Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e.V.

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Gudrun und Erwin Maslanka – Aktiv ein Leben lang

Gäbe es die beiden nicht – man müsste sie sich schnitzen. Gudrun und Erwin Maslanka investieren einen Großteil ihrer Freizeit für die Freilichtbühne. Zwei echte Reckenfelder Köpfe im Porträt.

Es gibt Menschen, die gehen voll und ganz in ihrem Hobby auf. Zu dieser Spezies gehören Erwin und Gudrun Maslanka, die ehrenamtlich fast ihre gesamte Freizeit, vor allem in der ersten Jahreshälfte für die Freilichtbühne im Einsatz sind. Die beiden werkeln im Hintergrund, doch das, was sie dort zustande bringen, ist auf der Bühne zu sehen. Während Erwin zum Kern des Bühnenbauteams zählt, ist seine Frau mit Schere, Nadel und Faden sowie tänzerisch unterwegs.

Die Liebe war es, die sie zur Bühne brachte. Als sie ihren Erwin 1980 kennen lernte, nahm der sie mit zur Bühne. „Er war dort den ganzen Sommer in Einsatz. Wenn ich in seiner Nähe sein wollte musste ich also auch meine Freizeit dort verbringen“, lacht Gudrun. Anfangs half sie in der Maske mit. Seit 1982 kümmert sie sich um die Kostüme, Bauernkomödien standen damals aus dem Spielplan. „Fehlte etwas, wurde das vom Stadttheater ausgeliehen.“

 

Gelernt hat sie das Nähen nie

„Immer aufgepasst wie es geht und selbst probiert“. So entwickelte sich unter ihrer Leitung im Laufe der Jahre eine Nähstube. Inzwischen sind es pro Jahr gut 20 Kostüme, die allein durch ihre Hände gehen. Viele weitere, die sie plant, entwirft, skizziert, kommen hinzu. Der Stoffeinkauf für ihre acht bis zehn fleißigen Näherinnen, ohne die es gar nicht geht, kommt dazu. Die großen Roben für die Musicalnächte näht sie alleine.

Als 1983/1984 orientalische Stücke auf dem Spielplan standen, gab es erstmalig Tanzeinlagen auf der Bühne. Unzählige Tänze hat Gudrun seitdem choreografiert, zum Beispiel „My fair Lady„. Die Liebe zum Tanzen verbindet das Ehepaar ebenfalls. So gründete Gudrun 1981 ein Männerballett, das insgesamt sieben Jahre erfolgreich in der Karnevalszeit unterwegs war. Ehe-mann Erwin war mit dabei. Jazzgymnastik, Jazzdance und Übungsleiterschein für den SCR, die Liste lässt sich bei Gudrun fortführen. Über Gudruns Einsatz als Jazzdancetrainerin in der Citytanzschule kamen die beiden, nachdem Erwin keinen Schichtdienst mehr hatte, zum Turniertanz. „Wir waren zwar nicht die Besten, aber die Lustigsten“ stapeln sie tief. „Wir entschieden uns für die Freilichtbühne“, erzählt Erwin. Er kam 1973 über einen Nachbarn zur Bühne und half dort anfangs bei der damals recht simplen Technik und dem Bühnenaufbau. 1975 stand er in „Urlaub in Stankt Grobian“ auf der Bühne und „ich wirkte damals in vier Stücken gleichzeitig mit“, erinnert er sich.

Erwin führte bei den ersten orientalischen und später bei einigen anderen Stücken Regie. „In drei aufeinander folgenden Jahren ging es auf der Bühne orientalisch zu. Das dazu passende Bühnenbild wurde von Jahr zu Jahr erweitert. Der sieben Meter hohe Turm war das Highlight dieser Kulisse“. Und immer wieder stand er zwischendurch selbst auf der Bühne, so in der Hauptrolle bei „Charlys Tante“ .

 

In Halle 27 der Freilichtbühne

In „Halle 27“, der Werkstatt der Bühne, verbringt Erwin Maslanka viel Zeit mit einem kleinen, harten Kern an Mitstreitern. Mit Holz arbeitete er immer gerne. „Nach einer Umschulung zum Tischler habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht, und jetzt als Rentner ist die Bühne noch mehr mein Hobby“.

