Back to Top


Freilichtbühne: Die Theater-Macherin




Titanic - Alberta (Yvonne Grüner) / Foto: WN - Stefan Bamberg

7. September 2013

Theater, das ist ihre große Leidenschaft. Yvonne Grüner bringt gerne Geschichten auf die berühmten Bretter, die die Welt bedeuten. Und sie feiert ein kleines Jubiläum, wie die gebürtige Grevenerin verrät: „Ich bin jetzt seit genau 20 Jahren an der Freilichtbühne.“

Theater, das ist ihre große Leidenschaft. Yvonne Grüner bringt gerne Geschichten auf die berühmten Bretter, die die Welt bedeuten. Indem sie in eine Rolle schlüpft, oder indem sie ein Stück in Szene setzt. An der Freilichtbühne in Reckenfeld ist die 38-Jährige vor allem für Letzteres bekannt, ist in diesem Sommer zusammen mit Patric Sohrt für die ergreifende Inszenierung des Shakespeare-Klassikers „Romeo und Julia“ verantwortlich. Und sie feiert ein kleines

 

Jubiläum, wie die gebürtige Grevenerin verrät: „Ich bin jetzt seit genau 20 Jahren an der Freilichtbühne.“

Für Theater interessiert hat sich Grüner, die inzwischen in Lotte wohnt, schon als Kind. „Den Weg zur Bühne habe ich aber erst später gefunden, durch eine Bekannte“, verrät sie. Die nahm die damals 18-Jährige mit zur Jugendgruppe, wo die Grevenerin auf zahlreiche Gleichgesinnte traf. „Ich habe dort viele Freunde gefunden“, erinnert sich Grüner, die an der Bühne schließlich verschiedene Bereiche durchlief. Sie wirkte beim Bühnenbau mit, in der Maske, kümmerte sich um die Öffentlichkeitsarbeit und war im Vorstand aktiv.

 

2004 übernahm Grüner dann zum ersten Mal die Regie eines Stückes, zusammen mit Sebastian Horstmann war sie für das Musical „Linie 1“ zuständig. „Das war eine Erfahrung, die mich an meine Grenzen gebracht hat“, blickt die 38-Jährige zurück. „Es hat Spaß gemacht, das Stück in Szene zu setzen. Aber damals hatte ich einfach nicht damit gerechnet, dass die Verantwortung, die man als Regisseur trägt, so groß ist.“ Da gab es all die Absprachen, die mit Kostümschneiderei, Technik und Co. zu machen waren und viel Aufwand bedeuteten. Da gab es all die nicht immer leichten Entscheidungen, die Grüner und Horstmann zu treffen hatten. „Aber die Hauptsorge war, dass keine Zuschauer kommen.“ Eine völlig unbegründete Sorge, wie sich herausstellte: „Linie 1“ war ein großer Erfolg.

 

Trotzdem ließ Grüner von der Regiearbeit erstmal die Finger, musste ihre ersten Erfahrungen sacken lassen. „2008 habe ich mich dann noch mal herangewagt“, berichtet sie. Für das „Quasi-So-Theater“ in Ibbenbüren erarbeitete sie „Das Tagebuch der Anne Frank“. 2009 führte die Grevenerin wieder an der Freilichtbühne Regie und inszenierte, erneut zusammen mit Sebastian Horstmann, das Musical „Cabaret“. 2010 folgte ein Stück der Jugendgruppe, das in der ehemaligen Hauptschule gespielt wurde: „Frühlingserwachen“.

 

2011 und 2012 kam dann der bisher größte Erfolg – mit der Komödie „Ladie‘s Night“, bei der Yvonne Grüner gemeinsam mit Patric Sohrt Regie führte. Im vergangenen Jahr eilte sie außerdem bei „Im weißen Rößl“ und bei „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ zur Hilfe, in beiden Stücken hatte es im Regie-Team damals Ausfälle gegeben.

 

Nach „Romeo und Julia“ ist aber erstmal Schluss, Grüner will eine Regie-Pause einlegen. „Die Arbeit steht im Vordergrund“, erklärt die 38-Jährige, die als Berufsschullehrerin Deutsch, Pädagogik und Theater unterrichtet – und im Klassenzimmer ganz viel von der Erfahrung einbringen kann, die sie an der Freilichtbühne gemacht hat. Dort kommt ihr auch die zweijährige, berufsbegleitende Ausbildung zur Theaterpädagogin zugute, die sie kurz vor „Linie 1“ begonnen hatte. „Bei der Theaterpädagogik geht es um die Förderung von Kindern und Jugendlichen durch Theater“, sagt sie. „Regie war bei der Ausbildung nur ein ganz kleiner Teil.“

 

Das meiste, was sie heute als Regisseurin ausmacht, hat sich die Grevenerin selbst beigebracht. Und sucht immer wieder nach neuen Herausforderungen, wie bei „Romeo und Julia“. Die Handlung ins Heute zu versetzen, ohne das Stück kaputt zu machen, das war für Grüner der besondere Reiz an der Arbeit mit dem weltbekannten Shakespeare-Stück. „Mit den Jahren wird man ruhiger und routinierter“, erklärt sie. „Man macht sich nicht mehr so verrückt.“ Aber eine gewisse Aufregung gehört in Grüners Augen trotzdem dazu.

 

Genau wie das Spielen, das sie trotz der vielen Regiearbeit nie aufgegeben hat. Auf der Bühne war sie zuletzt 2010 in „My fair lady“ zu sehen, anschließend dann mehrfach beim Quasi-So-Theater. „Ich liebe es zu spielen“, betont Grüner, die im kommenden Winter wieder in Reckenfeld auftritt, im Spielerheim der Bühne. Dort führt sie zusammen mit Viola Niepel „Titanic“ auf – ein Stück über zwei Reinigungskräfte, die den Film lieben und nachspielen. „Sie streiten sich dann zum Beispiel darüber, wer Rose sein darf“, verrät Grüner, die sich wahnsinnig auf die neue Aufgabe freut. Sie kann es nur immer wieder betonen: „Theaterarbeit ist etwas, wovon ich nie genug bekommen kann.“ Auch nach 20 Jahren nicht.



Quelle:
WN.de: Freilichtbühne: Die Theater-Macherin WN.de

Interne Infos:
Yvonne Grüner


Hat es Dir an unserer Freilichtbühne gefallen?
Gerne freuen wir uns über Dein Feedback via Facebook oder via Twitter!
Wir freuen uns ebenfalls über eine Bewertung in den Google-Suchergebnissen!

Gerne kannst Du uns auch eine eMail schreiben oder uns anrufen: eMail-Kontakt & Rufnummer

Bestelle unsere Newsletter!
Gerne informieren Dich auch über unseren kostenlosen Bühnen-Newsletter.
• Infos und Anmeldung unter: Bühnen-Newsletter


Interessanter Inhalt ...


Kennst Du schon ...
... diese Theaterstücke?
... diese Mitglieder?
... diese Videos?


Kurz-URL dieser Seite:
Gebe diese URL an Freunde & Bekannte weiter, z.B. via eMail oder in sozialen Netzwerken:
https://s.reckenfeld-freilichtbuehne.de/ytrTZ

Galerie:

{"autoplay":"true","autoplay_speed":"3000","speed":"300","arrows":"true","dots":"false","rtl":"false"}