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Ritter von der peinlichen Gestalt – Kinderstück begeistert Jung und Alt




Der kleine Ritter Pepperon

1. Dezember 2014

Eigentlich macht Ritter Pepperon eine ziemlich peinliche Figur bei seinen Versuchen, das Burgfräulein zu erobern. aber auch dank der Unterstützung des Publikums in voll besetzten Spielerheim gelingt es ihm an Ende doch.

Geschichten für Kinder sind immer dann gut, wenn sie auch Erwachsene begeistern. Und wenn sie nicht nur das Herz berühren, sondern außerdem eine Botschaft vermitteln. Die ist am Sonntagnachmittag im ausverkauften Spielerheim der Freilichtbühne, wo das ebenso niedliche wie witzige Mitmach-Musical „Der kleine Ritter Pepperon“ zu sehen war, auf jeden Fall angekommen. „Das ist blöd“, rief ein Kind im Publikum, als der vorher so fröhliche Held reichlich Tränen vergoss, weil er gerade beim Turnier des Königs gegen den schwarzen Ritter verloren hatte. „Aber kannst du es nicht noch mal versuchen?“ Das war ein zuckersüßer Moment, der die Vorstellung auch für die großen Zuschauer unvergesslich machte.

Der eben erwähnte Wettbewerb um Ruhm und Ehre war in dem 45-minütigen Zwei-Personen-Stück – geschrieben, gespielt und gesungen von Svenja Niepel und Thekla Kersken – allerdings eher Nebensache. Vielmehr ging es dem Ritter darum, das Herz des angebeteten Burgfräuleins zu erobern. Nachdem es beim Turnier schon mal nicht geklappt hatte, musste Pepperon eben neue Ideen aushecken. Bei der Umsetzung haperte es allerdings: Der verliebte Protagonist wollte seiner Herzensdame ein Lied singen, stimmte es aber unter einem falschen Fenster an. Als er ihr Blumen pflückte, bekam der Ritter es mit einem ganzen Bienenschwarm zu tun. Auf dem Weg von einem Fettnäpfchen ins andere hatte der Ritter aber immer einen Freund an seiner Seite, den Raben. Immer, wenn gerade alles schief gelaufen war, sang er zusammen mit den Kindern ein aufmunterndes Lied. So schöpfte Pepperon immer wieder neue Kraft.

Aber weil auch Ritter nur Menschen sind, war irgendwann der Punkt gekommen, an dem der Held in der silbernen Rüstung mit der roten Peperoni auf der Brust aufgab. „Alles, was ich mache, ist peinlich“, haderte er mit seinen gescheiterten Annäherungsversuchen. Letztlich waren es genau die, die das Herz des Burgfräuleins eroberten. Und so kam es doch noch zum Happy End – unter großem Applaus aller Zuschauer.

Das Stück hatte es verdient – war ihm doch deutlich anzusehen, mit welcher Begeisterung es von den beiden Musikpädagoginnen ausgedacht und zusammen mit Regisseurin Lara Goldstein umgesetzt wurde. Niepel und Kersken gingen in ihrem Werk voll und ganz auf. Mit wenig Mitteln schafften es die jungen Frauen, ihre Geschichte zum Leben zu erwecken und die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Das gelang nicht zuletzt durch die einfachen, aber effektvollen Mitmachaktionen. Das Publikum konnte nämlich nicht nur in die immer wiederkehrenden Lieder einstimmen, sondern beispielsweise als Bienenschwarm oder Blumenwiese mitmischen. So viel gaben Pepperon, Noela und der Rabe den Zuschauern mit auf den Weg: Auch wenn alles schief läuft, kann am Ende alles gut werden.



Quelle:
WN.de: Ritter von der peinlichen Gestalt –  Kinderstück begeistert Jung und Alt WN.de

Interne Infos:
Der kleine Ritter Pepperon Der kleine Ritter Pepperon




Gallerie:

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