Der Ideenreichtum des Ehepaares Maslanka wird auch kreativ im eigenen Haus umgesetzt. Da ist fast nichts von der Stange. Urlaub und Radtouren sind die kleinen Auszeiten von der Bühne.
Dass es heute eine Kinder- und eine Jugendgruppe gibt, ist ihm und Heidi Knieps zu verdanken. Was sie 1974 begannen, legte den Grundstein dafür, dass heute zahlreiche Kinder und Jugendliche an der Bühne aktiv sind.

Aktuell laufen die Proben für die Komödie „Zum Sterben schön“.

Linedance würde Gudrun gerne ab dem Herbst anbieten. „Wenn ich einen passenden Raum finde. Ich glaube das Interesse wäre da“.

Quelle: WN.de

Interview mit Choreographin und Kostümschneiderin Gudrun Maslanka

Gudrun Maslanka ist neben ihrem Mann eine der ganz wichtigen Menschen auf unserer Freilichtbühne, die meist im Hintergrund wirkt – dafür dort umso wichtiger ist!

Gudrun, seit wann bist du schon Mitglied an der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld und in welchen Bereichen warst du bisher schon aktiv?

Gudrun Maslanka: Ich bin seit 1980 Mitglied und zur Zeit sind die Näherei und Choreographie meine Aufgabenbereiche. Aber ich stand auch selbst schon auf der Bühne. Zuletzt habe ich 1999 in My Fair Lady mitgespielt und bin 2006 in Elixier für eine Vorstellung eingesprungen.

Für die Open-Air Nacht der Musicals hast du das Kostümbild geschaffen und bist zusätzlich noch für die Choreographien verantwortlich. Was ist die größere Herausforderung für dich?

Gudrun Maslanka: Die Frage ist schwer zu beantwortet, weil beide Bereiche so verschieden sind. Zeitintensiver ist auf jeden Fall das Schneidern und Nähen der Kostüme. Da bekomme ich aber viel Unterstützung durch mein Team.

Wie viele verschiedene Kostüme werden bei der diesjährigen Open-Air Nacht der Musicals auf der Bühne zu sehen sein.

Gudrun Maslanka: Es sind genau 134 verschiedene Kostüme. Pro Darsteller sind das zwischen sieben und dreizehn.

Das ist eine Menge. Was ist das aufwendigste dieser Kostüme? Was hat den Aufwand ausgemacht?

Gudrun Maslanka: Das Kostüm des Pharaos aus dem Musical Joseph war sehr aufwändig zu nähen, weil es sich aus vielen Teilen zusammensetzt und viele Details besitzt, die einzeln aufgenäht wurden. Die Herstellung hat 20 Stunden gedauert und es wird nur 2 Minuten auf der Bühne zu sehen sein.

Nun zur Choreographie, wie bringt man den unterschiedlichen Menschen die Choreographien bei? Denn es ist ja nicht jeder ein Naturtalent.

Gudrun Maslanka: Wichtig ist, dass man die Choreographien an die Fähigkeiten der Leute anpasst und sehr viel Geduld mitbringt. Dann funktionieren auch aufwändigere Tänze mit einer großen Gruppe. Wir sind auch bereits vor Monaten angefangen, damit sich die Routine entwickeln kann.

Dein Mann Erwin Maslanka ist ebenfalls bei der Open-Air Nacht der Musicals engagiert. Was trägt er zu dieser Inszenierung bei?

Gudrun Maslanka: Er ist für den Bau der größere Bühnenrequisiten verantwortlich. Beispielsweise wurde ein Thron gebaut und eine Gruft für den Song aus Tanz der Vampire. Auch er bekommt von seinem Team sehr viel Unterstützung.

Wir danken Dir für das Interview und noch viel mehr für Euer ehrenamtliches Engagement an der Freilichtbühne. Toi toi toi für die beiden Vorstellungen der Open-Air Nacht der Musicals.

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