Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e.V.

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Joshua ist der 10 000. Besucher in diesem Jahr

Joshua Eberle aus Emsdetten ist der 10 000. Besucher der aktuellen Saison an der Freilichtbühne in Reckenfeld. Am Donnerstag bekam er ein kleines Präsent zur Erinnerung.

Zwei Vorstellungen gab das Ensemble von „Michel in der Suppenschüssel“ am Donnerstag. In der zweiten Vorstellung um 12 Uhr wurde es dann spannend: Der 10 000. Besucher der aktuellen Saison wurde gesucht. Die Kinder waren gespannt und als Joshua Eberle aus Emsdetten aufgerufen wurde, war das für ihn eine große Überraschung. Der Siebenjährige bekam ein kleines Präsent zur Erinnerung an diesen ganz besonderen Freilichtbühnenbesuch überreicht.

Jetzt haben sich alle Aktiven erst einmal in eine knapp dreiwöchige Pause verabschiedet. Weiter geht es dann ab dem 9. August um 16 Uhr mit „Michel in der Suppenschüssel„. Danach gibt es noch vier weitere Aufführungstermine. Die erste Vorstellung von „Tratsch im Treppenhaus“ am 13. August ist ausverkauft. Da die Nachfrage nach einer weiteren Nachmittagsvorstellung groß ist, gibt es jedoch noch eine Zusatzvorstellung am 26. August um 16 Uhr. Weitere Spieltermine stehen für den 7. und 9. September um 19 Uhr im Spielplan.

Die mit britischem, schwarzem Humor geschmückte Musikkomödie „Zum Sterben schön“ startet am 11. und 12. August um 20.30 Uhr. Bis Anfang September folgen dann noch vier weitere Aufführungen. Mit ihrem Programm „Glanzlichter“ steht „DietutNix“ am 18. und 19. August jeweils um 20.30 Uhr auf der Bühne. Und am Sonntag, 20. August, findet um 11 Uhr der traditionelle ökumenische Gottesdienst statt.

Drei Vorstellungen vor der Sommerpause: Vor-Ferien-Feuerwerk

Das wird ein intensives Freilichbühnenwochenende für alle Aktiven. Denn vor der Sommerpause stehen noch drei Vorstellungen am Freitag, Samstag und Sonntag auf dem Programm.

Das wird ein intensives Freilichbühnenwochenende für alle Aktiven, die vor und hinter den Kulissen im Einsatz sind. Am Freitag, 14. und Samstag, 15. Juli, steht um 20.30 Uhr die Musikkomödie „Zum Sterben schön“ auf dem Programm. Die Komödie begeisterte seit der Premiere die Zuschauer. Manchmal geht es etwas makaber zu. Aber genau das ist der Spaß, den britischer Humor eben mit sich bringt. Traumhaft schöne Songs, witzige Situationen, ein unterhaltsamer Abend ist bei dieser Musikkomödie garantiert.

Übrigens: Der „Klimbimshop“ hat passende Getränke zum Stück kreiert, die Kioskmannschaft steht ebenso parat wie die Würstchenbrutzler und am Sonntag die Waffelbäcker. Dann sorgt um 16 Uhr noch einmal der „Michel in der Suppenschüssel“ für Unruhe auf der Bühne. Am vergangenen Sonntag war die Michel-Vorstellung ausverkauft. Stühle mussten geschleppt werden. Am Ende dankte das Publikum mit lang anhaltendem Applaus. Wer Michel sehen möchte, sollte sich also am besten im Vorfeld Plätze reservieren.

Nach diesem intensiven Vor-Ferien-Feuerwerk verabschieden sich alle Aktiven erst einmal in eine kleine Sommerpause. Dann geht es erst wieder ab Mittwoch, 9. August, mit „Michel“ weiter. Am 11. und 12. August ist das Ensemble von „Zum Sterben schön“ wieder im Einsatz. Die Vorstellung von „Tratsch im Treppenhaus“ am 13. August ist komplett ausverkauft. Es gibt aber am 26. August um 16 Uhr noch einen Sondertermin, der nicht im Spielplan steht.

Am 18. und 19. August sind um 20.30 Uhr „Dietutnix“ mit ihrem Programm „Glanzlichter“ zu Gast auf der Bühne.

