Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e.V.

Monats-Archive: Juli 2016

WN: Opulente Musicalnacht – Musikalische Weltumarmung

Open-Air-Nacht der Musicals / Bild: WN -  Heidrun Riese

Open-Air-Nacht der Musicals / Bild: WN – Heidrun Riese

Nicht Hamburg, nicht Berlin, nicht Stuttgart. Nein, Reckenfeld war am vergangenen Wochenende das Mekka der Fans von „Das Phantom der Oper“, „Sister Act“, „Tanz der Vampire“ und Co. Am Freitag und Samstag präsentierte die Freilichtbühne ihre Open-Air-Nacht der Musicals und begeisterte mit einer stimmungsvollen wie abwechslungsreichen und äußerst professionellen Darbietung vieler beliebter, aber auch einiger unbekannterer Melodien.

Dass der Premierenabend durch einen heftigen Schauer eher feucht-fröhlich ausfiel, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Zumindest während der ersten Hälfte des 33 Songs plus zwei Zugaben umfassenden Programms, das unter musikalischer Leitung von Svenja Niepel einstudiert worden war, blieb es trocken. Erst im zweiten Teil öffneten sich die Himmelsschleusen, und es wurde eine kurze Pause eingelegt, in der sich die Zuschauer aus den vorderen Reihen unters Dach retteten. Als das musikalische Feuerwerk weiterging, war die klitschnasse Unterbrechung schnell wieder vergessen.

Die Auswahl der Titel bei dieser dritten Auflage der eigenen Musical-Nacht war ebenso facettenreich wie der Gesang und das Schauspiel. Neele Niepel entzückte mit ihrem herrlich koketten Auftritt zu „Denn am Schießeisen beißt keiner an“ aus „Annie get your gun“. Stefan Erdmann amüsierte in wunderbar verrückter Manier mit „Herod‘s song“ aus „Jesus Christ Superstar“. Klaus-Dieter Niepel sorgte bei „Die unstillbare Gier“ aus „Tanz der Vampire“ mit seiner tiefen Stimme für Gänsehaut.

Interview mit Choreographin und Kostümschneiderin Gudrun Maslanka

Gudrun, seit wann bist du schon Mitglied an der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld und in welchen Bereichen warst du bisher schon aktiv?

Gudrun Maslanka: Ich bin seit 1980 Mitglied und zur Zeit sind die Näherei und Choreographie meine Aufgabenbereiche. Aber ich stand auch selbst schon auf der Bühne. Zuletzt habe ich 1999 in My Fair Lady mitgespielt und bin 2006 in Elixier für eine Vorstellung eingesprungen.

 

Für die Open-Air Nacht der Musicals hast du das Kostümbild geschaffen und bist zusätzlich noch für die Choreographien verantwortlich. Was ist die größere Herausforderung für dich?

Gudrun Maslanka: Die Frage ist schwer zu beantwortet, weil beide Bereiche so verschieden sind. Zeitintensiver ist auf jeden Fall das Schneidern und Nähen der Kostüme. Da bekomme ich aber viel Unterstützung durch mein Team.

 

Wie viele verschiedene Kostüme werden bei der diesjährigen Open-Air Nacht der Musicals auf der Bühne zu sehen sein.

Gudrun Maslanka: Es sind genau 134 verschiedene Kostüme. Pro Darsteller sind das zwischen sieben und dreizehn.

 

Das ist eine Menge. Was ist das aufwendigste dieser Kostüme? Was hat den Aufwand ausgemacht?

Gudrun Maslanka: Das Kostüm des Pharaos aus dem Musical Joseph war sehr aufwändig zu nähen, weil es sich aus vielen Teilen zusammensetzt und viele Details besitzt, die einzeln aufgenäht wurden. Die Herstellung hat 20 Stunden gedauert und es wird nur 2 Minuten auf der Bühne zu sehen sein.

 

Nun zur Choreographie, wie bringt man den unterschiedlichen Menschen die Choreographien bei? Denn es ist ja nicht jeder ein Naturtalent.

Gudrun Maslanka: Wichtig ist, dass man die Choreographien an die Fähigkeiten der Leute anpasst und sehr viel Geduld mitbringt. Dann funktionieren auch aufwändigere Tänze mit einer großen Gruppe. Wir sind auch bereits vor Monaten angefangen, damit sich die Routine entwickeln kann.

 

Dein Mann Erwin Maslanka ist ebenfalls bei der Open-Air Nacht der Musicals engagiert. Was trägt er zu dieser Inszenierung bei?

