Die Freilichtbühne blickt auf eine mehr als zufrieden stellende Saison zurück. 18 598 Besucher sahen ein Theaterstück in Reckenfeld.

Oberes Mittelfeld mit Anschluss an die Spitzenpositionen – nicht schlecht: Die Freilichtbühne kann auf eine mehr als zufriedenstellende Saison zurückblicken. In Zahlen ausgedrückt heißt das: 18 598 Besucher wollten eines jener Stücke sehen, die in diesem Sommer auf der Bühne gezeigt wurden.

Die Jahresbilanz reiht sich damit nahtlos in die zumeist recht guten Ergebnisse der vergangenen Jahre ein. Zum Vergleich: In 2014 lag die Besucherzahl nur marginal höher, wieder ein Jahr zuvor (unter anderem wetterbedingt) bei gerade mal 12 000. Das Rekordergebnis des Jahres 2012, als mehr als 20 000 Besucher am Einlass gezählt wurden, ist bis heute unerreicht. Im Schnitt zählte die Bühne in den zurückliegenden Jahren meistens um die 16 000 Besucher. Nun liegt man schon im zweiten Jahr hintereinander bei mehr als 18 000 – „damit sind wir sehr zufrieden. Das ist ein gutes Ergebnis“, sagt Bühnen-Geschäftsführerin Petra Niepel.

Wie üblich hat das Kinderstück den Bärenanteil beigesteuert – auch weil hier am meisten Aufführungen im Spielplan standen. 9205 Besucher sahen sich „ Peter Pan “ an. Das Erwachsenenstück „Fame“ kam auf 4324 Besucher. „Schlager lügen nicht“ (mit fünf Vorstellungen) lockte 2658 Gäste an, die beiden Vorstellungen von „Ladies Night“ kam auf 1253 Besucher. Das Gastspiel der Kabarett-Frauen von „Dietutnix“ fließt mit 1178 Besuchern in die Bilanz ein.

Kein Stück sei hinsichtlich der Zuschauerresonanz aus dem Rahmen gefallen. „Wir sind mit allen Stücken gut zufrieden“, sagt Niepel. Was sie besonders im Fall von „Fame“ freut. „Das ist auch ganz gut gelaufen. Vorher wussten wir das nicht so einzuschätzen.“ Der hohe Anteil von Tanzszenen sei für die Freilichtbühne Reckenfeld eine Neuerung gewesen – nicht unbedingt ein Wagnis, aber eben auch nicht ganz so gut kalkulierbar wie andere Stücke, zumal „Fame“ nicht ganz so bekannt sei. Doch sämtliche Sorgen – so es sie denn gab – erwiesen sich als unbegründet. Toll auch für die Darsteller-Riege, die – auch das eine Besonderheit dieses Jahres – überwiegend aus Jugendlichen bestand. Bis zu 40, um genau zu sein. „Sie haben mit dem Stück die Chance bekommen, zu zeigen, was sie können“, betont Niepel. Dass die Zuschauer dies auch mit entsprechender Resonanz honoriert hätten, sei insofern doppelt erfreulich.

Nach der Saison ist vor der Saison. Für 2016 stehen schon zwei Stücke fest: Die Kinder dürfen sich auf „Der kleine Tag“ freuen. Den Erwachsenen bietet die Bühne mit „Toast Hawaii“ den Vorläufer von „Schlager lügen nicht“ an – Gassenhauer der 60er Jahre sollen eine ähnlich gute Stimmung transportieren wie das Kultstück.

Die Vorbereitungen für 2016 sind schon in vollem Gange. Die Verträge mit den Verlagen, die die Rechte haben, sind geschlossen. „Es liegen auch schon Bewerbeungen von Regisseuren vor“, verrät die Geschäftsführerin. Sobald die Entscheidung über die Regie gefallen sei, könne mit der Besetzung der Rollen begonnen werden. „Im nächsten Monat wird dann der Spielplan erstellt. Dann entscheiden wir auch, ob es nächstes Jahr noch ein drittes Stück geben wird“, sagt Petra Niepel.