Quelle: WN.de

Freilichtbühne Reckenfeld: Die ganze Schule im Rücken

Die „Zugabe“-Rufe dröhnten nach dem Stück durchs Rund. 360 Kinder feierten Michel und Ida an der Freilichtbühne Reckenfeld. Die heißen nämlich eigentlich anders und ihnen wohl bekannt.

„Altenberge ist da, Gronau sehe ich. Und woher kommt der große Block da links?“, fragte die Moderatorin der Freilichtbühne Reckenfeld. „Nordwalde“ hallte ein donnernder Urschrei aus 360 Kehlen zurück. Denn alle Kinder der Wichern- und Gangolfschule sahen sich das Stück „Michel in der Suppenschüssel“ an. Schließlich spielten zwei aus ihren Reihen die Hauptrollen.

Für Lotta Eilers und Tim Möllers war es ein besonderer Auftritt. Klar, sie sind es gewohnt, den frechen Michel aus Lönneberga und seine Schwester Ida zu spielen. Aber vor der eigenen Klasse und insgesamt 700 Kindern – das war schon etwas Besonderes.

 

Kopf klemmt in der Suppenschüssel fest

Der zehnjährige Tim Möllers aus der 4b der Wichernschule überzeugte als Michel auf der ganzen Linie. Die Streiche, die Autorin Astrid Lindgren zum Markenzeichen für den blonden Schelm machte, bereiteten den Schülern besonders großen Spaß. Diesmal bekam der Lausbub den Kopf nicht aus der Suppenschüssel. „Eigentlich geht‘s mir hier drinnen ganz gut, nur ein bisschen einsam ist es“, so Michel alias Tim mit dem Kopf im Tontopf.

Die Rolle der Ida teilten sich am Dienstagmorgen Elea Schipper (7) von der Altenberger Borndalschule und Lotta Eilers (9) von der Gangolfschule. Der tosende Applaus inklusive hat gezeigt: Sie haben ihre Sache richtig gut gemacht.

 

Quelle: WN.de

Premiere in Reckenfeld: Am Anfang ist der Tod

Makaber aber sehr lustig. Die Premiere auf der Reckenfelder Freilichtbühne war, wie ihr Name schon versprach: „Zum Sterben schön„. Die Schauspieler donnerten ein Feuerwerk morbider Gags auf das Publikum ab.

Bestatter müsste man sein. Alte Kumpels, die sich rar gemacht haben? Flüchtige Bekannte, die man mit der Zeit aus den Augen verloren hat? Egal. „Irgendwann seh‘ ich sie alle wieder!“, meint Boris Plotz trocken.

Und der ist wirklich die Totengräber-Koryphäe in dem beschaulichen englischen Kleinstädtchen. „Eine Institution“, raunt die Beerdigungsgesellschaft am Samstagabend auf der Freilichtbühne bei der Premiere des Musicals „Zum Sterben schön„.

Plotz ist da, wo gestorben wird. Ein lukratives Geschäft. Allerdings auch ein einsames: Glück mit den Särgen, Pech mit den Frauen. Dabei ist er so verliebt, seit Jahren schon: Betty Ryhs-Jones, damals auf dem Frühlingsfest funkte es, doch es wurde nix draus.

 

„Man sieht ja alle wieder …“

Aber – noch mal die alte Bestatter-Weisheit – man sieht sie ja alle wieder. Die gute Nachricht: Anders als die meisten anderen lebt Betty da sogar noch.

Die schlechte: Sie ist inzwischen verheiratet, lässt sich als Bürgermeisters Gattin herumkommandieren und im Bett gegen die Sekretärin austauschen. Das schräge Wiedersehen sprüht nur so vor Romantik.

Die ewig zeternde Schwiegermutter ist vor lauter Gekeife an ein paar Cornflakes erstickt, nun das Beerdigungsgespräch: „Ein Holzsarg mit grober Struktur? O ja, genau das richtige für Schwiegermama“, frohlockt Betty, vollends verzaubert von der neu entfachten Liebe.

Noch ein inniger Tanz, dann ist klar: Betty und Boris – diesmal soll es was werden. Einfach wird das jedoch nicht: „Der Tod macht uns frei!“ – ausgerechnet der flippige Bestatter-Rivale Frank gibt den goldenen Hinweis für den verrückten Plan: Betty soll zum Schein ableben, Boris inszeniert die Trauerfeier – und dann nix wie weg.

