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Schauspielertruppe begeistert mit Jugendstück – Szenen vom pubertären Wahnsinn




Jugendgruppe der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld / Bild: WN - Westfälische Nachrichten

27. April 2015

14 Heranwachsende, 14 Geschichten – und ein 60-minütiges Auf und Ab der Gefühle. Eine emotionale Achterbahnfahrt durch einen Lebensabschnitt, der bei zahlreichen Teenagern eben auch genauso aufregend verläuft: die Pubertät. Mit dem Jugendstück „14“ präsentierte am Sonntagabend eine Clique von Jugendlichen Szenen aus dem ganz normalen pubertären Wahnsinn

Die Inszenierung stammt von den Teenagern selbst, nach einer Vorlage des Autors Volker Zill. „Hier und da haben wir es aber umgeschrieben“, berichtet Regisseurin Antonia Erdmann. Der Inhalt: 14 einzelne Situationen aus dem Leben von 14 völlig unterschiedlichen Teenies. Kurzgeschichten, bei denen das Publikum mal Lachtränen in den Augen hat und nur einen Moment später schlucken muss.

Los geht es mit der ehrgeizigen Lucy (Mara Jerzinowski), die verbissen an ihrer Karriere im Leistungssport arbeitet. Ehrgeiz, von dem Jason (Johannes Reppenhorst) nur träumen kann – doch immerhin ist er ein ziemlicher Entertainer, der seine Kumpels mit Comedy- und die Mädels mit Stripeinlagen zum Lachen bringt. Shopping-Queen Elja (Antonia Erdmann) lebt in ihrer eigenen Welt aus purem Luxus, aber auch entsetzlicher Langeweile und Gleichgültigkeit. Streber Alexander (Patrick Glatzel) war schon im Kindergarten zu intelligent für diese Welt – ein treffendes Beispiel für schulische Überflieger mit erschreckend hohem Lebenstempo. George (Phillip Elsner) beschafft sich sein Taschengeld mit krummen Drogen-Deals, die verpeilte Mia (Sophie Kramer) findet sich selbst nur „so unterer Durchschnitt“. Es entwickelt sich ein Stück, das jeden etwas angeht: Eltern, die ihre pubertierende Brut besser verstehen wollen. Aber auch Jugendliche, die sich – wenn auch überspitzt – selbst wiederfinden können.

„Es ist eine Selbstparodie“, erklärt Antonia Erdmann, „in der wir Probleme ansprechen, die wir alle kennen.“ Und viele dieser Probleme sind wirklich ernst: Etwa das der introvertierten Ronja (Nora Brockmann-Könemann), die über den Tod ihrer Eltern nie hinweggekommen ist. Tänzer Erdinan und Rapperin Jessica markieren nach außen die Chefs der Straße, überdecken damit aber eigentlich bloß ihre eigenen Schwächen. Maja (Leah Finke) muss die Scheidung ihrer Eltern miterleben, Victor (Keno Ohrmann) verbringt den Tag mit PC-Gezocke. Layla (Henriette Niepel) wird zum Opfer ihrer Eltern, die aus ihr unbedingt eine Musikerin machen wollen. Besonders dramatisch ist die Geschichte von Hannah, die es mit ihrem Lebensmotto „YOLO“ (You only live once) übertreibt und nach einer Party plötzlich schwanger ist. Durch das Stück zieht sich das Schicksal von Mobbingopfer Manfred (Justin Herkt), der von seinen Mitschülern nach allen Regeln der „Kunst“ fertiggemacht wird. Mit dem von allen verlassenen Manfred findet „14“ ein trauriges Ende. Die fantastische Leistung der Schauspieler erntet vom Publikum stehende Ovationen.



Quelle:
WN.de: Schauspielertruppe begeistert mit Jugendstück – Szenen vom pubertären Wahnsinn WN.de

Interne Infos:
14 14




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