Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e.V.

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Premiere von „Tratsch im Treppenhaus“ – Ein völlig zeitloses Vergnügen

Heidi Kabel hat das Stück aus den 50er Jahren berühmt gemacht. Jetzt hat es die Reckenfelder Freilichtbühne ins Repertoire genommen, nächsten Sonntag ist Premiere. Und es zeigt sich: „Tratsch im Treppenhaus“ ist ein völlig zeitloses Vergnügen.

Heidi Kabel als intrigante Meta Boldt, die in ihrem Mietshaus regelmäßig an Türen lauscht und Gerüchte in Umlauf bringt, ist vielen Fans des Ohnsorg-Theaters in guter Erinnerung geblieben. Dass der Straßenfeger aus den 60er Jahren immer noch viel Freude bereitet, das möchte die Münsterländische Freilichtbühne in diesem Sommer unter Beweis stellen.“Tratsch im Treppenhaus“ feiert am 27. Mai (Samstag) seine Premiere. Beginn ist um 19 Uhr. Insgesamt stehen sechs Vorstellungen auf dem Programm.

Als Lustspiel oder Komödie lässt sich das Stück aus der Feder von Jens Exler, das bereits in den 50er Jahren entstanden ist, beschreiben. Schwank ist aber der Begriff, der es wohl am besten trifft. „Dabei handelt es sich um eine urdeutsche Form, die von der Übertreibung lebt“, erklärt Christoph Volkert, der für die Reckenfelder Inszenierung verantwortlich ist.

Und übertrieben wird einiges in dem Mietshaus, das von den Machern der Freilichtbühne in den Grevener Ortsteil verlegt wurde. „Auf diese Weise können wir mehr mit Klischees spielen“, verrät der Regisseur. Zeitlich angesiedelt ist die Reckenfelder Fassung in den 60er Jahren – für eine gute Portion Nostalgie ist also ebenfalls gesorgt. Und natürlich für reichlich Streitereien, Missverständnisse und Verwicklungen.

Die gehen nicht nur auf das Konto der bereits erwähnten Meta Boldt, die es mit der Wahrheit nicht immer so genau nimmt, wenn es darum geht, sich ins rechte Licht zu rücken. Da ist auch noch der Metzgermeister Bernd Tramsen, der trotz Eheversprechens ein Auge auf die Witwe Hanne Knoop geworfen hat. Auch der pensionierte Steuerinspektor Ewald Brummer mischt das Treppenhaus auf. Und dann sind da noch die beiden jungen Untermieter, Silke Seefeldt und Markus Brummer, die Tür an Tür wohnen und zuerst auf Konfrontationskurs sind, bis sich schließlich doch eine Liebesgeschichte entwickelt. Etwas fürs Herz ist also auch dabei.

Obwohl die Handlung mehrere Jahrzehnte in der Vergangenheit spielt, sieht das Team der Freilichtbühne in dem Klassiker des Volkstheaters einen Bezug zur Gegenwart. „Das Stück könnte auch in der heutigen Zeit spielen“, findet Co-Regisseur Thomas Schmidt, der wie Mariele Albermann als Regieassistentin die Inszenierung unterstützt. „Hier spielt es in einem Treppenhaus, es könnte aber auch eine Reihenhaussiedlung sein.“ So beliebig wie die zeitliche ist auch die räumliche Einordnung, was für Volkert den besonderen Charme der Vorlage ausmacht. „Das Mietshaus kann sich überall befinden – ob in Buxtehude, Kleinkleckersdorf oder eben Reckenfeld.“

Dass es sich bei „Tratsch im Treppenhaus“ um ein reines Sprechstück handelt, stellt die besondere Herausforderung bei der Umsetzung dar. Der Hausflur dient als einzige Kulisse. Eine Bank, ein Waschbecken und ein Sicherungskasten gehören zu den wenigen Requisiten. Und es wird weder getanzt noch gesungen. „Die Spieler müssen alle Emotionen über die Sprache wiedergeben, denn davon lebt das Stück“, erklärt Schmidt.

