Die „Zugabe“-Rufe dröhnten nach dem Stück durchs Rund. 360 Kinder feierten Michel und Ida an der Freilichtbühne Reckenfeld. Die heißen nämlich eigentlich anders und ihnen wohl bekannt.

„Altenberge ist da, Gronau sehe ich. Und woher kommt der große Block da links?“, fragte die Moderatorin der Freilichtbühne Reckenfeld. „Nordwalde“ hallte ein donnernder Urschrei aus 360 Kehlen zurück. Denn alle Kinder der Wichern- und Gangolfschule sahen sich das Stück „Michel in der Suppenschüssel“ an. Schließlich spielten zwei aus ihren Reihen die Hauptrollen.

Für Lotta Eilers und Tim Möllers war es ein besonderer Auftritt. Klar, sie sind es gewohnt, den frechen Michel aus Lönneberga und seine Schwester Ida zu spielen. Aber vor der eigenen Klasse und insgesamt 700 Kindern – das war schon etwas Besonderes.

 

Kopf klemmt in der Suppenschüssel fest

Der zehnjährige Tim Möllers aus der 4b der Wichernschule überzeugte als Michel auf der ganzen Linie. Die Streiche, die Autorin Astrid Lindgren zum Markenzeichen für den blonden Schelm machte, bereiteten den Schülern besonders großen Spaß. Diesmal bekam der Lausbub den Kopf nicht aus der Suppenschüssel. „Eigentlich geht‘s mir hier drinnen ganz gut, nur ein bisschen einsam ist es“, so Michel alias Tim mit dem Kopf im Tontopf.

Die Rolle der Ida teilten sich am Dienstagmorgen Elea Schipper (7) von der Altenberger Borndalschule und Lotta Eilers (9) von der Gangolfschule. Der tosende Applaus inklusive hat gezeigt: Sie haben ihre Sache richtig gut gemacht.