Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e.V.

interview

Interview mit Choreographin und Kostümschneiderin Gudrun Maslanka

Gudrun Maslanka ist neben ihrem Mann eine der ganz wichtigen Menschen auf unserer Freilichtbühne, die meist im Hintergrund wirkt – dafür dort umso wichtiger ist!

Gudrun, seit wann bist du schon Mitglied an der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld und in welchen Bereichen warst du bisher schon aktiv?

Gudrun Maslanka: Ich bin seit 1980 Mitglied und zur Zeit sind die Näherei und Choreographie meine Aufgabenbereiche. Aber ich stand auch selbst schon auf der Bühne. Zuletzt habe ich 1999 in My Fair Lady mitgespielt und bin 2006 in Elixier für eine Vorstellung eingesprungen.

Für die Open-Air Nacht der Musicals hast du das Kostümbild geschaffen und bist zusätzlich noch für die Choreographien verantwortlich. Was ist die größere Herausforderung für dich?

Gudrun Maslanka: Die Frage ist schwer zu beantwortet, weil beide Bereiche so verschieden sind. Zeitintensiver ist auf jeden Fall das Schneidern und Nähen der Kostüme. Da bekomme ich aber viel Unterstützung durch mein Team.

Wie viele verschiedene Kostüme werden bei der diesjährigen Open-Air Nacht der Musicals auf der Bühne zu sehen sein.

Gudrun Maslanka: Es sind genau 134 verschiedene Kostüme. Pro Darsteller sind das zwischen sieben und dreizehn.

Das ist eine Menge. Was ist das aufwendigste dieser Kostüme? Was hat den Aufwand ausgemacht?

Gudrun Maslanka: Das Kostüm des Pharaos aus dem Musical Joseph war sehr aufwändig zu nähen, weil es sich aus vielen Teilen zusammensetzt und viele Details besitzt, die einzeln aufgenäht wurden. Die Herstellung hat 20 Stunden gedauert und es wird nur 2 Minuten auf der Bühne zu sehen sein.

Nun zur Choreographie, wie bringt man den unterschiedlichen Menschen die Choreographien bei? Denn es ist ja nicht jeder ein Naturtalent.

Gudrun Maslanka: Wichtig ist, dass man die Choreographien an die Fähigkeiten der Leute anpasst und sehr viel Geduld mitbringt. Dann funktionieren auch aufwändigere Tänze mit einer großen Gruppe. Wir sind auch bereits vor Monaten angefangen, damit sich die Routine entwickeln kann.

Dein Mann Erwin Maslanka ist ebenfalls bei der Open-Air Nacht der Musicals engagiert. Was trägt er zu dieser Inszenierung bei?

Gudrun Maslanka: Er ist für den Bau der größere Bühnenrequisiten verantwortlich. Beispielsweise wurde ein Thron gebaut und eine Gruft für den Song aus Tanz der Vampire. Auch er bekommt von seinem Team sehr viel Unterstützung.

Wir danken Dir für das Interview und noch viel mehr für Euer ehrenamtliches Engagement an der Freilichtbühne. Toi toi toi für die beiden Vorstellungen der Open-Air Nacht der Musicals.

Interview mit Hauptdarstellerin Svenja Niepel

Hallo, liebe Svenja! Du bist schon seit deiner Geburt Mitglied an der Münsterländischen Freilichtbühne Greven-Reckenfeld und somit mit deinen 28 Jahren schon ein wahres Urgestein und ein sehr wichtiger Pfeiler im Verein. Dieses Jahr wirkst du in drei Produktionen auf der Freilichtbühne mit. Die erste dieser Produktionen feiert am Samstag Premiere – das Musical „Toast Hawaii„. Kannst du uns erzählen wovon das Musical handelt?

Svenja Niepel:Toast Hawaii“ ist die Vorgeschichte von „Schlager lügen nicht„. Es ist die Liebesgeschichte zwischen Maria und Richard. Die beiden verkörpern die Eltern im Stück „Schlager lügen nicht„. Das Musical ist voller Schlager der 60er Jahre, u a. „Ich will keine Schokolade“ und „Liebeskummer lohnt sich nicht“. Was mir besonders gut gefällt, sind die lustigen alten Werbeslogans, die in dem Stück immer wieder auftauchen.