Geht auch prima los: ein vermeintlicher Unfall, ein Schrei. Aus. Doch der große Stress steht noch bevor: Was macht man, wenn die angeblich Verstorbene noch mal flügge wird? Wie übersteht man eine öffentliche Aufbahrung mit einer Leiche, die halt nicht so ganz tot ist? Und was macht man, wenn Konkurrent Frank – auf der Jagd nach Inspiration für seine irrwitzigen „Event-Beerdigungen“ – plötzlich in die Leichenhalle einbricht.

Einfach fantastisch, all diese Stories: kein Einfall ist den Regisseuren Viola Niepel und Patric Sohrt zu skurril, keine Fügung zu grotesk – und vor allem: kein Witz zu schwarz. Dreiste Trauergäste („Ab zum Leichenschmaus! Ich hab‘ extra nix gefrühstückt!“), obszöne Geschäftsideen („Geteiltes Leid ist halbes Leid: zwei Beerdigungen zum Preis von einer!“), zynische Taktiken („Ein verwitweter Bürgermeister – bringt Wählerstimmen!“) – die Ironie kennt keine Grenzen. Herrlich.

 

Eine atemberaubende Inszenierung 

Toni Röhrig und Manuela Schmiemann glänzen in den Hauptrollen, Sebastian Horstmann (als Event-Bestatter) und Niklas Bieling (als sein Angestellter) mit Tanz, Charme und Slapstick.

Die Inszenierung ist atemberaubend – und super aufwendig: Nebel, Blitze, apokalyptische Lichteffekte. Eine echte Grusel-Show, als plötzlich Geister die Bühne bespuken.

Ein Musical, das auch Musical-Skeptikern gefallen dürfte. Das Publikum lacht Tränen, es zittert vor Schreck – und schaut im Laufe des Sommers bestimmt noch mal vorbei: Satte elf Vorstellungen gibt es bis Anfang September. Die Toten sterben eben nicht aus.

Quelle: WN.de

Premiere auf der Freilichtbühne: Jetzt gibt‘s die ganze Komödie

Nachdem der Anschmecker beim „Tag der offenen Bühne“ das Publikum bereits begeistert hat, gibt es jetzt die ganze Komödie: Am Samstag hat „Zum Sterben schön“ Premiere auf der Reckenfelder Freilichtbühne.

Die letzten Proben laufen auf Hochtouren. Am Samstag hat die musikalische Theaterkomödie „Zum Sterben schön“ in Reckenfeld Premiere. „Wir müssen bei den Proben viel lachen“ erzählt Viola Niepel, und fast aufs Stichwort passiert auf der Bühne etwas Ungeplantes. Schauspieler Niklas Bieling soll laut Vorgabe einen Stuhl aufklappen und sich dabei ungeschickt anstellen. Doch dann ist er wirklich ungeschickter als geplant. Alles lacht, als er fast über den Stuhl fällt. „So lassen wir das dann in Zukunft“, kommt der Kommentar von der Regie.

Für Patric Sorth ist es das erste Mal, dass er an der Seite von Viola Niepel Regie führt. Beide sind der Meinung, dass die Proben einfach Spaß machten und machen – selbst im kalten Frühjahr. Dick in Winterkleidung verpackt saß man draußen auf den Bänken. Von der Siebenjährigen bis zum 68-Jährigen ist jede Altersgruppe vertreten. Peter Woltering ist der Älteste – nach zehn Jahren Pause steht er wieder auf der Bühne in Reckenfeld. „Ich wurde gefragt, und es hat mich gereizt, wieder mitzuspielen“.

Beim Tag der offenen Büh-ne bekamen die Zuschauer einen kleinen Einblick, allerdings nur in eine Tanz-und Gesangsszene. Das Publikum zeigte sich schon von dieser Kostprobe beeindruckt. Näheres zur Handlung erahren Interessenten im Freilichtbühnenspielplan und unter www.reckenfeld-freilichtbuehne.de. Dort gibt es auch weitere Informationen zum Theatersommer.

