der Torte oder – um im Bild zu bleiben – die Ananasscheibe auf dem berühmten 60er-Jahre-Snack. Ein großartiger Abend auf der Freilichtbühne geht zu Ende: Witz, Romantik und eine Riesenportion Nostalgie – die Premiere des Musicals „Toast Hawaii“ am Samstag bescherte Aktiven und Zuschauern gleichermaßen Glücksgefühle.

 

Den Regisseuren Frank Meinecke und Cathrin Herkt ist ein echter Coup geglückt: Die Idee, die Vorgeschichte zum Vorjahres-Hit „Schlager lügen nicht“ zu inszenieren, zündete auf ganzer Linie. Wie haben sich die dortigen Hauptfiguren Maria und Richard Spengler eigentlich kennengelernt? „Toast Hawaii“ liefert die Antwort – und zeichnet überdies ein liebevolles Bild der rasanten Wirtschaftswunder-Ära, in der man Sarotti-Schokolade schnabulierte, formschönen Dr. Oetker-Pudding auftischte und Rauchen offenbar noch nicht schädlich war. Im Mittelpunkt des Stücks stehen natürlich die damaligen Hits: „Schuld war nur der Bossa Nova“ erklingt als Opener; die Fans grooven sich schon mal ein. Und erfahren von großen Plänen: Maria (Svenja Niepel), die mit Nachnamen noch nicht Spengler, sondern Sperlich heißt, träumt von einer Karriere im Musik-TV – obgleich das Fernsehen in vielen Haushalten noch Neuland ist. „Eine Weltpremiere!“, staunen die Eltern Peter (Stefan Erdmann) und Marianne Sperlich (Nina Wierzbitza), als sie im heimischen Wohnzimmer feierlich ihr allererstes Röhrengerät einweihen.

 

Alle Darsteller singen atemberaubend schön

Ähnlich hip ist es, einen Moped-Führerschein zu besitzen: Damit kann der ansonsten ziemlich schüchterne Richard (Keno Ohrmann) wuchern, der in Peter Sperlichs Delikatessen-Laden jobbt. Mit Peter Kraus ‘ „So wie ein Tiger“ ermutigt Papa Sperlich ihn zu mehr Mut bei der Damenwelt – dass Richard wenig später jedoch ausgerechnet mit Maria anbandelt, war nicht eingeplant. Zum wundervoll-verträumten „Sag mir, was Du denkst“ (im Original von Peter Kraus und Conny Froboess) schweben die beiden frisch Verliebten fast über die Bühne. Es ist einer der zahlreichen Augenblicke, in der die besondere Stärke der Inszenierung zum Vorschein kommt: Alle Darsteller singen atemberaubend schön.

Viele Songs sind Teil der Schlager-Show „Das Wunschkonzert“, in der Maria unbedingt auftreten will. Problem: „Das ist ja in Köln, da fährt man bestimmt zwei Stunden“. Für einen Teenie der 60er eine kleine Weltreise. Doch es klappt: gegen den elterlichen Widerstand und mit ordentlich Chaos, das speziell wegen des intrigant-zickigen Schlagersternchens Trixie (Lea Bröker) vor Ort ausbricht. Aber es passt in die Dramaturgie, dass über Umwege doch noch alles gut wird: Es ist ein Sieg für die Liebe – und natürlich einer für die alten Hits, denn es geht Schlag auf Schlag: „Schöner, fremder Mann“, „Zwei kleine Italiener“, „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, „Sag mir Quando, sag mir wann“ und, und, und – dazu schwoften Oma und Opa also, als sie jung waren . . .

Weitere Vorstellungstermine unter: „Toast Hawaii

Quelle: WN.de

 

„Toast Hawaii“ in Reckenfeld – Komik, Romantik, Nostalgie

5. Juni 2016

Was für eine Premiere: Das Publikum hielt es Ende nicht mehr auf den Sitzen. Kein Wunder. „Toast Hawaii“ – das war ein großartiger Abend auf der Freilichtbühne mit viel Witz, Romantik und einer Riesenportion Nostalgie.

