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Freilichtbühne: Der „Tratsch“ passt in die Tradition




Die „Väter“ der Freilichtbühne: Bühnengründer Lothar Fabian (rechts), Willy Hegemann (Mitte) und Eugen Sievers (links) haben die Bühne am heutigen Standort geplant

31. Juli 2017

Am 9. August startet die Freilichtbühne um 16 Uhr mit „Michel in der Suppenschüssel“ in die zweite Hälfte der diesjährigen Sommersaison. Geschichten von Astrid Lindgren standen im Laufe der seit 70 Jahren bestehenden Freilichtbühne schon oft auf dem Spielplan.

 

1947, also vor genau 70 Jahren, gründete Lothar Fabian die Laienspielschar und legte damit den Grundstein für die heutige Münsterländische Freilichtbühne Re-ckenfeld. Mit ihren Aufführungen begeisterten die Amateurschauspieler im Laufe der Jahre viele tausende Menschen.

 

Groß gefeiert wird das Jubiläum nicht. Aber eine Erinnerung an die Jahre, in denen vorrangig Bauernkomödien gespielt wurden, gibt es in diesem Jahr mit dem Klassiker „Tratsch im Treppenhaus“. Dass Bühnenbesucher durchaus auch diese alten Komödien schätzen, zeigt der Erfolg dieses Schwanks in dieser Saison. Da die Nachfrage, vor allem für einen Nachmittagstermin riesig ist, geben die Schauspieler am 26. August um 19 Uhr eine Sondervorstellung. Danach stehen nur noch am 7. und am 9. September jeweils um 19 Uhr zwei Termine an. Bühnenmitglied und Volkstheaterfan Christoph Volkert hatte den Wunsch, dieses Stück auf die Freilichtbühne zu bringen. Zum Jubiläum also passend. Die niederdeutsche Bühne in Rheine ist Volkerts erste Theaterheimat. In Reckenfeld stand er bereits einige Male auf der Bühne.

 

Das ist übrigens nicht untypisch. Waren es über viele Jahre hinweg ausschließlich Reckenfelder, die auf der Freilichtbühne agierten, so kommen die Schauspieler heute auch aus Rheine, Münster, Ibbenbüren, Ottmarsbocholt, Nordwalde, Altenberge, Emsdetten und anderen Orten. Alle nehmen gerne die Fahrzeiten auf sich, weil es ihnen einfach Spaß macht, Theater zu spielen.

 

Maren Deitmar (33) ist eine solche „Auswärtige“ – seit über 20 Jahren pendelt sie zur Freilichtbühne. „Ich wurde damals von Sebastian Horstmann mitgenommen“, erzählt sie. Ihre Eltern leisteten gerne Fahrdienste um ihrer Tochter das Hobby zu ermöglichen. Maren hat so viel Spaß am Theaterspiel, dass sie bis heute dabei ist. Bei „die Schöne und das Biest“ hatte sie eine Sprechrolle als Zucrella. Aber es drängt sie nicht zu Hauptrollen. „Mir reichen Statistenrollen“, lacht sie. Die kann sie gut mit ihren Pflegeberuf vereinbaren. „Wenn ich als Statist ausfalle, weil plötzlich eine Zusatzschicht dazwischen kommt, ist das nicht schlimm“. Sie mag die Gemeinschaft der Theater-Truppe, und wenn sie Zeit hat, steht sie sogar mit am Waffelstand. In diesem Jahr spielt sie in der Komödie „Zum Sterben schön“ einen Trauergast.

 

Auch Peter Woltering spielt in dem Musical mit. Er hat gut zehn Jahre Pause gemacht, doch jetzt hat er wieder „Theaterblut“ geleckt. „Ich bin fast so alt wie die Bühne“ lacht der 68-jährige Rheinenser.

 

Seit dem fünfzigjährigen Bestehen der Freilichtbühne standen Problemstücke wie „Gute Nacht Zuckerpüppchen und mehr“ und vor allem viele Musicals wie „Anatevka“, „My fair Lady“, „Dracula“ auf dem Spielplan. In diesem Jahr ist es die mit viel schwarzem, britischen Humor gespickte Musikkomödie „Zum Sterben schön“ (Liebe versetzt Särge). Die Wiederaufnahme des Stücks ist für den 12. August um 20.30 Uhr geplant. Danach stehen noch vier weitere Termine im Spielplan. Die Komödie ist manchmal makaber, voller Situationskomik, hat wunderschöne Lieder und Tänze. Ein Stück eben, das sich als weitere Perle in die lange Tradition erfolgreicher Aufführungen an der Reckenfelder Freilichtbühne einreihen wird.



Quelle:
WN.de: Freilichtbühne: Der „Tratsch“ passt in die Tradition WN.de

Interne Infos:
Programm-Archiv / Chronik
Lothar Fabian


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