Reckenfelder Freilichtbühne: Grabgeflüster

Die Reckenfelder Freilichtbühne bringt am 17. Juni erstmals die Komödie „Zum Sterben schön“ auf die Bühne – „großartige Unterhaltung für die ganze Familie mit viel britischem Humor, der auch mal böse sein darf“, wie die beiden Regisseure sagen.

Wie passen trockener, britischer Humor und das ernste Thema Tod zusammen? Ganz prima sogar, wie das Musical unter Beweis stellt, das die Münsterländische Freilichtbühne in diesem Sommer zeigt. „Zum Sterben schön“ heißt die Komödie, die auf dem Kino-Hit „Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge“ basiert und in Reckenfeld für zwölf amüsante Abende sorgen soll. Premiere ist am 17. Juni (Samstag) um 20.30 Uhr – große Gefühle inklusive.

Zum Sterben schön

 

Boris liebt Betty …

Erzählt wird die Geschichte des Leichenbestatters und Hobbytänzers Boris Plots, der seit seiner Schulzeit in die schöne Betty Ryhs-Jones verliebt ist. Diese führt jedoch eine (wenn auch unglückliche) Ehe mit dem Bürgermeister Hugh Ryhs-Jones, der sie heimlich mit seiner Sekretärin betrügt.

Durch einen Zwischenfall trifft Betty auf Boris – ihre Schwiegermutter stirbt und sie muss sich um die Beerdigung kümmern. Dabei entfacht die Liebe alter Zeiten. Um seine Angebetete aus den Fängen ihres untreuen Ehemanns zu befreien, schmiedet der Bestatter einen gewitzten Plan: Er will Bettys Tod vortäuschen, um mit ihr auf Tahiti ein neues Leben zu beginnen. Dabei kommt ihm allerdings Frank Featherbed, ein amerikanischer Mitbewerber, der den Markt mit Event-Beerdigungen aufzumischen versucht, auf die Schliche.

 

Großartige Unterhaltung mit viel britischem Humor

Viola Niepel und Patric Sohrt, die für die Inszenierung an der Freilichtbühne verantwortlich sind, beschreiben das Musical aus der Feder von Wolfgang Adenberg (Texte) und Marc Schubring (Musik) als „großartige Unterhaltung für die ganze Familie mit viel britischem Humor, der auch mal böse sein darf“. Der funktioniert, wie die beiden Regisseure finden, auch auf einer deutschen Bühne. „Sogar sehr gut“, betont Niepel. Und wie passen nun Humor und Tod zusammen? Ganz einfach: Indem das Tabuthema überspitzt dargestellt wird, wie Sohrt erklärt. „Der Tod wird als das genommen, was er ist – er gehört zum Leben dazu. Gleichzeitig sollte man alles mit einem gewissen Augenzwinkern betrachten.“ Außerdem geht es gefühlsmäßig nicht nur in eine Richtung, sondern in ganz viele verschiedene. Denn das Stück lädt sowohl zum Lachen, als auch zum Weinen und ebenso zum Genießen ein. „Die schwere Thematik erfährt dadurch auf ganz bezaubernde Weise eine spürbare Leichtigkeit“, erklärt der Regisseur.“

Auch wenn „Zum Sterben schön“ vom Inhalt her sehr britisch ist, gesprochen und gesungen wird natürlich auf Deutsch. „Die Lieder sind echte Ohrwürmer, die Melodien und Texte bleiben hängen“, verspricht Sohrt. Die Bandbreite reicht dabei von sehr gefühlvollen Titeln bis hin zu großen Showsongs mit britischem Esprit, Charme und Humor. Diese bunte Mischung mache, so die beiden Regisseure, den großen Reiz des Stückes aus.

 

Aufwendige Proben an der Freilichtbühne Reckenfeld

Die große Herausforderung bei der Umsetzung ist, alles unter einen Hut und in harmonischen Einklang zu bekommen – Text und Tanz. „Dies erfordert viel szenische, musikalische sowie choreographische Proben“, erklärt Niepel. „Teilweise haben sich alle Akteure bis zu vier- bis fünfmal die Woche an der Bühne getroffen“, informiert Sohrt.

