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Claudia Wehnhardt spielte in diesem Sommer in zwei Stücken mit: Sie mag die kreative Ordnung




Claudia Wehnhardt / Foto: Klemens Hergemöller

6. September 2018

Ist der Mensch, der auf der Bühne steht, im Alltag auch so, wie er sich in der jeweiligen Rolle präsentiert? Was machen die Darsteller im wahren Leben? In einer Serie berichtet unsere Zeitung über jene Menschen, die in dieser Saison Rollen an der Freilichtbühne übernehmen.

 

Claudia Wehnhardt spielte in der Komödie „Der nackte Wahnsinn“ die Schauspielerin Dotty, die wiederum die Haushälterin Mrs. Clacket verkörperte. „Die ist so, wie ich selbst als Hausfrau bei mir zu Hause bin. Bei mir herrscht kreative Ordnung“, lacht sie. Die Rolle macht ihr riesigen Spaß. Im Stück haben alle mächtig Respekt vor Dotty, und manchmal ist sie auch etwas durcheinander.

 

Das ist die gebürtige Grevenerin im Privatleben nicht. Diese Doppelrolle, in der sie zwischen zwei Charakteren hin- und herspringen muss, ist schon eine Herausforderung, aber eine, die viel Spaß macht.

 

Wer „Ladys Night“ gesehen hat, wird sich sicherlich an „Susi“ erinnern. „Das war meine bisher schwierigste und größte Rolle, die mir aber unheimlich viel Spaß gemacht hat“, sagt sie rückblickend.

 

Seit 21 Jahren gehört die gelernte Industriekauffrau der Bühne an. Über einen Jazztanzkurs, den Bühnenmitglied Gudrun Maslanka in Greven leitete, kam sie zur Bühne. Damals suchte man Tänzer für das Musical „Anatevka“. Die erste Textrolle hatte sie 1998 bei „Die Weiße Rose“. Ab da stand sie mit einer vierjährigen Unterbrechung wegen der Geburt der beiden Söhne jedes Jahr auf der Bühne.

 

Die beiden Jungs, inzwischen neun und zehn Jahre alt, spielen seit dem „Pampersalter“ ebenfalls mit. Deshalb ist Claudia Wehnhardt inzwischen auch immer häufiger in den Kinderstücken mit dabei. Das ist ein schönes Familienhobby, für das sie ihren Mann allerdings nicht als Aktiven begeistern kann. „Aber die Jungs haben auch Spaß daran. Sie spielen in diesem Jahr bei ,Ronja Räubertochter‘ bei den Graugnomen mit und ich bin einer der Mattesräuber.“

 

Die zweifache Mutter ist in diesem Sommer also in zwei Stücken aktiv – und entsprechend häufig an der Bühne anzutreffen. Die 49-Jährige, die für die Familienphase den Beruf aufgab, genießt die Zeit gemeinsam mit den Kindern. „Mein Traum war immer, Mutter und Hausfrau zu sein. Nach 20 Berufsjahren genieße ich das, auch wenn man schon mal denkt, es wäre toll, um 17 Uhr Feierabend zu haben.“

 

Einmal pro Woche arbeitet sie in der Buchhaltung einer Firma. Familienphase heißt für sie auch, sich an anderer Stelle einzubringen. So ist sie im zweiten Jahr als Katechetin im Einsatz, begleitet die Kinder bei Klassenausflügen. Die Jungs werden älter und die Zukunft wird zeigen, was sie dann beruflich angeht. Das Hobby Freilichtbühne, wo sie sich wohlfühlt, wird sie weiterhin gepflegt.



Quelle:
WN.de: Claudia Wehnhardt spielte in diesem Sommer in zwei Stücken mit: Sie mag die kreative Ordnung WN.de

Interne Infos:
Claudia Wehnhardt
Der nackte Wahnsinn


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