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Romeo und Julia: Klassiker im Hier und Jetzt




Romeo und Julia / Foto: WN - Heidrun Riese

12. April 2013

Am 15. Juni feiert das Sommerstück „Romeo und Julia“ auf der Freilichtbühne Premiere. Derzeit bereiten sich die Mitwirkenden mit Hochdruck vor.

 

Auf der Freilichtbühne in Reckenfeld schlagen in diesem Sommer die Herzen höher. „Romeo und Julia“ steht auf dem Spielplan – eine der schönsten und gleichzeitig eine der traurigsten Liebesgeschichten aller Zeiten, auf jeden Fall aber die berühmteste.

 

William Shakespeare hat die Tragödie vor über 500 Jahren verfasst, aber ihr Thema ist topaktuell. Das Drama um zwei junge Verliebte, deren Familien verfeindet sind, könnte auch im Jahr 2013 spielen. Deshalb haben die beiden Regisseure Yvonne Grüner und Patric Sohrt , die 2011 und 2012 für das Erfolgsstück „Ladies Night“ verantwortlich waren, die Handlung in die heutige Zeit versetzt. Nur über den Ort des Geschehens wollen sie nichts verraten. „Der soll eine Überraschung sein“, erklärt Sohrt.

 

Dem aktuellen Schauplatz gegenüber steht die alte Sprache, die das Regie-Duo beibehält. „Wir kämen wohl kaum den Wünschen des Publikums nach, wenn wir die Sprache Shakespeares verändern, schließlich entschließt man sich als Zuschauer bei einem Stück wie „Romeo und Julia“ auch für die Eigenart der Ausdrucksweise“, informiert Grüner.

 

Der Text ist allerdings gestrafft. „Wir arbeiten nicht mit der klassischen Reclam-Version, die würde zeitlich einfach den Rahmen sprengen“, gibt Sohrt Entwarnung. Das Programm wird also gewohnt abendfüllend, erfordert aber nicht übermäßig viel Sitzfleisch.

 

Dass die alte Sprache ihre Schwierigkeiten mit sich bringt, sowohl für das Publikum als auch für das Ensemble, das ist den beiden Regisseuren durchaus bewusst. „Die Zuschauer müssen sich natürlich daran gewöhnen, aber das kommt ganz schnell“, ist Grüner überzeugt. Etwas mühsamer ist der Umgang mit Shakespeares Sprache für die Spieler. Zu Beginn der Proben stand daher neben dem Lesen auch das Interpretieren der Dialoge. „Die Spieler müssen wissen, worüber sie sprechen“, betont Sohrt. Judith Rieping , die auf der Bühne die Julia verkörpert, fand schnell Gefallen daran, auf ungewohnte Weise zu sprechen. „Es macht einfach Spaß“, sagt sie. „Die alte Sprache ist interessant und ich kann mir meine Passagen leicht merken, wegen der Reime und des Rhythmus`.“ Kevin Cichy alias Romeo konnte sich dagegen nicht so schnell mit seinem Text anfreunden. „Die alte Sprache ist heute so fern von der Realität, dass ich sie mir nicht so leicht einprägen kann“, räumt er ein.

 

Was den Inhalt angeht, sind aber beide Hauptdarsteller vollauf von dem Klassiker begeistert. „Liebe, die an der Familie zerbricht, ist das Thema schlechthin“, findet Rieping. „Das Stück ist absolut zeitlos, es wird noch in 2000 Jahren gespielt“, glaubt Cichy. Übrigens haben sich beide schon lange vor den Proben sehr viel mit „Romeo und Julia“ beschäftigt. Rieping hat in der Schule die Verfilmung mit Leonardo DiCaprio und Claire Danes sehr intensiv besprochen. Für Cichy war es das erste Stück, das er sich im Theater in Münster angesehen hat.

 

In Reckenfeld werden bei „Romeo und Julia“ übrigens nicht nur die bekannten Gesichter auf der Bühne zu sehen sein. „Unsere Julia, Judith Rieping, kommt zum Beispiel vom Quasiso-Theater aus Ibbenbüren“, verrät Sohrt, „genau wie Julian Krentscher, der den Paris spielt.“ Zwei weitere Darsteller kommen von der Niederdeutschen Bühne in Rheine: Oliver Elsner (Tybalt) und Christoph Volkert (Pater Lorenzo), der im vergangenen Sommer als Wilhelm Giesecke in „Im weißen Rößl“ die Zuschauer in Reckenfeld begeisterte. Und für zwei Darsteller der Freilichtbühne wird es der erste bzw. der erste große Auftritt. Kevin Cichy spielte 2010 den Thommy in „Pippi Langstrumpf“ und übernimmt 2013 in „Romeo und Julia“ seine erste Hauptrolle in einem Erwachsenenstück. Absolutes Neuland betritt Willi Scheele, der in dem Shakespeare-Klassiker den Grafen Capulet darstellt. Ist er vor seinem Debüt aufgeregt? „Noch nicht, aber das kommt bestimmt noch“, sagt er. „Vor Leuten zu sprechen, bin ich aus dem Beruf gewohnt, aber auf der Bühne ist das noch mal was ganz anderes.“



Interne Infos:
Romeo und Julia


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