Auch hinter den Kulissen wurde fleißig für „Zum Sterben schön“ gearbeitet. Unter anderem haben die Bühnenbauer drei große Drehbühnen konstruiert. „Eine Wahnsinnsleistung“, findet das Regie-Duo, das auch ein dickes Lob an die Schneiderei schickt. „Die Kostüme sind traumhaft.“

In erster Line allerdings lebt „Zum Sterben schön“ vom bösen, britischen Humor. „Aber keine Sorge“, betont Sohrt. „Die Zuschauer werden das Stück lebend und lachend verlassen.“

Quelle: WN.de

„Micheeeeeel!“: Astrid Lindgrens Lausbuben-Geschichte feiert umjubelte Premiere auf der Freilichtbühne

Schon seit Generationen begeistert der wohl berühmteste Lausbube aus Schweden mit seinen Streichen kleine und große Fans – und am Sonntagnachmittag hat er sicherlich noch einige glühende Anhänger hinzugewonnen. Denn da feierte „Michel in der Suppenschüssel“ auf der Münsterländischen Freilichtbühne vor voll besetzter Tribüne seine Premiere als diesjähriges Familienstück. Und das bestach nicht nur durch etliche Lacher, sondern auch durch seine trotz diverser Streitereien harmonische Atmosphäre.

Mit liebevoll hergerichteten Kulissen und detailgetreuen Kostümen war das Leben auf dem Land vor über 100 Jahren in Småland, wie Astrid Lindgren es in ihren Büchern beschrieben hat, gekonnt nachempfunden. Da gab es beispielsweise das Wohnhaus mit dem typischen Rot-Anstrich, den großen Esstisch als Dreh- und Angelpunkt des Geschehens auf dem Katthulthof oder den Schuppen mit den geschnitzten Männchen im Regal. Und mittendrin waren nicht nur die Svenssons, ihre Bediensteten und Gäste, sondern auch ganz viele Tiere: Enten, die über die Wiese watschelten. Hühner, die eifrig pickten. Oder das Kätzchen Mansan, das sich genussvoll die Tatzen schleckte oder einem Mäuschen hinterher jagte. Sie alle wurden von Kindern verkörpert – vielen Kindern, die für viel Leben auf der Bühne sorgten, auch als Besucher auf dem Hoffest oder auf dem Jahrmarkt.

Den besonderen Charme des gut eineinhalb Stunden dauernden Stücks, das von Rüdiger Schipper, Tabea Niepel und Mariele Albermann in Szene gesetzt wurde, machten aber die Hauptfiguren aus. Allen voran Michel, der von einem Fettnäpfchen ins nächste stolperte und doch eigentlich niemandem etwas Böses wollte. Fabian Sterthaus, der bei der Premiere in die Rolle des Blondschopfs schlüpfte, stellte diesen als durchaus gewitzten, aber durchweg lieben Jungen dar und sammelte damit beim Publikum reichlich Sympathiepunkte. Wie Annika Eßmeier als Ida, die wahre Freude daran zu haben schien, im rot-weißen Kleid am Fahnenmast zu baumeln und „Ich kann fast bis Mariannelund sehen!“ zu rufen. Ganz toll waren auch Claudia Wehnhardt und Ralf Münsterkötter als ungleiches Elternpaar – sie die diplomatische Bauersfrau, die vor allem um den Frieden in der Familie bemüht war, er der Choleriker mit der kurzen Zündschnur, aber dem Herzen am rechten Fleck. Während Alma bittere Tränen weinte, als ihr Junge aus seinem Schuppen verschwunden und nicht aufzufinden war, tobte Anton vor Wut, als Michel gemäß elterlicher Bitte alle Riegel vorgeschoben und dabei den Vater auf dem Klohäuschen eingeschlossen hatte. Das war eine Szene, die mit einem ordentlichen Kawumm endete – und einem Mann mit heruntergelassenen Hosen. Eine Situation, der Knecht der Svenssons mit seiner berühmten Entspanntheit begegnete. Alfred, gespielt von Andreas Sterthaus, und Michel harmonierten auf der Bühne ganz wunderbar miteinander. Was sicherlich auch daran lag, dass sie im wahren Leben Vater und Sohn sind. Und dann war da noch Annett Boy als Lina. Ob sie sich wieder einmal vergeblich an ihren geliebten Alfred heranschmiss, wegen ihres schmerzenden Zahns jammerte oder aus einem anderen Grund ihre Stimme aufheulen ließ – die einfältige Magd mit dem Dickschädel brachte viel Würze in die Inszenierung.

