Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e.V.

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In jeder Produktion dabei: Patrick Glatzel

Wir haben heute einen ganz besonderen Interviewpartner. Patrick Glatzel ist unser einziges Mitglied, welches in allen vier Produktionen, die dieses Jahr auf der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld zu sehen sind, auf der Bühne seht.

 

Lieber Patrick, erzähle uns mal wo du mitwirkst du was deine Rollen in den Stücken sind.

Patrick Glatzel: Bei Der kleine Tag, dem Kinderstück, habe ich zwei Rollen. Ich spiele den ersten Tag und einen Helfer. Bei Toast Hawaii und der Wiederaufnahme von Schlager lügen nicht bin ich Tänzer. In der Open-Air Nacht der Musicals singe ich im Chor und tanze ebenso, das macht mir am meisten Spaß.

 

Damit stehst du in diesem Sommer 30 mal auf der Bühne. Was machst du denn neben der Freilichtbühne? Du bist noch Schüler, richtig?

Patrick Glatzel: Genau, ich mache nächstes Jahr mein Abitur. Vor allem während der Probenzeit ist es anstrengend alles unter einen Hut zu bekommen. Manchmal findet vor oder nach einer Vorstellung noch eine Probe von einem anderen Stück statt. Dann bin ich bestimmt 4-5 Tage pro Woche an der Freilichtbühne. Aber da ich hier gerne bin, ist es ein toller Ausgleich.

 

Was möchtest du denn später einmal werden, weißt du das schon?

Patrick Glatzel: Nein, noch nicht wirklich. Im Bereich Theater zu arbeiten wäre ein Traum. Jedoch ist es schwierig damit sein Geld zu verdienen.

 

Wie lange bist du schon an der Freilichtbühne? Und was war bisher deine liebste Rolle?

Patrick Glatzel: Mitglied bin ich seit 2008, aktiv jedoch erst seit 2011. Meine erste Rolle an der Freilichtbühne war ein Affe im Dschungelbuch. Am meisten Spaß hat mir jedoch im letzten Jahr Fame gemacht.

 

Hast du auch eine Traumrollen, die du gerne einmal spielen möchtest?

Patrick Glatzel: Es gibt viele Stücke in denen ich gerne mitspielen würde. Mein Favorit ist „Wicked – Die Hexen von Oz“. Das würde ich gerne mal live sehen und auch gerne mal mitspielen.

 

Danke für das Interview und viel Spaß und Erfolg bei allen Vorstellungen, die noch vor dir stehen. Toi, toi, toi für die bevorstehende Premiere der Open-Air Nacht der Musicals.

Premiere des Kinderstückes: Jeder Tag ist eine Chance

Der kleine Tag“ erwies sich bei seiner Premiere am Sonntagnachmittag als Paradebeispiel für ein Familienstück. Für die gelungene Inszenierung, die vor allem durch die große Spielfreude des starken Ensembles bestach, gab es am Ende tosenden Applaus.

 

Wenn die Münsterländische Freilichtbühne etwas für Kinder zeigt, dann sollen auch die Erwachsenen ihren Spaß daran haben. „Der kleine Tag“ erwies sich bei seiner Premiere am Sonntagnachmittag als Paradebeispiel für ein Familienstück. Das Musical aus der Feder von Wolfram Eicke, Hans Niehaus und Rolf Zuckowski begeisterte mit seiner leicht verständlichen und gleichzeitig tiefgründigen Geschichte sowie den mitreißenden Liedern sowohl die kleinen als auch die großen Zuschauer. Für die gelungene Inszenierung, die vor allem durch die große Spielfreude des starken Ensembles bestach, gab es am Ende tosenden Applaus.

Die Ränge waren zwar nicht voll, aber dennoch gut besetzt – vor allem angesichts der Wettervorhersage. Wer trotz des angekündigten Schauers den Weg zur Freilichtbühne gefunden hatte, wurde mit einem kurzweiligen Theaternachmittag belohnt und blieb dabei sogar weitestgehend trocken. Während dieser ersten Vorstellung fielen nur ein paar Tropfen. Erst im Anschluss, als die Premierenrosen an alle Beteiligten verteilt waren, regnete es sich ein.

 

Eine Reise in die fantasievoll gestaltete Lichterwelt …

Das von Klaus-Dieter und Tabea Niepel inszenierte Musical unter musikalischer Leitung von Mariele Albermann sprach indes für sich. Die Zuschauer unternahmen zunächst eine Reise in die fantasievoll gestaltete Lichterwelt, in der vergangene Tage mit ihren bedeutenden Ereignissen prahlten, von der Entdeckung Amerikas bis zur Erfindung des Reißverschlusses. „Uns wichtige Tage aus der ersten Reihe hat man nicht vergessen, wir stehen sogar im Lexikon“, musste sich der kleine Tag anhören, der doch so gerne dazugehören wollte. Verkörpert wurde er bei der Premiere von Lotta Krane, die sich die Hauptrolle mit Noah Berger teilt. Die Elfjährige riss das Publikum mit ihrer Ausstrahlung und Präsenz vom Hocker. Als endlich der 23. April kam und der kleine Tag seine Reise auf die Erde antrat, gehörte die Bühne ganz allein der in ein silber-rotes Kostüm gewandeten Nachwuchsdarstellerin – und ihrem Song „Das Dunkel und ich“, den sie voller Inbrunst vortrug.

Was dann auf der Erde passierte, war das ganz normale Leben. Der kleine Tag wurde Zeuge ganz wunderbarer, aber auch durchwachsener Momente. Er sah mit an, wie sich ein gestresster Vater beim Umzug seiner Familie mit dem rockigen „Wahnsinn“ den Frust von der Seele sang: „Es ist verrückt, ich werd erdrückt!“ Wie sich eine genervte Nachbarin mit ihrer Rap-Einlage wegen eines Stromausfalls mit einem Bautrupp stritt. Wie eine verlegte Bushaltestelle für Aufregung sorgte. Und wie ein Junge beim Ausprobieren seiner neuen Gitarre mit seinem erbosten Vater aneinander geriet.

 

Doch auch all diese Ereignisse hatten ihre schönen Augenblicke. Und die nahm der kleine Tag mit in die Lichterwelt, wo er voller Begeisterung von seinem Tag schwärmte. Ein verliebtes Paar, das sich geküsst hat, oder eine Familie, die ein spontanes Picknick genossen hat, empfanden die anderen Tage jedoch nicht als wichtig genug. Sie lachten den kleinen Tag aus und verbannten ihn in die letzte Reihe.

Ein Jahr später stellte sich dann heraus, dass es doch ein besonderer Tag war, nämlich der friedlichste Tag aller Zeiten. Damit bekam der kleine Tag zum Schluss seine verdiente Anerkennung.

 

Und die Zuschauer nahmen neben nicht nur Ohrwürmer und Eindrücke mit, sondern auch ein paar Gedanken. Behutsam und doch eindringlich vermittelte „Der kleine Tag“ eine Botschaft: Jeder Tag ist ein neuer Tag und kann ein wundervoller Tag werden, wenn man das Beste daraus macht und dabei den Blick für die kleinen Dinge und schönen Momente bewahrt.

Weitere Vorstellungstermine unter: „Der kleine Tag

Quelle: WN.de

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