Mit gerade einmal neun Spielern handelt es sich um ein kleines Ensemble. „Das ist eine ganz andere Atmosphäre“, findet Kevin Cichy, der Markus Brummer verkörpert und bisher vor allem Teil größerer Teams war. „Dadurch sind die Proben sehr persönlich.“ Eine besondere Erfahrung ist „Tratsch im Treppenhaus“ auch für Franzi Elstner, die als Silke Seefeldt zu sehen ist. „Das ist meine erste große Rolle“, verrät sie. „Deshalb bin ich auch ziemlich aufgeregt.“ Die jungen Darsteller haben großen Spaß an dem Volkstheater-Klassiker, der sich auch im Vorverkauf großer Beliebtheit erfreut.

Tag der offenen Freilichtbühne Greven-Reckenfeld 2017 – ein toller Saisonstart

Der Tag der offenen Bühne ist traditionell unser Start in die aktuelle Bühnensaison.

In diesem Jahr knubbelte es sich auf unserem Bühnengelände, denn trotz Landtagswahl haben viele Familien den Weg zu uns gefunden. Anbei einige Impressionen vom Tag der offenen Bühne 2017.

 

Run auf die Bühne – Tag der offenen Bühne 2017 – Freilichtbühne Greven-Reckenfeld

So voll war es noch nie: Die Freilichtbühne in Reckenfeld war am Sonntag ein Besuchermagnet. Ununterbrochen tummelten sich große und kleine Besucher auf dem Bühnengelände, wo man an diesem Tag einmal hinter die Kulissen schauen konnte.

Das große Rahmenprogramm und das, was auf der Bühne zu sehen und zu hören war, begeisterte die Besucher. Ein dickes Lob gab es von Volker Knebel, der mit Frau und Kindern auf dem Gelände unterwegs war. „Das alles hier ist ganz toll aufgebaut und organisiert. Die Kinder können sich austoben, beim kulinarischen Angebot ist für Jeden etwas dabei.“ Auf die Frage was man noch besser machen könnte antwortete er: „Das ist hier perfekt. Was man hat soll man pflegen und erhalten“.

Gemeinsam mit den Söhnen Clemens (5) und Vincent(2) ist er zum ersten Mal hier. Seine Frau Nina Reinert-Knebel spielt zum ersten Mal auf der Bühne in Reckenfeld mit. Ihre Familie kommt ursprünglich aus Gütersloh und sie hat dort am Stadttheater Bielefeld mitgespielt. „Mir fehlte etwas und jetzt sind die Kinder in einem Alter, so dass ich wieder einsteigen kann.“ Jetzt spielt sie in dem Musical „Zum Sterben schön“ mit.

Während der Aufführungen auf der Bühne war der Zuschauerraum stets gut gefüllt. Für die Mitarbeiter an den Ständen, die Würstchen, Pommes, Champignons, Kuchen, Getränke, Waffeln und mehr anboten, hieß es während dieser Zeit einmal kurz durchatmen. Ansonsten waren sie im Dauereinsatz, versorgten freundlich die langen Schlangen der Gäste. „So viele Besucher waren wohl noch nie hier am Tag der offenen Bühne“, waren sich alle Helfer rund um das Geschehen einig. Egal ob am Töpferstand, beim Indianer oder auf dem kleinen Jahrmarkt – überall knubbelte es sich.

Da die Bühne in einem kleinen Wald liegt, gab es ein Naturratespiel. „Welcher Vogel ist das?“ Die Organisatoren für dieses Spiel kamen mit dem Kopieren der Fragebögen kaum nach.

Maske, Bühnenbau, Technik und Schneiderei mussten viele Fragen beantworten. Vor den Ausschnitten aus den diesjährigen Theaterproduktionen gab es den Portcheck der Mikrofone. Den bekommen die Zuschauer sonst vor den Aufführungen nicht mit. Die Ausschnitte aus „Michel in der Suppenschüssel“, oder eine Tanzszene aus „Zum Sterben schön“ oder auch „Tratsch im Treppenhaus“, begeisterten die Besucher und machten bei Vielen Lust auf mehr.

Einige zog es gleich in die Geschäftsstelle, wo Karten reserviert und Gutscheine zum Verschenken gekauft wurden. Der gelungene Tag klang mit rockiger Musik der Reckenfelder Band „Bridge back“ aus.

