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Freilichtbühne: Tratsch im Gottesdienst




Freilichtbühne: Tratsch im Gottesdienst

22. August 2017

Beim ökumenischen Gottesdienst auf der Freilichtbühne am Sonntag wählten die beiden Pfarrer zwei der diesjährigen Theaterstücke der Bühne für ihre Predigten aus: Die Geschichte um Michel und der Tratsch im Treppenhaus.

„Wenn sich die Kirchengemeinden und die Freilichtbühne vereinen, dann ist ökumenischer Gottesdienst in Reckenfeld“, begrüßt Benjamin Lenz die rund 150 Gottesdienstteilnehmer an der Freilichtbühne. Während es für Pfarrer Jörn Witthinrich eine Premiere war, auf der Bühne zu stehen, war das für Pfarrer Martin Frohnhöfer nichts Neues. „Den Gottesdienst gibt es hier jetzt schon im 24. Jahr“, erklärte er.

Die Pfarrer wählten sich zwei der diesjährigen Theaterstücke der Bühne für ihre Predigten aus. Pfarrer Witthinrich war der Meinung, dass Michel ein Kind sei, wie Kinder sein sollte. „Er ist ehrlich und direkt. Und er hat seinen Alfred und Freunde. Werdet wie die Kinder, sagte schon Jesus“.

Wie aktuell das Thema Tratsch ist, verdeutlichte Pfarrer Frohnhöfer: „Aktuell verbietet Papst Franziskus den Tratsch im vatikanischen Treppenhaus“, erklärte er. Der Tratsch sei auch schon in der Bibel anzutreffen, wie bei Jacobus nachzulesen sei. „Fast als hätte Jacobus hier vorbei geschaut“. Nichts werde versehentlich so oft geöffnet, wie der Mund. Und obwohl der Mensch es geschafft habe, fast alle Tiere zu bändigen, könne er die eigene Zunge nicht im Zaum halten.

Mit diesen Worten fand Pfarrer Frohnhöfer einen Übergang zum Theaterstück „Tratsch im Treppenhaus“ und gab zu: „Auch ich habe herzlich über die Tratschtante Meta Boldt gelacht. Sie hat knallhart und überzeugend gezeigt, was der Tratsch für Folgen hat“. Mit dem alten Spiel „Stille Post“ verdeutlicht er, was am Ende herauskommt.

Frohnhöfer flüstert als Erstes einem Jungen den Satz: „Das Leben ist ein Spiel. Und wer es recht zu spielen weiß, ist am Ziel“ ins Ohr. Am Ende der Kette mit 13 Person kam heraus: „St. Franziskus vermisst den Draht ins Krankenhaus“. Ein Beweis, wie sich die Dinge verdrehen.

Die Gottesdienstbesucher hatten sichtlich ihren Spaß an dieser lebendigen Darstellung. Für die musikalische Untermalung und die Begleitung der gemeinsam gesungenen Lieder sorgte Michael Niepel am Klavier. Er begleitete auch Dr. Stefan Erdmann, der zu Beginn und zum Ende des Gottesdienstes mit „A Simple Song“ von Leonard Bernstein aus dem Musical Mass und „Agnus Dei“ von Georges Bizet einen musikalischen Höhepunkt setzte. Im Anschluss an den Gottesdienst standen noch viele Besucher im Eingangsbereich zusammen, um bei einer Tasse Kaffee, Würstchen und Kuchen miteinander zu plaudern.



Quelle:
WN.de: Freilichtbühne: Tratsch im Gottesdienst WN.de



Gallerie:

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