Lange ist es nicht mehr hin, dann steht die erste Premiere der Freilichtbühne auf dem Spielplan. Am Sonntag konnten Besucher einen ersten Eindruck davon gewinnen, was sie in diesem Sommer erwarten dürfen.

Als beliebtes Ausflugsziel erwies sich am Muttertag die Freilichtbühne in Reckenfeld . Punkt 12 Uhr, mit Beginn des Bühnenprogramms, füllte sich das Gelände. Am Ende des „Tages der offenen Bühne“ zeigte sich der Förderverein der Freilichtbühne als Ausrichter sehr zufrieden.

Vor 18 Jahren war das damalige 50-jährige Bestehen der Bühne der Anlass, den Bühnengästen zum ersten Mal einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Diese Form des Einstiegs in die Bühnensaison hat sich schnell etabliert – und war auch am Sonntag sehr beliebt.

Die Kinder ließen sich in der Maske schminken, tobten auf der Hüpfburg, drehten Runden mit dem Karussell oder versuchten sich am Glücksrad. Vorwiegend weibliche Besucher schauten den Schneiderinnen bei ihren Näharbeiten über die Schulter. Die Männer begutachteten derweil die Arbeit der Bühnenbauer, die mit dem großen Piratenschiff und dem fahrbaren Krokodil wieder einmal in ihrer Kreativität gefordert sind.

In den Tagen bis zur Premiere von „ Peter Pan “ (17. Mai) sind noch zahlreiche Arbeitsstunden nötig. Die Probenszenen aus den Sommerstücken begeisterten die Zuschauer. Vom kleinen Portcheck, den die Besucher vor einer regulären Aufführung nicht mitbekommen, bis hin zur Improvisation, weil bei einem jüngeren Schauspieler vor Aufregung beim ersten Auftritt der Text ins Stocken geriet. Doch genau das sollen ja die Besucher bei so einem Tag auch einmal erleben.

Im Technikturm wurden die Mikrofone getestet – auch da durfte man sich hinter die Tontechniker stellen und von dort einen Blick auf die Bühne und Regelpulte werfen. Beim Rundgang erfuhren die Besucher auch, dass die notwendigen Anschaffungen, vor allem im Technikbereich, kostenintensiv sind. Der Förderverein trägt mit seinem Einsatz sehr dazu bei, dass viele erforderlichen Maßnahmen und Anschaffungen möglich werden. Dafür brutzelten die aktiven Fördermitglieder gerne am Grill- und Pommesstand für die hungrigen Gäste. Leckere Waffeln warteten nie lange auf Abnehmer. Bühnenmitglieder hatten außerdem ein tolles Kuchenbuffet vorbereitet, die Lose waren ebenfalls ruckzuck ausverkauft.

Das über vierstündige Bühnenprogramm lockte die Gäste immer wieder in den Zuschauerraum. Gastsänger Heiner Rusche holte die Kinder auf die Bühne, spielte mit Ihnen Lufttrompete und begeisterte mit seinen kindgerechten Songs. Erste Tanzszenen und das Lied „Fame“ aus dem gleichnamigen Tanzmusical machten Appetit auf das, was die Theatergäste bei der Premiere ab dem 30. Mai erwartet. Bevor es mit einer Szene aus „Schlager lügen nicht“ (fünf Wiederaufnahmevorstellungen in diesem Sommer) weiterging, „flog“ die Tanzgarde der Re-Ka-Ge mit den Zuschauern nach Las Vegas . Das abwechslungsreiche Programm klang mit eher leisen Tönen aus. Tabea Niepel präsentierte sich als junge Liedermacherin mit selbst geschrieben – mal rockigen, mal nachdenklichen – Texten. Bühnennachwuchs, der zum Glück stets nachwächst, wie man beim Kinderstück „Peter Pan“ sehen kann.