25. Mai 2017

Mal spielt ein Theaterstück in Schweden, wie der „Michel in der Suppenschüssel“, dann wieder muss eine Kulisse ein Innentheater für „Tratsch im Treppenhaus“ darstellen. Die Bühnenbauer der Freilichtbühne haben im Moment viel zu tun.

Und dieses Innentheater muss als Erstes fertig sein, denn die Premiere ist bereits am kommenden Samstag, 27. Mai, um 19 Uhr.

Die Bühnenbauer klotzen ran, denn die Akteure müssen vorher ja auch mal in der kompletten Kulisse proben können. 21 Meter Kulisse müssen hinter dem „Zimmertheater“ verdeckt werden. Und obendrein soll der Bühnenbau etwas Britisches für die Musicalkomödie „Zum Sterben schön“ bauen.

Da hat man dem hart werkelnden Team echt etwas ausgebürdet, weiß Erwin Maslanka. Aber er und seine Helfer lassen sich von dieser Herausforderung nicht unterkriegen. Drei Drehbühnen wurden im Freilichtbühnenboden eingebaut. „Die sind alle beim Musical im Einsatz. Welche Bühne hat schon drei Drehbühnen?“, fragt er stolz. Sechs verschiedene Bühnenbilder gibt es da und natürlich eine englische Cottage-Landschaft im Hintergrund.

Doch das ist noch längst nicht alles, was für diese Bühnenproduktion gebraucht wird. Drei einfache Särge wurden angeschafft, die dann individuell gestaltet wurden. Es konkurrieren in dem Stück nämlich zwei Bestatter, einer mit Show- und Event-Effekt und ein ganz traditioneller. Mehr wird dazu nicht verraten.

Bei „Michel aus Lönneberga“ zieht der Bengel in einer Szene seine kleine Schwester Ida an der Fahnenstange hoch. Diese Stange muss natürlich extra gesichert sein, damit nichts passiert.

Nur gut, dass drei Bühnenbauer fast täglich an der Bühne anzutreffen sind. Zum Team gehören sieben bis acht weitere Leute, von denen der Jüngste 16 Jahre alt ist. „Schön, wenn sich so junge Leute engagieren“, freut sich Matthias Grohe über Simon Rolink, (16) der schon seit über einem Jahr dem Bühnenbau treu ist. Der hat dann auch seinen Kumpel Erwin Scheidelmann mitgebracht. Die beiden bekommen mit, was die langjährigen Bühnenbauer leisten und haben trotz der manchmal auch harten Arbeit Spaß daran, hier mitzuwirken.

Wie gesagt: Für die Bühnenbauer wird es jetzt so richtig hektisch. Denn zur Premiere am kommenden Samstag muss die erste Kulisse komplett stehen.