Zu guter Letzt ist sogar Frau Antje glücklich. Mehrmals musste die findige Feinschmeckerin aus Holland an diesem Abend in die Röhre schauen. Irgendwas kam immer dazwischen. Ganz zum Schluss darf sie ihr kulinarisches Geheimnis dann doch noch lüften und erklären, wie die Hausfrau von morgen ihn kredenzt: den perfekten Hawaii-Toast!

Das Publikum freilich ist zu diesem Zeitpunkt längst aus dem Häuschen – Frau Antjes großer Auftritt ist da nur noch das Sahnehäubchen auf der Torte oder – um im Bild zu bleiben – die Ananasscheibe auf dem berühmten 60er-Jahre-Snack. Ein großartiger Abend auf der Freilichtbühne geht zu Ende: Witz, Romantik und eine Riesenportion Nostalgie – die Premiere des Musicals „Toast Hawaii“ am Samstag bescherte Aktiven und Zuschauern gleichermaßen Glücksgefühle.

 

Den Regisseuren Frank Meinecke und Cathrin Herkt ist ein echter Coup geglückt: Die Idee, die Vorgeschichte zum Vorjahres-Hit „Schlager lügen nicht“ zu inszenieren, zündete auf ganzer Linie. Wie haben sich die dortigen Hauptfiguren Maria und Richard Spengler eigentlich kennengelernt? „Toast Hawaii“ liefert die Antwort – und zeichnet überdies ein liebevolles Bild der rasanten Wirtschaftswunder-Ära, in der man Sarotti-Schokolade schnabulierte, formschönen Dr. Oetker-Pudding auftischte und Rauchen offenbar noch nicht schädlich war. Im Mittelpunkt des Stücks stehen natürlich die damaligen Hits: „Schuld war nur der Bossa Nova“ erklingt als Opener; die Fans grooven sich schon mal ein. Und erfahren von großen Plänen: Maria (Svenja Niepel), die mit Nachnamen noch nicht Spengler, sondern Sperlich heißt, träumt von einer Karriere im Musik-TV – obgleich das Fernsehen in vielen Haushalten noch Neuland ist. „Eine Weltpremiere!“, staunen die Eltern Peter (Stefan Erdmann) und Marianne Sperlich (Nina Wierzbitza), als sie im heimischen Wohnzimmer feierlich ihr allererstes Röhrengerät einweihen.

 

Alle Darsteller singen atemberaubend schön

Ähnlich hip ist es, einen Moped-Führerschein zu besitzen: Damit kann der ansonsten ziemlich schüchterne Richard (Keno Ohrmann) wuchern, der in Peter Sperlichs Delikatessen-Laden jobbt. Mit Peter Kraus ‘ „So wie ein Tiger“ ermutigt Papa Sperlich ihn zu mehr Mut bei der Damenwelt – dass Richard wenig später jedoch ausgerechnet mit Maria anbandelt, war nicht eingeplant. Zum wundervoll-verträumten „Sag mir, was Du denkst“ (im Original von Peter Kraus und Conny Froboess) schweben die beiden frisch Verliebten fast über die Bühne. Es ist einer der zahlreichen Augenblicke, in der die besondere Stärke der Inszenierung zum Vorschein kommt: Alle Darsteller singen atemberaubend schön.

Viele Songs sind Teil der Schlager-Show „Das Wunschkonzert“, in der Maria unbedingt auftreten will. Problem: „Das ist ja in Köln, da fährt man bestimmt zwei Stunden“. Für einen Teenie der 60er eine kleine Weltreise. Doch es klappt: gegen den elterlichen Widerstand und mit ordentlich Chaos, das speziell wegen des intrigant-zickigen Schlagersternchens Trixie (Lea Bröker) vor Ort ausbricht. Aber es passt in die Dramaturgie, dass über Umwege doch noch alles gut wird: Es ist ein Sieg für die Liebe – und natürlich einer für die alten Hits, denn es geht Schlag auf Schlag: „Schöner, fremder Mann“, „Zwei kleine Italiener“, „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, „Sag mir Quando, sag mir wann“ und, und, und – dazu schwoften Oma und Opa also, als sie jung waren . . .

Weitere Vorstellungstermine unter: „Toast Hawaii

Quelle: WN.de