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Die Macher hinter der Freilichtbühne: Mit fieser Rolle zu freiem Kopf




Patric Sohrt / Foto: Rosi Bechtel

1. Juni 2018

Patric Sohrt ist ein alter Theaterhase, der seine Erfahrungen auch in Ibbenbüren gemacht hat.

 

Ist der Mensch, der auf der Bühne steht, im Alltag so ähnlich wie er sich in der jeweiligen Rolle präsentiert? Was machen diese Menschen im wahren Leben? In unserer Serie berichten wir über jene Menschen, die in dieser Saison Rollen an der Freilichtbühne übernehmen. Den Anfang macht Patric Sohrt, der in „Der nackte Wahnsinn“ mitwirkt (Premiere heute).

Das Theaterspiel fasziniert Patric Sohrt schon seit vielen Jahren. Seit 2000 gehört er zum Ensemble des „QuasisoTheater“ in Ibbenbüren, stand und steht dort im Wintertheater gelegentlich noch auf der Bühne. Er war zudem Mitglied in der ImproTheatergruppe „Hals über Kopf“. „Doch irgendwann war für mich klar, dass Freilichttheater genau mein Ding ist“.

 

Ausgeprägte Familienstrukturen

Seit 2010 nun ist er deshalb auch Mitglied der Freilichtbühne in Reckenfeld. Nicht nur das. 2014 fragte man ihn, ob er den Posten des zweiten Vorsitzenden übernehmen wollte. „Mit der Frage habe ich mich erst gedanklich auseinander gesetzt und dann zugesagt. Als ich hier zur Bühne kam, wurde ich mit offenen Armen empfangen. Beeindruckend finde ich hier die ausgeprägte Familienstruktur. Von Oma bis Enkel sind hier ganze Familien aktiv. Ich muss sagen: Ich habe mich in diese Bühne verliebt.“

Die Initialzündung für den Entschluss, nach Reckenfeld zu gehen, kam 2010 über Yvonne Grüner, Marjorgie Hagenbeck und weitere Bühnenmitgliedern, die sich auch im „Quasiso Theater“ einbringen. „Meine erste kleine Rolle war der Wirt in „My fair Lady“. Dann bin hier kleben geblieben.“ 2010 inszenierte er gemeinsam mit Yvonne Grüner das Erfolgsstück „Ladys Night“, das vier Jahre mit Erfolg in Reckenfeld lief. 2013 folgte „Romeo und Julia“, das er mit Viola Niepel auf die Bühne brachte.

 

Theater als Ausgleich

Und jetzt „Der nackte Wahnsinn“. „Mit diesem Stück bin ich in Ibbenbüren „groß“ geworden, spielte dort den Garry. Jetzt hier den Lloyd, das ist im Stück der Regisseur“, erzählt der Ibbenbürener. Für ihn ist diese Rolle eine Herausforderung, denn dieser Lloyd ist ein absolut fieser Charakter. Überheblich, extravagant, fühlt sich zu Höherem berufen. „Das entspricht überhaupt nicht meinem Wesen, ist das absolute Gegenteil von mir“, sagt der Diplom-Sozialpädagoge. Seit 14 Jahren arbeitet er in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung. Das ist sein Ding wie er sagt. Kommunikation, Diagnostik, Krisenklärung. So „nebenbei“, erklärt er lächelnd, ist er noch für den Landkreis Osnabrück tätig. Dort begleitet er Jugendliche, die eine Betreuungszuweisung durch das zuständige Amtsgericht als Auflage erhalten haben.

Nebenbei? Der Tag hat nur 24 Stunden. Ein Beruf, der durchaus auch belastend ist und dann auch noch der Aufwand am Theater – warum tut man sich das an? „Die Bühne und das Theater sind der totale Ausgleich für mich. Man kann abschalten, in andere Rollen schlüpfen. Eben den Kopf freimachen,“ so sieht er seinen Einsatz für das Theater. „Mein Freundes- und Cliquenkreis hat sich hier verfestigt. Die Verbundenheit gefällt mir. Alle haben das Ziel ein Theaterstück auf die Beine zu stellen. Theater ist für mich eine gesunde Sucht“.



Quelle:
WN.de: Die Macher hinter der Freilichtbühne: Mit fieser Rolle zu freiem Kopf WN.de

Interne Infos:
Sohrt, Patric


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