Die eigentlichen Stars des Stücks waren natürlich die Streiche. Allen voran der, bei dem Michel die restliche Rindfleischsuppe aufschlecken wollte und deshalb seinen Kopf in die Schüssel steckte – begleitet von sorgenvollen Gesichtern und einem wutentbrannten Vater, der immer wieder laut „Micheeeeeel!“ rief. Doch wie alle anderen ging auch diese Geschichte gut aus und am Ende stimmten alle zusammen an: „Sing Dudeldei, sing Dudeldei, der Michel war bekannt. Sing Dudeldei, sing Dudeldei, bekannt im ganzen Land.“ Und spätestens jetzt auch in Reckenfeld.

 

Quelle: WN.de

Michel aus Lönneberga: Der größte Lausebengel der Welt – Michel in der Suppenschüssel

Wer die berühmten Streiche des kleinen Jungen vom Katthulthof einmal hautnah miterleben möchte, hat in diesem Sommer auf der Münsterländischen Freilichtbühne in Reckenfeld die Gelegenheit dazu. „Michel in der Suppenschüssel“ feiert am 4. Juni (Sonntag) seine Premiere. Beginn ist um 16 Uhr. Insgesamt stehen 16 Vorstellungen auf dem Programm.

„Michel war ein Lausejunge aus ’nem Dorf in Schweden.“ Die Titelmelodie dieses TV-Klassikers kann so ziemlich jedes Kind – und fast jeder Erwachsene – mitsingen.

Obwohl die Geschichten von Michel vor über 100 Jahren spielen, haben sie nichts von ihrem Charme eingebüßt. „Sie sind einfach zeitlos“, sind sich Rüdiger Schipper und Tabea Niepel einig, die zusammen mit Mariele Albermann für die Regie zuständig sind. Streiche sind eben immer aktuell. Und die, die der freche Blondschopf ausheckt, hätten sicherlich auch im 21. Jahrhundert ihren Platz.

Für laute Lacher dürfte gesorgt sein, wenn Michel versucht, die Magd Lina von ihren schlimmen Zahnschmerzen zu befreien. Oder wie er seiner Schwester Ida eine spektakuläre Aussicht auf Mariannelund bescheren möchte, indem er sie am Fahnenmast hochzieht. Und natürlich, wie Michel den Kopf in die Suppenschüssel steckt. Lieblingsstreich des Regie-Teams ist aber ganz klar der, bei dem der Vater Anton auf dem Klohäuschen eingesperrt wird. „Weil er sich so herrlich aufregt“, erklärt Schipper. Seine lauten „Micheeeeel“-Rufe sind längst zum Running-Gag geworden.

An der Freilichtbühne wird viel Herzblut in die Umsetzung des Kinder-Klassikers gesteckt. Aber was macht die Faszination der Geschichten von Michel aus Lönneberga auch im Erwachsenenalter aus? Niepel findet zum Beispiel gut, dass es sich nicht um eine typische Heldengeschichte handelt. „Es wird das Alltagsleben einer Bauernfamilie erzählt, auf sehr lustige Weise. Astrid Lindgren hat aus purer Freude heraus geschrieben, ganz ohne pädagogischen Hintergrund.“

Wenn etwas so bekannt ist wie die Streiche von Michel, bringt die Umsetzung des Stoffs auch besondere Herausforderungen mit sich. „Jeder hat seine Erfahrungen aus den Filmen“, erklärt Schipper. „Das birgt die Gefahr, dass man als Spieler zu sehr kopiert. Das Stück lebt davon, dass sich die Spieler mit ihren Ideen einbringen und sich die Doppelbesetzungen untereinander austauschen“, betont Schipper.

Obwohl es in „Michel in der Suppenschüssel“ nur sechs Hauptrollen gibt, ist das Ensemble mit rund 100 Spielern riesig. Viele Kinder wirken zum Beispiel als Tiere mit und bringen viel Leben auf die Bühne.