Und am Ende waren alle, die an der Bühne im Einsatz waren, im wahrsten Sinne des Wortes platt und glücklich über den Erfolg des Tages.

Video-Musik: frametraxx.de

Tag der offenen Tür auf der Freilichtbühne Reckenfeld: Ein Gruß aus der Theater-Küche

Die Freilichtbühnensaison steht bevor. Bereits am Sonntag gibt es beim „Tag der offenen Tür“ auf der Reckenfelder Freilichtbühne einen „Anschmecker“.

Für den Ausflug am Muttertag am kommenden Sonntag gibt es für Familien ein lohnendes Ziel: Die Freilichtbühne in Reckenfeld lädt zu einem Blick hinter die Kulissen ein. Am 14. Mai sind Tür und Tor zur Bühnenwerkstatt, zum Technikturm, ins Spielerheim, zur Maske geöffnet. Auch die Kostümschneiderei zeigt, wie und an was sie gerade arbeitet.

Der Förderverein (FVF) sorgt mit Kaffee, Kuchen, Waffeln und dem Grillstand und leckeren Getränken für das leibliche Wohl. „Die Küche darf bei den Besuchern am Muttertag kalt bleiben“, lockt der Vorsitzende des FVF, Kalle Peters.

Auf der Bühne gibt es Probenausschnitte aus dem diesjährigen Sommerprogramm zu sehen. „Michel in der Suppenschüssel“ wird schon einmal zeigen, was er so anstellen wird. Die Akteure der Musicalkomödie „Zum Sterben schön“ werden ebenso einen ersten Einblick in das Stück geben wie ihre Kollegen, die bei „Tratsch im Treppenhaus“, einem Bühnenklassiker schlechthin, mitspielen. Ein bunt gemischtes Sommerprogramm, von dem es am Tag der offenen Tür erste „Häppchen“ zu sehen gibt.

Doch das ist noch längst nicht alles. Der Förderverein hat einen „fast echten“ Indianer eingeladen. Hans-Jörg Siepert stellt sein großes Tipi auf, erzählt spannende Indianergeschichten und Märchen. Weiter im Angebot: Bogenschießen mit authentischer Ausrüstung. Da dürften nicht nur Kinder auf ihre Kosten kommen. Siepert trägt nach historischen Vorbildern genähte Indianerkleidung, stellt indianische Lieder und Gesänge mit Handtrommelbegleitung vor und bietet historische Indianerspiele an.

Bei der großen Tombola gibt es zahlreiche Preise zu gewinnen. Weiterhin erfreut ein Luftballonkünstler die Kinder mit kreativen Ballons. Wer mag, kann an einem Luftballonwettbewerb teilnehmen, und wer Lust hat, kann am Stand von Dagmar Dahmen und Ulrich Scheipers etwas Eigenes mit Ton kreieren. Ein kleiner Jahrmarkt, bei dem sich die Kinder vergnügen können, wird ebenfalls aufgebaut. Mit einer Punktekarte können die Kleinen verschiedene Stationen abgehen. Die Bühne in Reckenfeld ist an diesem Tag jedenfalls ein lohnendes Familienziel, bei dem Groß und Klein viel Spaß haben werden.

Von 11 bis 17 Uhr heißt es: „Hereinspaziert zum bunten Treiben rund um und auf der Reckenfelder Freilichtbühne!“

Tag der offenen Bühne: Etwas mehr Gemütlichkeit

Der Tag der offenen Bühne rückt mit großen Schritten näher. Am 14. Mai gibt es die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen der Freilichtbühne zu schauen. Am diesem Tag muss die neu gestaltete Fläche im Eingangsbereich fertig sein – so lautet das Ziel der Bühnenbauer.