 

Im Musical „Toast Hawaii“ spielst du die Rolle der Maria Sperlich. Beschreibst du uns bitte kurz die Rolle? Was ist das besondere an der Rolle?

Svenja Niepel: Maria möchte Sängerin werden und im Wunschkonzert auftreten, die auf der Suche nach neuen Talenten sind. Jedoch will der Vater Peter keine Fernsehkarriere für Maria. Er hat Angst vor dem Verfall der Sitten und der lockeren Moral, die im Fernsehen herrscht. Für die damalige Zeit ist Maria eine selbstbewusste junge Frau, die weiß was sie will.

 

Hast du dich bei eurer Regie-Assistenz Cathrin Herkt über die Rolle informiert? Sie steht bereits seit zwei Jahren als Maria Spengler auf der Bühne. Sie ist die 17 Jahre ältere Bühnenversion von Maria Sperlich.

Svenja Niepel: Ja, natürlich! Cathrin und ich arbeiten sehr eng zusammen, da wir auch im Musical „Schlager lügen nicht“ schon zusammen gearbeitet haben. Und da sie die Regie-Assistenz ist, arbeiten wir bei jeder Probe zusammen.

 

Hörst du privat auch Schlager oder hörst du lieber andere Musik?

Svenja Niepel: Grundsätzlich höre ich andere Musik, allerdings gefallen mir die Lieder von Trude Herr sehr gut.

 

Was hörst du denn privat?

Svenja Niepel: Eine gute Frage, relativ viel klassische Musik, Chansons und Liedermacher. Aber ich höre relativ wenig Musik, da ich den ganzen Tag Musik unterrichte und somit nicht so viel Zeit dazu habe. Durch meine Mitbewohner höre ich auch Punk-Rock und viele andere Musikrichtungen, die durch unsere Wohngemeinschaft schallen. Ich bin für fast jede Art von Musik offen und genieße es Neues kennenzulernen.

 

Damit sind wir auch schon bei deinem zweiten großen Projekt in diesem Sommer auf der Freilichtbühne angelangt. Die „Open-Air Nacht der Musicals„! Was ist hierbei deine Aufgabe?

Svenja Niepel: Ich bin die Musikalische Leitung der „Open-Air Nacht der Musicals„. Meine Aufgaben sind die Liederfindung und das Einstudieren der Lieder mit den Sängerinnen und Sängern.

 

Wie läuft die Liederfindung ab?

Svenja Niepel: Die Sängerinnen und Sänger machen mir Vorschläge für ihre Sologesänge und in Abstimmung mit ihnen schaue ich, ob diese Lieder passend für sie sind. Die Gruppenlieder suche ich allerdings aus. Dabei achte ich darauf, dass ein guter Mix aus neuen unbekannten Liedern und Klassikern entsteht. Es soll ein bunt gemischtes Programm mit mitreißenden und berührenden Liedern werden. Hierbei bilde ich mit Maximillian Rinne, der die Inszenierung übernimmt, und Gudrun Maslanka, die die Choreographie einstudiert, ein sehr gutes Team.

 

Zu guter Letzt spielst du auch noch in der Wiederaufnahme von „Schlager lügen nicht“ mit und machst dort auch die musikalische Leitung. Bleibt bei so viel investierter Zeit noch Zeit für Privatleben?

Svenja Niepel: Momentan nicht, aber nach den Premieren werde ich dafür hoffentlich wieder Zeit finden. Das Schöne ist allerdings, dass sich mein Engagement an der Freilichtbühne nicht wie Arbeit anfühlt, da wir eine sehr lustige Truppe sind mit der ich viel Spaß habe.

 

Vielen Dank für das Interview und Toi, Toi, Toi für die kommende Saison.

Das Interview wurde von Dominik Elsner geführt.

Tickets online kaufen
2017 - Tickets 2017 - Tickets 2017 - Tickets

Termine


Weitere Termine finden Sie hier ...
Download Programmheft
Freilichtbühne Greven-Reckenfeld - Programmheft 2017
Baumpatenschaft
Baumpatenschaft
Kostümverleih

Unser Fundus ist samstags in der Zeit von 14:30-15:30 Uhr geöffnet (Schulferien ausgenommen)

Weitere Informationen ...

Sponsoren
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Kreissparkasse Steinfurt Landschaftsverband Westfalen-Lippe Radio RST 104,0 Stadtwerke Greven