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Premiere an der Freilichtbühne: Romeo und Julia mit Happy-End




Ronja Räubertochter / Foto: WN - Heidrun Risse

21. Mai 2018

Wer sich in den Wald begibt, der sollte sich vor Dieben und Halunken in Acht nehmen. Aber keine Sorge: Die, die sich derzeit an der Münsterländischen Freilichtbühne herumtreiben, sind ganz harmlos.

 

Sie wollen nur spielen – und zwar „Ronja Räubertochter“, das diesjährige Familienstück, das am Sonntagnachmittag vor voll besetzter Tribüne seine umjubelte Premiere feierte.

Trotz der Länge von knapp zwei Stunden war es eine sehr kurzweilige Inszenierung der berühmten Geschichte aus der Feder von Astrid Lindgren, in der sich zwei Kinder verfeindeter Räuberhauptmänner anfreunden und nach einigen Zwistigkeiten schließlich Frieden zwischen den beiden Streithähnen und deren Banden stiften.

 

Unter der Regie von Frank Meinecke ist eine zeitgemäße und vor allem kindgerechte Theaterfassung des Klassikers entstanden, die durch die helle Kulisse, die bunten Kostüme und die eingängigen Melodien frisch-fröhlich daher kommt. Da fielen nur mal ein paar derbe Worte wie „Borka, dieser Hosenschisser“ oder „Scher dich zum Donnerdrummel“. Allenfalls für einen kurzen Schreckmoment sorgten der helle Blitz und der damit verbundene laute Knall, der die Mattisburg in der Nacht von Ronjas Geburt in zwei Hälften teilte.

 

Es gab mehrere Spezialeffekte, die eine tolle Atmosphäre herstellen. Da war zum Beispiel der Schnee für die Winter-Szenen. Oder der Nebel, der über die Bühne waberte, wenn Graugnome oder Wilddruden auftauchten. Die wirkten in ihren mit Lichtern gespickten blau-silbernen Tüllumhängen und rosa-roten Tütüs nicht so unheimlich, wie sie im Buch beschrieben werden, und ließen sich auch immer schnell wieder vertreiben.

 

Die Rumpelwichte

Ein echter Hingucker waren die als friedliche Waldbewohner ganz in Grün gehaltenen Rumpelwichte mit ihren langen Nasen, den voluminösen Hosen und Röcken, den riesigen Füßen und dieser witzigen Art zu reden. Immer wenn ein „Wiesu denn bluß?“ zu hören war, antworteten kleine wie große Zuschauer mit verzücktem Lachen.

 

Getragen wurde das Stück aber vor allem von den tollen Hauptdarstellern, allen voran Lotta Eilers als Ronja. Mit großer Überzeugungskraft spielte sich die Zehnjährige durch alle Gefühlslagen der Titelheldin – von störrisch bis einfühlsam, von freudetaumelnd bis todunglücklich. Tim Möllers als Birk meisterte die Herausforderung, Emotionen zu spielen, ebenso gut und begeisterte das Publikum besonders mit seinem Schmollen. Ganz großes Kino boten Klaus-Dieter Niepel und Andreas Finke, die sich als Mattis und Borka so herrlich in die Haare kriegten. Tatjana Krane und Ruth Ackermann-Wolff als Lovis und Undis ließen mit wunderbar dargestellter Selbstsicherheit durchblicken, dass sie als Frauen der Räuberhauptmänner eigentlich das Sagen hatten. Dann waren da noch Peter Woltering als Glatzenper mit seinem hölzernen Rollator und den weisen wie frechen Sprüchen und Patrick Glatzel als liebenswert-witziger Klein-Klipp.

 

Es war eine gelungene Umsetzung einer Geschichte über Freundschaft mit gewissen Parallelen zu Shakespeares „Romeo und Julia“ – allerdings mit Happy-End. Bei „Ronja Räubertochter“ hieß es im Abschlusslied nämlich nicht mehr „Wir sind Mattisräuber“ und „Borka-Räuber“, sondern „Wir sind eine Bande – hey, hey, hey, hey“. Da klatschte und sang das Publikum begeistert mit.

 

Das schönste Kompliment neben dem anhaltenden Applaus waren Kinder, die zum Ausgang hüpften wie Ronja und Birk durch den Mattiswald, und Eltern, die im Gehen die Melodien aus dem Stück summten oder vor sich hin pfiffen.



Quelle:
WN.de: Premiere an der Freilichtbühne: Romeo und Julia mit Happy-End WN.de

Interne Infos:
Ronja Räubertochter


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