Sie bauen nicht nur die Kulissen, sondern sorgen seit dem Ende der vorigen Spielzeit auch dafür, dass sich im Eingangsbereich einiges tut. Drahtzieher der Neugestaltung ist Karl-Heinz Peters vom Förderverein der Freilichtbühne, der die Materialkosten in Höhe von um die 2 500 Euro trägt: „Unsere Zuschauer sollen es während der Wartezeiten vor Beginn der Vorstellung und in den Pausen gemütlicher haben“, erklärt Peter. Bisher knubbelte es sich zwischen Kiosk, Klimbim-Shop, Grill- und Waffelstand. Jetzt gibt es 150 qm mehr Fläche, auf der sieben lange Stehtische fest installiert sind. Die Metallfüße und die Rahmen wurden aus verzinkten Eisen gefertigt, die Tischplatten bestehen aus Vollkunststoffpaneele. „Die Tische sind stabil und wetterfest und müssen nicht über den Winter abgebaut werden. Die Tischplatten sind sehr pflegeleicht“, erklärt Bühnenbauer Erwin Maslanka.

Einige Bühnenbauer, hauptsächlich aber Erwin Maslanka, Kalle Peters und Matthias Grohe, waren dafür bis zu 250 Stunden im Einsatz. Bevor die Tische aufgestellt werden konnten, musste in diesem Bereich das Unterholz beseitigt werden. Ein Zaun als Sichtschutz zum Bühnenhintergrund wurde ebenfalls gezogen. Damit dieser Zaun lange hält, wurden oben Edelstahlkappen angebracht. Auch die Beleuchtung in diesem Bereich kann sich sehen lassen und trägt zur Gemütlichkeit bei. Außerdem wird die Sitzgruppe am Eingangsbereich erneuert. „Und wenn unsere Besucher auch weiterhin unsere Getränke-, Grill-, Waffel- und Souvenirangebote annehmen, können wir auch in Zukunft viel zum Erhalt und zur Verbesserung des Bühnengeländes beitragen“, wünscht sich Peters. Und Matthias Grohe ergänzt: „Von den Eintrittsgeldern können solche Aktionen nicht finanziert werden.“

Am Tag der offenen Bühne am 14. Mai von 11 bis 18 Uhr kann die Küche getrost kalt bleiben. Für viele Leckereien ist gesorgt. Und auf der Bühne und rundherum wird es viel zu sehen und zu hören geben.

WN: Laggenbecker Familie Nadig-Leis ist theaterverrückt – Der Sog der Bühne bleibt

Hobbys, die man als Familie gemeinsam wahrnehmen kann, gibt es nicht viele. An den Freilichtbühnen allerdings sind oft ganze Familien vom Kleinkind bis zu den Großeltern im Einsatz.

So auch an der Münsterländischen Freilichtbühne in Reckenfeld. Die Familie Nadig-Leis ist dort aktiv. Dabei wohnt sie nicht mal „eben um die Ecke“. „Von Laggenbeck bis zur Bühne sind es je nach Strecke zwischen 35 und 40 Kilometer, die wir für unser Hobby fahren“, erzählt Mutter Nathalie.

Früh übt sich…

Die gebürtige Reckenfelderin war schon als Kind zehn Jahre lang bis zum Abitur an der Bühne aktiv. „Dann war erst einmal acht Jahre Pause“. 1997 zog es sie wieder in die Theaterwelt. Anfangs im Bühnenbau, ab und an half sie an der Kasse aus, und seit 2006 liegt ihr ganz besonderer Fokus in der Vorstandsarbeit beim Förderverein. Seit ihr Sohn Luka-Joel, neun Jahre alt, auf der Welt ist, steht sie meist als Statistin, inzwischen auch mit dem zweiten Sohn, gemeinsam auf der Bühne. „Ich war schon als Baby dabei“, strahlt der Neunjährige.

Bei „Michel“ spielt er in diesem Jahr einen Losverkäufer und einen Ausrufer. „Ich hätte ja gerne die Hauptrolle gespielt“, gibt er zu. Gerne hilft Luka-Joel auch am Grillstand mit, so wie kürzlich beim Maibaumfest, wo der Förderverein den Grillstand betrieb.

Die lange Fahrt nach Reckenfeld ist manchmal für ihn und seinen Bruder Mika-Veron, der fünf Jahre alt ist, etwas langweilig. Dann hören die Jungs CDs. „Gut, dass mein Elternhaus hier vor Ort ist, dann können wir den Kleinen schon mal dorthin bringen,“ freut sich die Grundschullehrerin.