Die Rolle der Ida spielt unter anderem Lotta Eilers. „Sie ist tierlieb, und ich mag auch sehr gerne Tiere. Sie isst auch gerne Erdbeeren, genau wie ich“, erklärt sie. Der Neunjährigen, die zum ersten Mal auf der Freilichtbühne zu sehen ist, gefällt am meisten, „dass man in andere Rollen schlüpfen kann“. Was sie am besten daran findet, die Ida zu spielen, da muss Lotta nicht lange überlegen: „Dass ich an der Fahnenstange hochgezogen werde.“ Das ist auch für Elea Schipper ein Highlight. Die Siebenjährige ist die jüngste Ida. „Ich finde, dass Michel ein cooler Bruder ist.“ Der wird unter anderem von Tim Möllers verkörpert. „Ich finde die Streiche richtig cool“, sagt der Zehnjährige.

Übrigens: Auch wer die Streiche von Michel schon in- und auswendig kennt, wird an der Freilichtbühne etwas Neues zu sehen bekommen. „Wir haben ein paar kleine Überraschungen eingebaut“, kündigt Schipper an. Mehr möchte er nicht verraten. Nur so viel: Wer Schweden-Tänze oder Idas Sommerlied mag, wird auf jeden Fall auf seine Kosten kommen.

Quelle: WN.de

Stress bei den Bühnenbauern: Für die perfekte Illusion

Mal spielt ein Theaterstück in Schweden, wie der „Michel in der Suppenschüssel“, dann wieder muss eine Kulisse ein Innentheater für „Tratsch im Treppenhaus“ darstellen. Die Bühnenbauer der Freilichtbühne haben im Moment viel zu tun.

Und dieses Innentheater muss als Erstes fertig sein, denn die Premiere ist bereits am kommenden Samstag, 27. Mai, um 19 Uhr.

Die Bühnenbauer klotzen ran, denn die Akteure müssen vorher ja auch mal in der kompletten Kulisse proben können. 21 Meter Kulisse müssen hinter dem „Zimmertheater“ verdeckt werden. Und obendrein soll der Bühnenbau etwas Britisches für die Musicalkomödie „Zum Sterben schön“ bauen.

Da hat man dem hart werkelnden Team echt etwas ausgebürdet, weiß Erwin Maslanka. Aber er und seine Helfer lassen sich von dieser Herausforderung nicht unterkriegen. Drei Drehbühnen wurden im Freilichtbühnenboden eingebaut. „Die sind alle beim Musical im Einsatz. Welche Bühne hat schon drei Drehbühnen?“, fragt er stolz. Sechs verschiedene Bühnenbilder gibt es da und natürlich eine englische Cottage-Landschaft im Hintergrund.

Doch das ist noch längst nicht alles, was für diese Bühnenproduktion gebraucht wird. Drei einfache Särge wurden angeschafft, die dann individuell gestaltet wurden. Es konkurrieren in dem Stück nämlich zwei Bestatter, einer mit Show- und Event-Effekt und ein ganz traditioneller. Mehr wird dazu nicht verraten.

Bei „Michel aus Lönneberga“ zieht der Bengel in einer Szene seine kleine Schwester Ida an der Fahnenstange hoch. Diese Stange muss natürlich extra gesichert sein, damit nichts passiert.

Nur gut, dass drei Bühnenbauer fast täglich an der Bühne anzutreffen sind. Zum Team gehören sieben bis acht weitere Leute, von denen der Jüngste 16 Jahre alt ist. „Schön, wenn sich so junge Leute engagieren“, freut sich Matthias Grohe über Simon Rolink, (16) der schon seit über einem Jahr dem Bühnenbau treu ist. Der hat dann auch seinen Kumpel Erwin Scheidelmann mitgebracht. Die beiden bekommen mit, was die langjährigen Bühnenbauer leisten und haben trotz der manchmal auch harten Arbeit Spaß daran, hier mitzuwirken.

Wie gesagt: Für die Bühnenbauer wird es jetzt so richtig hektisch. Denn zur Premiere am kommenden Samstag muss die erste Kulisse komplett stehen.

Premiere von „Tratsch im Treppenhaus“ – Ein völlig zeitloses Vergnügen

Heidi Kabel hat das Stück aus den 50er Jahren berühmt gemacht. Jetzt hat es die Reckenfelder Freilichtbühne ins Repertoire genommen, nächsten Sonntag ist Premiere. Und es zeigt sich: „Tratsch im Treppenhaus“ ist ein völlig zeitloses Vergnügen.

