Als äußert vielseitig erweist sich das diesjährige Freilichtbühnenprogramm in Reckenfeld. Als Familienstück gibt es den Klassiker „Michel aus der Suppenschüssel“ von Astrid Lindgren (Premiere 4. Juni, 16 Uhr).

Hier werden wieder sehr viele Kinder ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen. Nachwuchsförderung wird schon seit über mehr als 60 Jahren an der Bühne betrieben. Denn nur so konnte sich die Bühne im Laufe ihres 70-jährigen Bestehens weiterentwickeln.

Eher der Moderne verpflichtet ist die musikalische Theaterkomödie mit schwarzem britischer Humor „Zum Sterben schön““ (Premiere 17. Juni, 20.30 Uhr). Das Stück ist inspiriert vom Film „Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge“ aus dem Jahr 2002. Nach den sehr beliebten Musikkomödien der vergangenen Jahre setzt die Bühne hier einen neuerlichen, diesmal gleichwohl etwas anderen musikalischen Akzent. Schließlich soll den Zuschauern immer wieder etwas Neues geboten werden.

Die Lachmuskeln werden bei dieser musikalischen Theaterkomödie sicherlich ebenso beansprucht wie bei dem Klassiker „Tratsch im Treppenhaus„, den man vor allem vom „Ohnsorg-Theater“ kennt. Stücke dieser Art gehörten über sehr viele Jahre zum Repertoire der Bühne, die sich 1947 unter dem ursprünglichen Namen „Laienspielschar Reckenfeld“ gründete und zur Münsterländischen Freilichtbühne wurde.

Tratsch im Treppenhaus“ steht mit sieben Terminen im Spielplan. Für Bühnenmitglied Christoph Volkert , der bei dem Stück Regie führen wird, ist „Tratsch im Treppenhaus“ eines der beliebtesten Stücke des deutschen Volkstheaters. „Das Stück ist gut gebaut und immer noch aktuell. Klatsch und Tratsch sterben niemals aus“, so der Regisseur. In Reckenfeld wird eine, wie Volkert sagt, „entstaubte Fassung“ gezeigt, die auch einiges an Reckenfelder Lokalkolorit enthalten wird. Probleme, Schauspieler für dieses Stück zu finden, hatte er nicht. „Ich habe eine super spielfreudige Truppe“, die sich zur Premiere (27. Mai, 19 Uhr) präsentieren wird. Regie führte Volkert mehrfach bei der Niederdeutschen Bühne in Rheine „die ja meine theaterische Heimat ist“. In Reckenfeld stand er unter anderem „Im weißen Rössl“ auf der Bühne. Von wenigen Ausnahmen abgesehen spielt er nur Volkstheater.

„Es ist für mich die größte Freude, dem Publikum mit dieser Art des Theaters Freude zu bereiten“, sagt Volkert. „Ich bin der glücklichste Mensch, wenn ich meine Ideen weitergeben und etwas ausprobieren kann.“

Nun man darf gespannt sein auf die „entstaubte“ Fassung vom „Tratsch im Treppenhaus“.

Die Aufführungstermine für dieses Stück wurden ganz bewusst auf 19 und 16 Uhr gelegt. Nähere Informationen zu allen Stücken und Aufführungsterminen sowie dem Gastspielprogramm erfährt man unter ✆ 02575/15 66 und im Internet auf www.reckenfeld-freilichtbuehne.de.