Bühnenarbeit schult fürs Leben

Sie findet es sehr gut für die Kinder, wenn sie schon so jung an der Bühne aktiv sind. Sie lernen dort Disziplin, müssen Texte auswendig lernen, zuverlässig sein und vieles mehr. Von daher ist es für sie kein Problem, wenn Luka-Joel ab und an wegen der Vormittagsvorstellungen in der Schule fehlt. „Nur das frühe Aufsehen ist blöd. Wir müssen schon um 7 Uhr morgens weg fahren“, stöhnt der Filius.

Vater Ulli Leis (48) fährt meist direkt von der Arbeit zu den Proben, während seine Familie schon in Reckenfeld ist und vor der Probe bei den Großeltern vorbei schaut oder den Jüngsten dort abliefert.

„Einsatz an allen Fronten“

Ulli Leis kam 2007 durch seine Frau zur Bühne, hatte vorher keinen Bezug zum Theaterspiel. Aber ihm macht es Spaß. „Mitgegangen, mitgefangen“, lacht er und erzählt, dass seine erste Rolle eine Blume war. Seinen Einsatz an der Bühne bezeichnet er lachend als: „Einsatz an allen Fronten“.

Egal, ob auf der Bühne oder am Grillstand, er ist da, wo Hilfe gebraucht wird. Zum Glück kann sich der Elektriker an den Aufführungstagen frei nehmen. Das ist ein Plus für die Bühne, denn gerade bei den Kinderstücken ist der Männermangel aufgrund der Aufführungszeiten besonders groß.

Auch beim „Tag der offenen Bühne“ am 14. Mai von 11 bis 18 Uhr ist die Familie Nadig-Leis natürlich voll im Einsatz. Einfach, weil es Spaß macht, als Familie ein gemeinsames Hobby zu haben.

Robuster Exot: Naturschützer schenkt der Bühne Baumkraftwurz-Setzlinge

An der Freilichtbühne wird aufgeforstet. Gesucht wurden und werden Baumpaten, denn die Wiederaufforstung kostet viel Geld. Jetzt übergab Georg Strickling drei Baumkraftwurz-Setzlinge.

An der Freilichtbühne wird aufgeforstet. Gesucht wurden und werden Baumpaten, denn die Wiederaufforstung kostet viel Geld. Die Bühne muss zudem bereits für die Ausgleichsfläche des großen, vor einigen Jahren neu erstellten Parkplatzes zahlen. Geld, das man gerne auch in den Spielbetrieb, sprich: Technik, Bühnenbau und anderes, investieren würde. Doch die Vorgaben müssen nun einmal erfüllt werden und die Bühne soll auch weiterhin in einem Wäldchen liegen. Umso schöner, dass sich schon einige Baumpaten gefunden haben.

Eine außergewöhnliche Baumspende bekam jetzt die Freilichtbühne von Georg Strickling überreicht. Der brachte gemeinsam mit Sohn Max drei außergewöhnliche Bäume zur Bühne. Baumkraftwurz heißt dieses Gewächs, das mit seinen großen tiefgrünen Blättern, die an den Ahorn erinnern, ein markanter Hingucker in Gärten oder Parks ist. Seine Heimat ist Ostasien, in der hiesigen Region kommt er eher selten vor.

Vor 25 Jahren gelangte ein junges Exemplar des Baumkraftwurzes per Zufall in die Hände von Georg Strickling, der sich im Naturschutzbund Emsdetten engagiert. Er entdeckte den exotischen Schössling in einer Baumschule. Der stachlige Stamm mit seinen tiefgrünen Blättern gefiel ihm und so erwarb er spontan eine Pflanze, die dann einen sonnigen Platz im Garten fand.

Der 15-jährige Max hat über diesen Baum in 2014/2015 ein Naturtagebuch geführt. Das wesentliche Ergebnis seiner Recherchen ist, dass dieser Baum zwar ein Exot ist, aber andererseits robust genug erscheint, um den veränderten Bedingungen durch den Klimawandel zu genügen und der gleichfalls bei der heimischen Vogelart und Insekten beliebt ist. „Die Verbreitung der Art in unserer Region wäre sicherlich eine Bereicherung für die heimische Natur“, ist sich Naturschützer Georg Strickling sicher.

