An der Freilichtbühne wird der Kalender wieder um ein paar Jahrzehnte zurückgeblättert. „Schlager lügen nicht“, die knallbunte Komödie um Familie Spengler, kehrt für fünf Vorstellungen zurück. Premiere ist am Freitagabend (Beginn: 20.30 Uhr).

An der Freilichtbühne wird der Kalender wieder um ein paar Jahrzehnte zurückgeblättert. „Schlager lügen nicht“, die knallbunte Komödie um Familie Spengler, kehrt für fünf Vorstellungen zurück. Premiere ist am Freitagabend (Beginn: 20.30 Uhr). Neben den beliebten Charakteren dürfen natürlich auch die Mitsing-Knüller aus dem vergangenen Jahr nicht fehlen – von „Fiesta Mexicana“ über „Ich war noch niemals in New York “ bis zu „Wann wird‘s mal wieder richtig Sommer“.

 

Der Theatersommer 2014 war noch nicht lange vorbei, da wurde an der Freilichtbühne bereits über eine Wiederaufnahme gesprochen. „Alle freuen sich darauf, es noch einmal spielen zu dürfen“, verrät Regisseur Frank Meinecke . Auch die Zuschauer fiebern der Neuauflage entgegen, wie aktuelle Zahlen der Geschäftsstelle zeigen. „Der Vorverkauf läuft super.“ Weil auch die After-Show-Party im vergangenen Jahr so gut ankam, wird sie ebenfalls wiederholt – am 1. August (Samstag). Wer eine Karte für die Vorstellung um 20.30 Uhr erwirbt, löst automatisch ein Ticket für die anschließende Feier, bei der nur noch die Getränke zu bezahlen sind.

Mit „Schlager lügen nicht“ geht es also noch einmal zurück ins Zeitalter der Prilblumen, Lavalampen und Schlaghosen. In dem temporeichen Musical wird die Geschichte der Spenglers und einer Fernsehshow erzählt, bei der Tochter Doro (Lea Bröker) und Mutter Maria ( Cathrin Herkt ) eine Mallorca-Reise gewinnen. Zum zehnten Geburtstag der „ Schlagerparade “ geht es auf die Urlaubsinsel, wo die beiden Frauen in einige Irrungen und Wirrungen verstrickt werden. Eine von ihnen landet sogar in den Schlagzeilen, weil ihr durch ein zufälliges Foto eine Affäre mit Sänger Dieter Kern (Sebastian Horstmann) angedichtet wird. Der wiederum will Peter Helmut Bock (Klaus-Dieter Niepel) seinen Job als Moderator des beliebten Fernsehformats streitig machen.

 

Wer die turbulente Story bereits im vergangenen Sommer verfolgt hat, wird ein paar Veränderungen bemerken. Die augenscheinlichste ist das Bühnenbild, das den aktuellen Stücken „Fame“ und „Peter Pan“ anzupassen war: „Familie Spengler ist deshalb von der linken auf die rechte Seite umgezogen“, erklärt Meinecke, „und ihre Wohnung ist ein bisschen kleiner.“

Für die Fans des Musicals bringen die notwendigen Veränderungen übrigens auch ein paar kleine Überraschungen mit sich. Beispielsweise wird das Wohnzimmer der Spenglers, anders als 2014, in der Pause abgebaut – obwohl dort anschließend noch eine Szene spielt. Wie das gelöst wird, das wollen die „Schlager lügen nicht“-Macher vor der Premiere nicht verraten.

Eine Neuerung ist aber schon lange kein Geheimnis mehr: Es gibt einen neuen Björn. Stefan Erdmann tritt an die Stelle von Christoph Volkert und mimt die männliche Hälfte des Schlagerpärchens. Auch im Fernsehballett sind einige neue Gesichter zu sehen. „Abiprüfungen sind nun mal wichtiger als Theaterproben“, betont der Regisseur, den das bekannte Stück vor eine neue Herausforderung stellte. „Das ist meine erste Wiederaufnahme“, berichtet er. „Bisher habe ich immer bei Null angefangen und wusste zuerst nicht, wo ich ansetzen sollte.“ Meinecke entschied sich schließlich dazu, mit einem Durchlauf zu beginnen. „Der hat erstaunlich gut geklappt“, erinnert sich Regie-Assistentin Cathrin Herkt. Nach dieser Bestandsaufnahme war klar, an welchen Schrauben noch gedreht werden musste. Nach intensiver Probenarbeit ist das Ensemble nun bereit für fünf lustige Abende mit vielen Schlagern zum Mitsingen.