Heidi Kabel als intrigante Meta Boldt, die in ihrem Mietshaus regelmäßig an Türen lauscht und Gerüchte in Umlauf bringt, ist vielen Fans des Ohnsorg-Theaters in guter Erinnerung geblieben. Dass der Straßenfeger aus den 60er Jahren immer noch viel Freude bereitet, das möchte die Münsterländische Freilichtbühne in diesem Sommer unter Beweis stellen.“Tratsch im Treppenhaus“ feiert am 27. Mai (Samstag) seine Premiere. Beginn ist um 19 Uhr. Insgesamt stehen sechs Vorstellungen auf dem Programm.

Als Lustspiel oder Komödie lässt sich das Stück aus der Feder von Jens Exler, das bereits in den 50er Jahren entstanden ist, beschreiben. Schwank ist aber der Begriff, der es wohl am besten trifft. „Dabei handelt es sich um eine urdeutsche Form, die von der Übertreibung lebt“, erklärt Christoph Volkert, der für die Reckenfelder Inszenierung verantwortlich ist.

 

Tratsch in Greven-Reckenfeld

Und übertrieben wird einiges in dem Mietshaus, das von den Machern der Freilichtbühne in den Grevener Ortsteil verlegt wurde. „Auf diese Weise können wir mehr mit Klischees spielen“, verrät der Regisseur. Zeitlich angesiedelt ist die Reckenfelder Fassung in den 60er Jahren – für eine gute Portion Nostalgie ist also ebenfalls gesorgt. Und natürlich für reichlich Streitereien, Missverständnisse und Verwicklungen.

Die gehen nicht nur auf das Konto der bereits erwähnten Meta Boldt, die es mit der Wahrheit nicht immer so genau nimmt, wenn es darum geht, sich ins rechte Licht zu rücken. Da ist auch noch der Metzgermeister Bernd Tramsen, der trotz Eheversprechens ein Auge auf die Witwe Hanne Knoop geworfen hat. Auch der pensionierte Steuerinspektor Ewald Brummer mischt das Treppenhaus auf. Und dann sind da noch die beiden jungen Untermieter, Silke Seefeldt und Markus Brummer, die Tür an Tür wohnen und zuerst auf Konfrontationskurs sind, bis sich schließlich doch eine Liebesgeschichte entwickelt. Etwas fürs Herz ist also auch dabei.

 

Obwohl die Handlung mehrere Jahrzehnte in der Vergangenheit spielt, sieht das Team der Freilichtbühne in dem Klassiker des Volkstheaters einen Bezug zur Gegenwart. „Das Stück könnte auch in der heutigen Zeit spielen“, findet Co-Regisseur Thomas Schmidt, der wie Mariele Albermann als Regieassistentin die Inszenierung unterstützt. „Hier spielt es in einem Treppenhaus, es könnte aber auch eine Reihenhaussiedlung sein.“ So beliebig wie die zeitliche ist auch die räumliche Einordnung, was für Volkert den besonderen Charme der Vorlage ausmacht. „Das Mietshaus kann sich überall befinden – ob in Buxtehude, Kleinkleckersdorf oder eben Reckenfeld.“

Dass es sich bei „Tratsch im Treppenhaus“ um ein reines Sprechstück handelt, stellt die besondere Herausforderung bei der Umsetzung dar. Der Hausflur dient als einzige Kulisse. Eine Bank, ein Waschbecken und ein Sicherungskasten gehören zu den wenigen Requisiten. Und es wird weder getanzt noch gesungen. „Die Spieler müssen alle Emotionen über die Sprache wiedergeben, denn davon lebt das Stück“, erklärt Schmidt.

Mit gerade einmal neun Spielern handelt es sich um ein kleines Ensemble. „Das ist eine ganz andere Atmosphäre“, findet Kevin Cichy, der Markus Brummer verkörpert und bisher vor allem Teil größerer Teams war. „Dadurch sind die Proben sehr persönlich.“ Eine besondere Erfahrung ist „Tratsch im Treppenhaus“ auch für Franzi Elstner, die als Silke Seefeldt zu sehen ist. „Das ist meine erste große Rolle“, verrät sie. „Deshalb bin ich auch ziemlich aufgeregt.“ Die jungen Darsteller haben großen Spaß an dem Volkstheater-Klassiker, der sich auch im Vorverkauf großer Beliebtheit erfreut.

 

Quelle: WN.de

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