Wer sich für den Erwerb eines Baumkraftwurz-Setzlings interessiert kann sich per Mail an Georg Strickling wenden (baumkraft-wurz@gmx.de). Weiter Infos auf www.umweltverbaende-emsdetten.de

Michel in der Suppenschüssel – Zwei Michels und drei Idas

Das Kinderstück an der Freilichtbühne in Reckenfeld ist in diesem Jahr die Geschichte von Michel in der Suppenschüssel. Dafür wird schon fleißig geprobt. Zwei Darsteller wechseln sich als Michel und gleich drei als Ida ab.

Astrid Lindgren schrieb Geschichten, die auch heute noch die Kinder begeistern. Eine dieser Geschichten ist die vom Michel aus Lönneberga. Der Bengel hat es faustdick hinter den Ohren. Die Geschichten von Michel zu lesen, ist eine Sache, diese Rolle zu spielen eine andere. Da sind sich Tim Möllers aus Nordwalde und Fabian Sterthaus aus Emsdetten einig.

Auf der Reckenfelder Freilichtbühne dürfen diese Beiden echte Lausebengel sein. „Das macht richtig Spaß“, strahlen die Beiden, die im Übrigen durch die Freilichtbühne, wo sie sich im vergangenen Jahr kennen lernten, gute Freunde im Alltag wurden. „Die Streiche, die wir auf der Bühne machen dürfen, sind echt cool. Wenn die Streiche echt wären, gäbe das ein richtiges Chaos“, gibt der zehnjährige Tim etwas von der Rolle preis. „Aber wenn ich „pfui Teufel“ sagen muss, klingt das altmodisch. So was sagt man heute gar nicht mehr“.

Der Text, den die Beiden auswendig lernen müssen, ist recht umfangreich und sitzt auch schon bei dem zweiten Michel ganz gut. Fabian Sterthaus spielte schon im vergangenen Jahr beim „kleinen Tag“ mit. Auch dort war Fabian mit Tim in den gleichen kleinen Rollen doppelt besetzt. Beide hatten da eher kleine Texte und jetzt die Hauptrolle. „Das ist spannend und richtig cool einmal eine Hauptrolle zu spielen“, strahlt Fabian. Sein Vater brachte ihn im vergangenen Jahr immer zu den Proben und wurde ebenfalls gleich als Schauspieler engagiert. Das freut den achtjährigen Fabian, der bei der Open-Air-Nacht der Musicals im vergangenen Jahr sogar als Sänger mit auf der Bühne stand. Die beiden Jungen sind recht selbstbewusst und vor allem mit viel Spaß in ihrer Rolle.

Drei Mädels spielen die Ida. Auch sie haben sich, wie die Jungs, beim Casting für eine Rolle beworben. „Ich habe mich für die Rolle der Ida interessiert und sie bekommen“, freut sich Annika Eßmeier. Die Rolle gefällt der Neunjährigen gut, da sie genau wie die Ida in dem Stück tierlieb ist. „Ich kann mich damit gut identifizieren“, erklärt sie.

Gespannt ist sie, genau wie Lotta Eilers (9), wie es sein wird, an der Fahnenstange hoch gezogen zu werden – einer von Michels bekanntesten Streichen. „Als ich mich beim Casting beworben habe, habe ich mich nicht auf die Rolle der Ida versteift. Deshalb freue ich mich besonders, dass ich meine Wunschrolle spielen darf.“ Die Texte, die Ida spricht, sind kurze Sätze. „Da muss ich aufpassen, dass ich nichts verpasse, sonst reden die anderen schon weiter“, ist ihre erste Erfahrung bei den Proben. Die Ida gibt es mit Elea Schipper (7) sogar mit drei Besetzungen. Papa Rüdiger macht Regie und „ich wollte auch gerne spielen. Mein Bruder Noah spielt eine Katze. Den Text übe ich mit meinen Eltern“, erklärt sie.

Es ist eben das Besondere an dem Verein Freilichtbühne, dass die ganze Familie eingebunden werden kann.

