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Hexenjagd




Hexenjagd (2002) / Foto: Annett Boy



Saison: 2002

Hexenjagd spielt im Jahr 1692 in Salem, einer Gemeinde im heutigen US-Bundesstaat Massachusetts.

In dem kleinen Städtchen Salem überrascht der Pfarrer Samuel Parris seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail Williams und weitere Mädchen bei einem okkulten Ritual im Wald.

Einige der Kinder scheinen sich nicht von dem Schock der Entdeckung zu erholen. Sie werden ohnmächtig oder krank, was sie aber nur vortäuschen, um sich selbst zu schützen. Da die „Krankheiten“ der Kinder von Ärzten nicht zu erklären sind, entsteht schnell das Gerücht von übernatürlichen Ereignissen, von Teufelsbeschwörung und Hexerei.

Pastor Parris beauftragt Pastor Hale, einen Teufelsspezialisten, der Krankheit seiner Tochter auf den Grund zu gehen. Die Mädchen, allen voran Abigail, merken sehr schnell, dass sie selbst der Strafe entgehen können, wenn sie andere beschuldigen, sie zu ihrem verbotenen Tun getrieben zu haben. Sie nennen wahllos Namen von Gemeindemitgliedern, die angeblich mit dem Teufel im Bund stehen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Der Stellvertreter des Gouverneurs, Danforth, und sein Assistent Richter Hathorne eröffnen ein Gericht in Salem. Hauptzeugen sind die Mädchen, die bald halb Salem als Hexen denunzieren. Der Bauer John Proctor durchschaut jedoch die Lügen und warnt davor, den Anklagen der Mädchen Glauben zu schenken. Abigail, die ein persönliches Interesse an Proctor hat, da er eine Affäre mit ihr hatte, während sie als Magd in seinem Haushalt tätig war, bezichtigt dessen Frau Elizabeth der Hexerei. Elizabeth wird verhaftet.

Proctor versucht mit Hilfe seiner Magd Mary Warren seine Frau zu retten und vor Gericht zu beweisen, dass Abigail und die Mädchen lügen. Zunächst gesteht Mary, dass die Mädchen alles nur vorgetäuscht haben. Doch unter dem Druck der Mädchen und nach einem neuerlich inszenierten Anfall kann sie ihr Geständnis nicht aufrechterhalten. Proctor bekennt sich zu seiner früheren Beziehung zu Abigail und versucht, Richter Danforth von deren Hass auf Elizabeth zu überzeugen. Dieser lässt Elizabeth kommen und befragt sie. Doch Proctors Frau, die seine Ehre retten will, behauptet, dass es kein Verhältnis gegeben habe. Während sie abgeführt wird, offenbart John ihr sein Geständnis. Mary bricht zusammen. Sie beschuldigt nun Proctor, mit dem Teufel im Bund zu sein und sie zu dem Geständnis gezwungen zu haben. Proctor wird verhaftet und zum Tode verurteilt. Hale, der Zweifel an Proctors Schuld hat, verlässt das Gericht.

Aufstände in Andover ändern die Situation. Parris befürchtet einen Aufstand auch in Salem. Außerdem sind die Mädchen geflohen, allen voran Abigail. Das Gericht erkennt nun seinen Irrtum. Doch der Lauf der Dinge ist nicht mehr aufzuhalten, andernfalls wären Autorität und Respekt verloren. Danforth, der sein Gesicht wahren will, hofft nun, dass der zurückgekehrte Hale Proctor und die anderen zu einem Geständnis bringen kann. Proctor gesteht tatsächlich, zerreißt jedoch anschließend sein Geständnis und bezeichnet es als Lüge. Er und die anderen werden gehängt.

Die Entwicklung der Ereignisse schlägt sich auch im Verhalten der Kirche nieder. Während Pastor Parris, aus Angst seine Autorität aufs Spiel zu setzen, einfach zusieht, reicht Richter Danforth der Glaube der naiven, eigentlich unglaubwürdigen Mädchen, um bei den Angeklagten Hexerei anzunehmen und sie zu verurteilen. Trotz des Prozessverlaufs verharrt er in seiner starren Haltung und glaubt nicht mehr zurück zu können. Seine Eitelkeit und die Unfähigkeit, als Autoritätsperson einen Irrtum einzugestehen, machen es ihm unmöglich, das Aburteilen unschuldiger Bürger zu beenden. Nur Pastor Hale gelangt zur Einsicht. Bei dem Versuch, unschuldige Leben zu retten, muss er jedoch verzweifelt erkennen, dass er gegen den Wahn nicht ankommt.



Mitwirkende:
Miriam Albermann als Darstellerin
Miriam Albermann: Darstellerin
Profil von Miriam Albermann


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