Gudrun Maslanka: Er ist für den Bau der größere Bühnenrequisiten verantwortlich. Beispielsweise wurde ein Thron gebaut und eine Gruft für den Song aus Tanz der Vampire. Auch er bekommt von seinem Team sehr viel Unterstützung.

 

Wir danken Dir für das Interview und noch viel mehr für Euer ehrenamtliches Engagement an der Freilichtbühne. Toi toi toi für die beiden Vorstellungen der Open-Air Nacht der Musicals.

WN: Kreatives Multitalent – Svenja Niepel

Svenja Niepel bei einer Probe

Svenja Niepel bei einer Probe

Malen, Zeichnen, Tanzen, Fotografieren und mehr – dass eine einzelne Person in so vielen Bereichen kreativ tätig sein kann, mag man kaum nachvollziehen. Svenja Niepel ist so ein Multitalent. „Ich kann gar nicht anders, ich muss immer irgendetwas ausprobieren und gestalten“, berichtet die 29-Jährige lachend.

Sie ist ihren Eltern dankbar, dass sie ihr schon als Kind viel kreativen Freiraum gelassen haben. Im Elternhaus wurde gemeinsam musiziert und gestaltet, aber Svenja durfte auch selbst Dinge ausprobieren und sich entfalten. Dass sie bereits als Dreijährige mit auf der Freilichtbühne stand, hat sicherlich auch zu ihrer vielseitigen Kreativität beigetragen.

Eine wichtige Facette ihres kreativen Lebens ist natürlich das Theaterspiel. Für das Freilichtbühnen-Publikum steht sie aktuell als Maria bei „Toast Hawaii“ auf der Bühne. Längst hat sie aus ihrem Hobby, der Musik, einen Beruf gemacht, indem sie elementare Musikpädagogik studierte und sich als Sängerin weiterbildete. Aktuell arbeitet sie als Musikpädagogin. Vor einiger Zeit schrieb sie gemeinsam mit einer Freundin ein interaktives Kindermusical, zu dem das Bühnenbild und die Kostüme ebenfalls aus ihrer Hand stammten.

In jeder Produktion dabei: Patrick Glatzel

Toast Hawaii / Bild: Lambert Albermann

Toast Hawaii / Bild: Lambert Albermann

Wir haben heute einen ganz besonderen Interviewpartner. Patrick Glatzel ist unser einziges Mitglied, welches in allen vier Produktionen, die dieses Jahr auf der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld zu sehen sind, auf der Bühne seht.

 

Lieber Patrick, erzähle uns mal wo du mitwirkst du was deine Rollen in den Stücken sind.

Patrick Glatzel: Bei Der kleine Tag, dem Kinderstück, habe ich zwei Rollen. Ich spiele den ersten Tag und einen Helfer. Bei Toast Hawaii und der Wiederaufnahme von Schlager lügen nicht bin ich Tänzer. In der Open-Air Nacht der Musicals singe ich im Chor und tanze ebenso, das macht mir am meisten Spaß.

 

Damit stehst du in diesem Sommer 30 mal auf der Bühne. Was machst du denn neben der Freilichtbühne? Du bist noch Schüler, richtig?

Patrick Glatzel: Genau, ich mache nächstes Jahr mein Abitur. Vor allem während der Probenzeit ist es anstrengend alles unter einen Hut zu bekommen. Manchmal findet vor oder nach einer Vorstellung noch eine Probe von einem anderen Stück statt. Dann bin ich bestimmt 4-5 Tage pro Woche an der Freilichtbühne. Aber da ich hier gerne bin, ist es ein toller Ausgleich.

 

Was möchtest du denn später einmal werden, weißt du das schon?

Patrick Glatzel: Nein, noch nicht wirklich. Im Bereich Theater zu arbeiten wäre ein Traum. Jedoch ist es schwierig damit sein Geld zu verdienen.

 

Wie lange bist du schon an der Freilichtbühne? Und was war bisher deine liebste Rolle?

Patrick Glatzel: Mitglied bin ich seit 2008, aktiv jedoch erst seit 2011. Meine erste Rolle an der Freilichtbühne war ein Affe im Dschungelbuch. Am meisten Spaß hat mir jedoch im letzten Jahr Fame gemacht.

 

Hast du auch eine Traumrollen, die du gerne einmal spielen möchtest?

Patrick Glatzel: Es gibt viele Stücke in denen ich gerne mitspielen würde. Mein Favorit ist „Wicked – Die Hexen von Oz“. Das würde ich gerne mal live sehen und auch gerne mal mitspielen.

 

Danke für das Interview und viel Spaß und Erfolg bei allen Vorstellungen, die noch vor dir stehen. Toi, toi, toi für die bevorstehende Premiere der Open-Air Nacht der Musicals.

Baumpatenschaft
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