Neue Nähmaschinen für die Freilichtbühne Greven-Reckenfeld

Nur gut, dass den Freilichtbühnenbesuchern der Münsterländischen Freilichtbühne in Reckenfeld die Waffeln und Grillwürstchen so gut schmecken. Denn mit dem Verkauf dieser Leckereien durch Helfer des Fördervereins während der Bühnensaison kommt einiges an Geld zusammen. Das wird in die Erhaltung des Bühnengeländes und der notwendigen Materialien, in die Technik und den Bühnenbau investiert.

Jetzt konnte der Vorsitzende des Freilichtbühnenfördervereins Karl-Heinz Peters der bühneneigenen Nähstube vier neue Nähmaschinen übergeben. Nähstuben „Chefin“ Gudrun Maslanka und ihr harter Kern sind begeistert. Endlich müssen die ehrenamtlichen Näherinnen nicht mehr ihre eigene Nähmaschine mitbringen. „Danke Kalle“ hieß es denn auch von den Frauen, die bei der Einweisung der neuen Maschinen dabei waren. „Im letzten Jahr erwirtschaftete der Förderverein 10.000 Euro Gewinn. Dazu trugen Fördervereinsmitglieder mit Spenden und die Verkaufserlöse des „Klimbim-Shops“ ebenso mit bei, wie alle Helfer die bei den Reckenfelder Ortsfesten eifrig Wurst braten oder Reibekuchen brutzeln“ freut sich Karl-Heinz Peters.

Er zählt einen harten Kern zu seinem Team, der auch wieder am Tag der offenen Bühne am Muttertag (14.Mai) im Einsatz sein wird. „Da haben wir den „Indianer“ Hans-Jörg Siepert, sowie einen Luftballonkünstler verpflichtet. Für die Kinder wird es außerdem einen kleinen Jahrmarkt geben“ verrät er einiges das an diesem Tag in den Händen des Fördervereins liegt.
Die Damen in der Nähstube lassen sich erst einmal vom Lieferanten der Nähmaschinen, Norbert Oberschelp die Besonderheiten der Nähmaschinen erklären. 30 Programme haben diese und ein Knopfloch zu nähen wird nun wesentlich einfacher.

Den Maschinentyp hat Gudrun Maslanka ausgesucht. „Die sollten vor allem robust sein. Und mit den gleichen Typen die wir jetzt haben, können sich die Näherinnen jetzt untereinander helfen“. Sie freut sich auch über eine neue Overlockmaschine die die Bühne angeschafft hat. Um die 80 Kostüme müssen für diese Saison neu genäht werden, da kommen die neuen Nähmaschinen gerade recht.

Michel in der Suppenschüssel – Außenprobe auf der Freilichtbühne Reckenfeld

Michel in der Suppenschüssel - Probe / Foto: Lambert Albermann Michel in der Suppenschüssel - Probe / Foto: Lambert Albermann Michel in der Suppenschüssel - Probe / Foto: Lambert Albermann Michel in der Suppenschüssel - Probe / Foto: Lambert Albermann Michel in der Suppenschüssel - Probe / Foto: Lambert Albermann Michel in der Suppenschüssel - Probe / Foto: Lambert Albermann

Michel aus Lönneberga ist fünf Jahre alt und stark wie ein kleiner Ochse. Wenn er schläft, kann man ihn fast für einen Engel halten. Aber wenn er wach ist, dann hat er mehr Unsinn im Kopf als irgendein anderer Junge auf der ganzen Welt! Wie zum Beispiel an dem Tag, als Michel seinen Kopf in die Suppenschüssel steckt …

Am 04. Juni 2017 ist Premiere – bis dahin laufen noch regelmäßig die Proben auf Hochtouren. Hier einige Impressionen der heutigen Probe auf der Freilichtbühne! Wie man sieht, haben alle Darsteller in jeder Altersklasse bereits bei den Proben sehr viel Spaß – na dann kann ja nichts mehr schiefgehen … oder, Michel?

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Unser Fundus ist samstags in der Zeit von 14:30-15:30 Uhr geöffnet (Schulferien ausgenommen)

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